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Wie IBM neue Trends setzt Die Weltveränderer aus Silicon Valley

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Holley ist gewohnt, in großen Zusammenhängen zu denken. Wie wird die IT in 100 Jahren die Welt verändert haben? Das weiß niemand, räumt er ein, aber es gebe große Megatrends, die die Richtung vorgeben. Einer davon: „Künstliche Intelligenz steht vor dem Durchbruch“, da ist sich Holley sicher. Und mit ihr das Verstehen der menschlichen Sprache durch Computer. Nicht bloß Sprache in Text verwandeln – sondern verstehen.

Begonnen hat diese Zukunftsvision längst, nämlich am 14. Februar 2011. Der IBM-Supercomputer Watson trat an diesem Tag in der TV-Quizshow Jeopardy gegen die beiden besten menschlichen Spieler an, die mit ihrem enormen Allgemeinwissen Millionen von Dollar in der Show gewonnen hatten.

Watson übersetzte die Fragen nicht etwa in Texte und suchte dann das Internet nach einer passenden Antwort ab. Im Gegenteil: Er war gar nicht mit dem Netz verbunden, hat nicht einmal eine Datenbank.

Der Rechner hat, quasi wie das menschliche Gehirn, einen gigantischen Schatz an unsortierten Daten, Erinnerungen sozusagen. Er zerlegt, interpretiert und analysiert die bewusst sehr kryptisch gehaltenen Fragen des TV-Moderators eigenständig, ordnet den Aussagen einen Sinn zu und sucht eine passende Bedeutung heraus. Nicht immer fehlerfrei, aber es reichte, um die menschlichen Mitspieler klar zu deklassieren.

Was heute ein Spiel ist, wird in Zukunft die Welt verändern, glaubt Holley: „Vor allem im Medizinbereich gibt es unfassbare Mengen von Daten, die unstrukturiert überall auf der Welt vorliegen. Vielleicht gibt es längst Lösungen für bekannte Probleme und niemand weiß es.“ Man müsste alle diese unstrukturierten Daten sinnvoll erfassen und analysieren. Das wird künstliche Intelligenz leisten können in Zusammenspiel mit Parallel-Computing. Bei Watson haben 2800 Prozessoren parallel an den Antworten gerechnet, für die es genau drei Sekunden Zeit gab.

Glückwunsch, Big Blue!
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Am Anfang war die Lochkarte - mit einem rechteckigen Stücke Pappe begann IBM vor 100 Jahren sein Geschäft mit der digitalen Datenverarbeitung.

Quelle: IBM

FILE PHOTO OF IBM HOLLERITH MACHINE CITED IN HOLOCAUST BOOK
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IBM wird am 16. Juni 1911 unter dem Namen Computing Tabulating and Recording Company in New York gegründet. Neben der Lochkarten-Technik bietet das Unternehmen kommerzielle Waagen und Uhren an.

(Foto: Reuters)
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IBM entstand als Zusammenschluss aus drei verschiedenen Unternehmen: Die Computing Scale Company hatte nichts mit Computern zu tun, sondern stellte Waagen her. Die International Time Recording Company produzierte Uhren und die Firma mit den Lochkarten war die bereits 1896 von Herman Hollerith gegründete Tabulating Machine Company. Die Abkürzung IMB steht für International Business Machines und wird 1924 als Marke eingeführt.

Quelle: IBM

HAEFTLINGSPERSONALKARTE EINGANGSTOR
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In den 30er und 40er Jahren wurde die Lochkartentechnik auch vom NS-Regime genutzt - nach Recherchen des amerikanischen Autors Edwin Black auch zur systematischen Erfassung der jüdischen Bevölkerung. Inwieweit die Geschäftsführung in den USA Kenntnis von den Geschäften der Dehomag, der nach dem Ersten Weltkrieg übernommenen "Deutsche Hollerith-Maschinen Gesellschaft", mit dem NS-Staat hatte, ist laut IBM bis heute umstritten.

(Foto: ap)
1944 IBM Rechner
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1944 stellt IBM seinen ersten Großrechner vor. Die mehr als 15 Meter lange und fast 2,50 Meter hohe Maschine wiegt fast fünf Tonnen. Zehn Jahre später, im Jahr 1954, demonstriert ein IBM-Computer die Übersetzung vom Russischen ins Englische.

Quelle: IBM

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1956 begründet IBM mit dem RAMAC (Random Access Method of Accounting and Control) die magnetische Speichertechnik der Festplatte. Die Laufwerke sind bei einer Kapazität von 10 Megabit so groß wie zwei nebeneinander aufgestellte Kühlschränke. Vierzig Jahre später ist die IBM-Festplatte deutlich geschrumpft und ermöglicht eine Datendichte von 1 GB.

(Foto: ap)
Selectric
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1961setzt die Schreibmaschine IBM Selectric einen Standard bei Büroschreibmaschinen.

Quelle: IBM

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