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US-Technologieriese EU-Milliardenstrafe drückt Quartalsgewinn von Google-Mutter Alphabet – Aktie bricht ein

Die Milliardenstrafe der EU-Wettbewerbsbehörde hat dem Google-Mutterkonzern das erste Quartal verhagelt. Der Gewinn brach um knapp 30 Prozent ein.
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Die EU-Kommission hatte im März zum dritten Mal eine hohe Strafe gegen Google verhängt. Quelle: AP
Google

Die EU-Kommission hatte im März zum dritten Mal eine hohe Strafe gegen Google verhängt.

(Foto: AP)

Mountain View Eine weitere EU-Milliardenstrafe hat den Gewinn des Google-Mutterkonzerns Alphabet zu Jahresbeginn belastet. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Überschuss unterm Strich um knapp 30 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar (6,0 Milliarden Euro), wie der Internetkonzern am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Anleger treiben allerdings eher Wachstumssorgen als mangelnder Profit um.

Der Umsatz legte angesichts weiter sprudelnder Werbeeinnahmen um rund 17 Prozent auf 36,3 Milliarden Dollar zu, blieb damit aber weit unter den Erwartungen der Analysten. Das kam am Markt nicht gut an. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit kräftigen Kursverlusten und geriet zeitweise mit knapp sieben Prozent ins Minus. Im bisherigen Jahresverlauf hat der Kurs jedoch schon um fast ein Viertel zugelegt.

Die EU-Kommission hatte im März zum dritten Mal eine hohe Strafe gegen Google verhängt. Wegen Behinderung anderer Anbieter im Geschäft mit Suchmaschinen-Werbung wurde der Konzern zu einer Zahlung von rund 1,5 Milliarden Euro verdonnert. Die hinterließ nun deutliche Spuren in der Bilanz, auch wenn der Gewinn trotzdem noch sehr hoch ausfiel.

An der Börse sorgte dann auch eher Googles abflauendes Umsatzwachstum für Bedenken als die Folgen der EU-Strafe. Die Alphabet-Tochter spürt den zunehmenden Konkurrenzkampf im Markt für Online-Anzeigen, wo seit einiger Zeit beispielsweise auch Amazon größere Erfolge feiert. Googles Umsatzwachstum flaut immer stärker ab - im Vorjahreszeitraum hatte es noch bei 26 Prozent gelegen, im Vorquartal bei 22 Prozent.

„Wir haben ein robustes Quartal geliefert, angeführt von mobiler Suche, Youtube und Cloud-Diensten“, sagte Finanzchefin Ruth Porat. Doch auch bei der Video-Tochter Youtube, deren Ergebnisse Alphabet nicht separat ausweist, gab es zuletzt einige Probleme. So stören sich einige Werbekunden am Umgang mit umstrittenen Inhalten, weshalb Analysten schon länger vor möglichen Einnahmeeinbußen warnten.

Alphabets sonstige Geschäfte, die unter der Bezeichnung „andere Wetten“ geführt werden, schafften nur einen Erlösanstieg von 150 Millionen auf 170 Millionen Dollar, was in der Gesamtbetrachtung des Konzernumsatzes kaum ins Gewicht fällt. Dabei stieg der operative Verlust der Sparte, zu der beispielsweise der Roboterwagen-Entwickler Waymo zählt, von 571 Millionen auf 868 Millionen Dollar.

  • dpa
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