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Verschlüsselung Wie Geheimdienste die Welt unsicherer machen

Eingebaute Unsicherheit: Mit Geld, politischem Druck und anderen Mitteln machen Geheimdienste wie die NSA vermeintlich sichere Technik unsicher. Sie ignorieren, dass sie damit Menschen gefährden.
13.01.2014 - 10:10 Uhr
Mobilfunk, Internet, Apps, Hardware – alles, was verschlüsselt werden kann, versuchen Geheimdienste zu kompromittieren. Quelle: AFP

Mobilfunk, Internet, Apps, Hardware – alles, was verschlüsselt werden kann, versuchen Geheimdienste zu kompromittieren.

(Foto: AFP)

Berlin Verschlüsselung ist für Geheimdienste lebensnotwendig und ein großes Ärgernis zugleich. Sie wollen selbst sicher kommunizieren, haben aber ein Problem, wenn der Feind es auch tut. Dass die Geheimdienste der USA und Großbritanniens deshalb keine Mühen scheuen, jede zur Verschlüsselung nötige Technik heimlich zu unterwandern, belegen die Enthüllungen von Edward Snowden. Es gibt aber auch noch andere Quellen für die Erkenntnis, dass die in den siebziger Jahren von der US-Regierung angezettelten Crypto Wars entgegen anderslautender Berichte nie beendet wurden.

Im Gegenteil, sie betreffen alle Bereiche: Mobilfunk, Internet, Apps, Hardware – alles, was verschlüsselt werden kann, versuchen Geheimdienste zu kompromittieren. So wurde der Mobilfunkstandard GSM einst absichtlich unsicher konstruiert, damit es westliche Geheimdienste leichter haben, ihre Gegner abzuhören. Das haben einige Entwickler von GSM gerade der norwegischen Zeitung Aftenposten bestätigt.

Techniken zur digitalen Selbstverteidigung
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E-Mails verschlüsseln

Die Technik für eine solche Verschlüsselung gibt es seit Jahren. Sie hat nur zwei Nachteile: Erstens macht es Mühe, sie zu benutzen, und zweitens muss der Empfänger dieselbe Technik einsetzen.

Fakt ist, dass E-Mails grundsätzlich kein besonders sicheres Kommunikationsmedium sind, aber durch ihre weite Verbreitung unverzichtbar bleiben. Auch wenn es aufwändig klingt: Sie sollten darüber nachdenken, zumindest im Mailverkehr mit wichtigen Partnern beidseitige Verschlüsselung einzusetzen.

(Foto: dpa)
Facebook
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Verabschieden Sie sich aus sozialen Netzwerken

Soziale Netzwerke sind nicht sicher, können es nicht sein und wollen es wohl auch nicht. Deshalb muss sich jeder Nutzer darüber im Klaren sein, dass für die Nutzung von Facebook & Co. mit dem Verlust von Privatsphäre bezahlt wird.

Viele Unternehmen fragen sich inzwischen: Brauchen wir das wirklich? Hier macht sich zunehmend Ernüchterung über den Nutzen sozialer Netzwerke breit.

(Foto: dpa)
Cloud
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Springen Sie aus der Wolke

Vermutlich sitzt die NSA zwar nicht in den Rechenzentren von Google oder Microsoft, aber sie könnte Internet-Service-Provider überwachen und damit auch Daten auf ihrem Weg in die Wolke beobachten. Unabhängig davon, was die NSA tatsächlich tut, wissen wir, dass Behörden auf Cloud-Server zugreifen können.

Halten Sie Ihre Daten in einer Private Cloud oder gleich im eigenen Rechner. Zu aufwendig? Nicht zeitgemäß? Auf jeden Fall besser, als beklaut zu werden.

(Foto: dpa)
Samsung mit Rekordgewinn
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Schalten Sie alles Unnötige ab

Wer Smartphones und Tablets benutzt, weiß, dass solche Geräte ständig im Hintergrund irgendwelche Kontakte und Kalender synchronisieren, Browser-Historien anlegen und viele mehr. Richtig gefährlich kann dieses ständige Sich-einwählen in Verbindung mit GPS-Daten sein. Google weiß nämlich, in welcher Bar Sie letzte Woche waren.

Wichtig ist erstens, die GPS-Funktion immer wieder zu deaktivieren, zweitens in Google Maps sämtliche Funktionen, die Standorte melden und Standorte mit anderen teilen, zu deaktivieren.

(Foto: dpa)
Model displays new TOMTOM Go navigation device during first public day at the CeBIT computer fair in Hanover
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Eine Methode, um Bewegungsprofile zu vermeiden, ist die Benutzung eines guten alten Navis statt eines Smartphones zur Orientierung. Navis lassen sich – anders als Telefone – auch vollkommen anonymisiert einsetzen.

(Foto: Reuters)
Microsoft
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Web-Browsing verstecken

Der Einsatz eines Secure-socket layers (SSL) zur Datenverschlüsselung im Internet ist nicht völlig sicher, aber auf jeden Fall deutlich sicherer, als nichts zu tun. Eine Möglichkeit, SSL zu nutzen, ist die HTTPS Everywhere-Browsererweiterung der Electronic Frontier Foundation. Gibt es aber leider nur für Firefox und Chrome.

Noch mehr Sicherheit bietet das Tor Browser Bundle, aber es kann das Surf-Erlebnis unter Umständen deutlich verlangsamen.

(Foto: dpa)
The icon of a free communication app "Line" is pictured on an Apple Inc's iPhone in this file photo illustration in Tokyo
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Keine Messages über externe Server

Instant Messaging über Google Hangouts, Skype und ähnliches landet zwangsläufig in den Händen Dritter, weil solche Nachrichten grundsätzlich nicht direkt, sondern über einen Server ausgeliefert werden.

(Foto: Reuters)

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