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Virenproblem ungelöst „I Love You“ hat Geburtstag

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Die bleibende Wirkung des „I love you“-Virus sieht Dickopf vor allem darin, dass er das Bewusstsein der Computerbenutzer geschärft habe. „Heute hat fast jeder ein Programm zum Schutz vor Viren - das war damals nicht so.“

Strittig ist bis heute, ob das Viren-Problem jemals technisch in den Griff zu bekommen sein wird. Nach Ansicht von Harald Summa, dem Geschäftsführer des Verbands der deutschen Internetwirtschaft, liegt der Schlüssel dazu bei den Computerherstellern. Auch bei einem Auto sei es doch selbstverständlich, dass der Endverbraucher ein sicheres Produkt bekomme und es nicht erst aufrüsten müsse. Bei Rechnern mit Unix- oder Apple-Betriebssystemen gelinge dies auch heute schon weit besser als bei den im PC-Markt dominierenden Systemen von Microsoft.

Daniel Bachfeld, Redakteur der Computerzeitschrift „c't“, glaubt dagegen nicht an eine technische Ausrottung der Viren. „Das letzte Problem ist immer der Anwender“, sagt er. Bei den Betriebssystemen und Anwendungen habe sich in puncto Sicherheit seit dem „I love you“- Virus kaum etwas getan - ebenso wie auf rechtlicher Ebene.

Der mutmaßliche Programmierer des Wurms wurde niemals gerichtlich belangt, weil es dafür in seinem Heimatland, den Philippinen, keine Rechtsgrundlage gab. In Deutschland wurden inzwischen erste Viren- Entwickler wie der des Wurms „Sasser“ vor Gericht gestellt, ebenso etwa in den USA oder Kanada. Dennoch ließen sich die Internet- Saboteure letztlich nicht aus der Welt schaffen, glaubt Bachfeld: „Was will man tun, wenn jemand in China, Korea oder irgendwo in Afrika sitzt?“

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