Web-Portal Google engagiert sich als Sprachenretter

Der Internet-Konzern Google hat ein Web-Portal zur Dokumentation gefährdeter Sprachen gestartet. Sprachen, die nur noch wenige Menschen sprechen, sollen so die Zeit überdauern.
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Google wird zum Sprachenretter. Quelle: Reuters

Google wird zum Sprachenretter.

(Foto: Reuters)

Mountain View/BerlinDas „Endangered Languages Project“ will umfassende Informationen über Sprachen zusammentragen, die nur noch von wenigen Menschen gesprochen und somit vom Aussterben bedroht sind - das sind rund 3000 oder etwa die Hälfte der bekannten Sprachen. Das Verschwinden einer Sprache sei immer auch ein Verlust von wertvollen wissenschaftlichen und kulturellen Informationen, heißt es auf der Webseite des Projekts.

In Deutschland gehört etwa Sorbisch zu den bedrohten Sprachen. Es wird, so heißt es in der Dokumentation, noch von 20 000 bis 30 000 Menschen gesprochen, vor allem in Sachsen, in der Umgebung von Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz.

Zur Unterstützung der Initiative haben mehrere wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen eine Allianz für Sprachenvielfalt (Alliance for Linguistic Diversity) gegründet. Digitale Technologien könnten zum Beispiel mit der Aufzeichnung von Sprechern einen wichtigen Beitrag leisten, um bedrohte Sprachen zu dokumentieren, erklärten die Projektmanager Clara Rivera Rodriguez und Jason Rissman am Donnerstag (Ortszeit) im Firmenblog von Google.

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  • dpa
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