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Volkswagen Stiftung richtet Förderinitiative ein Komplexe Systeme besser verstehen

Eine Forschungsinitiative soll Wissenschaftler bei der Computermodellierung komplexer System der Natur unterstützten.

hiz DÜSSELDORF. Die Volkswagen Stiftung startet eine neue Initiative, die helfen soll, das Verhalten komplexer Systeme besser zu Verstehen. Theoretiker aus allen Disziplinen, die mit computerbasierten Ansätzen arbeiten, sollen bei der Modellierung solcher Zusammenhänge – wie zum Beispiel in der Natur häufig vorkommen – unterstützt werden. Als komplex gilt ein System dann, wenn es aus einer großen Zahl von Elementen besteht und es sich durch das alleinige Studium seiner "Bausteine" nicht verstehen lässt. So wäre zum Beispiel ein Kristall, nach diesem Verständnis, kein komplexes System, da die Kenntnis der Elementarzelle Rückschlüsse auf die Eigenschaften des Gesamtsystems „Kristall“ erlaubt. Ein Gehirn hingegen gilt als komplex, da dessen Funktion nicht aus dem Verhalten einer einzelnen Zelle oder eines einzelnen Neurons erklärbar ist.

Die neue Förderinitiative richtet sich deshalb auch an die theoretischen Zweige der Natur-, Bio- und Ingenieurwissenschaften. Die Modellierung und Simulation ist ein herausforderndes Forschungsgebiet, das von einem stärker interdisziplinären Herangehen profitieren soll. So können ab Juni nächsten Jahres Mittel für die "Computersimulation molekularer und zellulärer Biosysteme sowie komplexer weicher Materie" beantragt werden.

Parallel dazu wird die Stiftung einzelne zu den formalen Grundlagen komplexer Systeme Forschungsprojekte fördern. Im Rahmen der Nachwuchsförderung vergibt die Stiftung Forschungsstipendien an theoretisch arbeitende Physiker und Chemiker, Mathematiker, Informatiker und Ingenieure, die in andere Fächer, wie zum Beispiel Biologie wechseln möchten, um dort ihre Modellierungs- und Simulationsansätze einzubringen.

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