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US-Prozess Schlussplädoyers gehalten: Zweifel an der Fusion von T-Mobile und Sprint

Im Prozess um den geplanten Zusammenschluss der Telekom-Tochter steht jetzt die Entscheidung an. Immer mehr Investoren halten es für möglich, dass das Gericht die Fusion verbietet.
16.01.2020 - 08:16 Uhr Kommentieren
Telekom: Zweifel an der Fusion von T-Mobile und Sprint Quelle: Reuters
T-Mobile-US-Chef John Legere

US-Bundesstaaten fürchten, dass mit der geplanten Fusion die Preise für die Verbraucher steigen.

(Foto: Reuters)

New York Gleich drei Gerichtssäle hat der Prozess um die geplante Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Konkurrenten Sprint am Mittwoch gefüllt. Weil das Interesse an den Abschlussplädoyers der Unternehmen und der Bundesstaaten so groß war, mussten viele Anwälte, Analysten und Journalisten in zwei weitere Säle ausweichen.

Vor dem Gericht im Süden Manhattans haben insgesamt 13 Bundesstaaten und Washington, D.C. gegen den geplanten Zusammenschluss der US-Tochter der Deutschen Telekom mit Sprint geklagt. Sie fürchten, dass damit die Preise für die Verbraucher steigen.

Der Richter Victor Marrero muss nun in den kommenden Wochen oder Monaten sein Urteil fällen. Die Investoren geben allerdings schon jetzt ihre Wetten ab: Immer mehr von ihnen glauben, dass Marrero der Argumentation der Bundesstaaten folgen und die Fusion verbieten könnte. Darauf weist der Kurs der Sprint-Aktie hin. Der lag zuletzt mehr als 40 Prozent unter dem Kurs, mit dem der geplante Aktientausch die Aktie bewertet hat.

Bereits im April 2018 hatten T-Mobile und Sprint ihre Fusion angekündigt. Die Aufsichtsbehörden haben die Fusion nur mit Auflagen genehmigt: Unter anderem müssen T-Mobile und Sprint ihre Prepaid-Lizenzen an den Fernseh-Satellitenbetreiber Dish abgeben, der eine neue Nummer vier im Markt aufbauen soll. Dish kann auch sieben Jahre lang das Netz von T-Mobile zu äußerst günstigen Konditionen nutzen.

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    Glenn Pomerantz, der Klägeranwalt der Bundesstaaten wiederholte in seinem Abschlussplädoyer, dass der Dish-Chairman und -Mitgründer Charlie Ergen schon mehrfach gezeigt habe, dass er sich nicht an Abmachungen halte. „Sie müssen viel Vertrauen in Herrn Ergen haben. Aber, Euer Ehren, Sie sollten das nicht tun!“, mahnte Pomerantz.

    T-Mobile braucht Fusion für 5G-Ausbau

    Die Verteidiger der Fusion dagegen argumentierten, dass T-Mobile nur mithilfe der Fusion mit Sprint ein landesweites, starkes 5G-Netz aufbauen kann, um so den deutlich größeren Konkurrenten AT&T und Verizon Paroli zu bieten.

    Zu dem Gerichtstermin am Mittwoch war T-Mobile-CEO John Legere ebenso erschienen wie Sprint-Chef Michel Combes. Auf Klägerseite war unter anderem die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James präsent.

    „Ich sehe, Sie haben die großen Kaliber gebracht“, scherzte Richter Marrero zu Beginn des Termins. Außerdem fragte er im Scherz, ob vielleicht auch noch der Justizminister William Barr erscheinen werde und erntete damit Lacher im Saal. Barr hatte zuvor argumentiert, dass das Gericht sich an die Meinung der Wettbewerbsaufsicht des Justizministeriums halten sollte.

    Diese Bemerkung von Marrero werten einige Beobachter als Hinweis, dass der Richter den Bundesstaaten recht geben könnte. Blair Levin, Analyst des Telekom-Research-Hauses New Street Research glaubt, dass die Argumentation der Staaten durchaus Sinn macht. Über ein mögliches Urteil meint er: „Das könnte in beide Richtungen gehen. Aber ich glaube, dass die Staaten im Vorteil sind.“

    Während die Sprint-Aktien in den vergangenen Monaten an Wert verloren haben, blieben die von T-Mobile in den vergangenen Monaten relativ stabil. Das liegt auch daran, dass Investoren glauben, dass T-Mobile zur Not auch alleine weiterwachsen kann.

    Mehr: Wie John Legere die Fusion vor Gericht durchkämpft, lesen Sie hier.

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