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Wolfgang Specht Telekom-Experte: „T-Systems macht seit Jahren Verlust“

Wolfgang Specht vom Bankhaus Lampe sieht im Umbau von T-Systems den richtigen Schritt. Eine weitergehende Zerschlagung hält er für möglich.
01.08.2019 - 16:26 Uhr Kommentieren
Der Analyst vom Bankhaus Lampe ist Experte für die Telekombranche. Quelle: Bankhaus Lampe
Wolfgang Specht

Der Analyst vom Bankhaus Lampe ist Experte für die Telekombranche.

(Foto: Bankhaus Lampe)

Seit Jahren beobachtet Wolfgang Specht die Deutsche Telekom. Er erwartet schon länger ein radikales Vorgehen bei der defizitären Tochter T-Systems.

Herr Specht, was bedeutet der Umbau für die Deutsche Telekom?
Es ist nicht die erste Restrukturierung bei T-Systems, aber es könnte die größte werden. Auf dieses Vorhaben könnte die Verlagerung weiterer Teile folgen.

Beginnt nun die Zerschlagung von T-Systems?
Das könnte durchaus sein. Es lässt sich jetzt noch nicht sagen, was mit anderen Bereichen der Großkundentochter der Deutschen Telekom passiert. Das Management würde Teile mit Sicherheit gerne zu guten Konditionen verkaufen oder, wie in diesem Fall, klarer zuordnen.

Ist das ein richtiger Schritt?
Ja. Seit langer Zeit wird über die Trennung von Mittelständlern und Großkunden diskutiert. Vor 20 Jahren hat es Sinn gemacht, dass Großkunden anders behandelt werden als Mittelständler. Heute sind die Anforderungen ähnlich. Daher ist es konsequent, die Zuständigkeit in eine Hand zu geben.

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    Ist es ungewöhnlich, dass der T-Systems-Chef freiwillig Einfluss abgibt?
    Nicht unbedingt. Al-Saleh ist als Sanierer zur Telekom geholt worden. Das heißt nicht, dass er T-Systems immer größer machen soll. T-Systems macht seit Jahren Verlust. Das muss sich ändern. Mit diesem Auftrag ist Al-Saleh bei der Telekom gestartet. Da macht der Umbau Sinn.

    Wie hat sich Al-Saleh bislang geschlagen?
    Das ist schwer zu sagen. Der Umsatz hat sich stabilisiert. Es gab keinen dramatischen Einbruch beim operativen Ergebnis. Das ist schon mal positiv. Er hat viele Änderungen angestoßen. Aber es wird mehr Zeit brauchen, um zu bewerten, ob das nachhaltige Schritte waren.

    Wie wird es für T-Systems weitergehen?
    Auch nach dem Umbau ist die Zukunft des klassischen IT-Geschäfts ein ungelöstes Problem für T-Systems. Es gab mehrere Versuche, den Bereich zu verkaufen oder in ein Joint Venture einzubringen. Doch keiner war erfolgreich. Eine Massenentlassung kommt kaum infrage. Kann Al-Saleh den Bereich nicht abstoßen, wird er ihn vermutlich abschmelzen wollen. Viele der Mitarbeiter sind nicht mehr so weit von der Rente entfernt. Das könnte er nutzen, um das Geschäft immer weiter zu reduzieren.

    Braucht die Telekom überhaupt noch T-Systems?
    Die Telekom braucht Leuchtturmprojekte. Ideen und Konzepte dazu hat Al-Saleh bei T-Systems zusammengefasst. Dabei geht es etwa um IT-Sicherheit, das Internet der Dinge oder Cloud-Dienste. Aber es ist nicht zwangsläufig nötig, dass sie unter der Marke T-Systems angeboten werden.

    Herr Specht, vielen Dank für das Interview.

    Mehr: Seit Jahren ist die defizitäre Großkundentochter T-Systems das Sorgenkind der Telekom. Jetzt plant der Konzern einen radikalen Umbau – das könnte der Beginn der Zerschlagung sein.

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