Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Weltweit über eine Million Rechner betroffen Computerviren kapern heimische PCs

Seite 2 von 3:

Die Gefahr, zum Opfer zu werden, wächst stetig, ebenso die Schäden für die Wirtschaft. „Wir gehen von einem jährlichen Schaden von 20 bis 50 Milliarden Euro aus“, schätzt der Geschäftsführer des russischen Antivirensoftware-Herstellers Kaspersky Labs in Deutschland, Andreas Lamm.

Das Tempo, in dem PCs infiziert und dann missbraucht werden, steigt rasant. „Wir verzeichnen ein klares Wachstum solcher Attacken“, berichtet Lamm. Allein durch den Wurm Bagle seien im Januar rund 350 000 PCs infiziert worden. Die internationale Nonprofit-Forschungsvereinigung „Honeynet Project“, an der unter anderen die Technische Hochschule in Aachen beteiligt ist, geht nach einer aktuellen Erhebung davon aus, dass weltweit mehr als eine Million PCs gekapert wurden und für Botnets genutzt werden.

Laut Erkenntnissen der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich werden Bot-Netze mittlerweile sogar regelrecht vermietet. Die Kapazität der Zombie-PCs wird in kriminellen Kreisen meistbietend versteigert. Laut ETZ Zürich können Interessenten solche Bot-Netzwerke bereits ab 100 britischen Pfund pro Stunde mieten. Selbst Erpressungen hat es bereits gegeben: Zahlt ein Unternehmen nicht den geforderten Geldbetrag, drohen die Kriminellen mit dem Lahmlegen der IT-Infrastruktur durch Bot-Netze.

Um zu verhindern, dass immer mehr Rechner gekapert werden, gibt es nur einen Weg: Jeder Rechner, der mit dem Internet verknüpft ist, muss mit aktueller Sicherheitstechnik vor Angriffen von Außen geschützt werden. Das betrifft vor allem die vielen privaten Internetrechner, die oft ohne Antivirensoftware und Firewall betrieben werden. Viele dieser Programme gibt es kostenlos.

Außerdem sollten Spyware-Blocker wie Spybot oder Microsoft Antispy eingesetzt werden, die Spionageprogramme rechtzeitig erkennen und abwehren. Noch wichtiger aber ist es, den PC regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen, um Sicherheitslücken im Betriebssystem und in den eingesetzten Programmen zu schließen. Denn Würmer nutzen stets bekannte Sicherheitslücken aus, um sich im System festzusetzen.

Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote