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30 Jahre Aids Neue Hoffnung auf Heilung

Noch immer sterben jedes Jahr zwei Millionen Menschen an Aids. Ein Heilmittel gegen die Immunschwächekrankheit gibt es bislang nicht - doch die Geschichte eines Amerikaners macht Hoffnung.
03.06.2011 - 14:27 Uhr Kommentieren
Timothy Ray Brown mit seinem Hund Jack in San Francisco: Er ist der einzige Mann, der je von Aids geheilt werden konnte. Quelle: dapd

Timothy Ray Brown mit seinem Hund Jack in San Francisco: Er ist der einzige Mann, der je von Aids geheilt werden konnte.

(Foto: dapd)

Milwaukee Am Sonntag vor 30 Jahren wurde in den USA das erste Mal über Aids berichtet. Dieser Jahrestag ist etwas besonderes, denn es gibt Hoffnung auf etwas, das viele für unmöglich gehalten haben: ein Heilmittel zu finden.

Timothy Ray Brown aus San Francisco ist der erste Mensch, der offenbar von Aids geheilt wurde. Seine Behandlung ist sicherlich nicht für jeden Betroffenen geeignet. Dennoch, es gibt ermutigende Anzeichen, dass eines Tages ein Heilmittel gefunden werden kann oder Infizierte zumindest mit der Krankheit leben können, ohne täglich Medikamente nehmen zu müssen.

Um dieses Ziel zu erreichen, werde er „alle Hebel in Bewegung setzen“, sagt Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Allergie- und Infektionskrankheiten. Schwierig werde das sicherlich. Gegenwärtig müsse jedoch erst einmal alles daran gesetzt werden, Neuinfektionen zu vermeiden. Und da gibt es Fortschritte. „Langsam aber sicher haben wir das Gefühl, dass wir diese Pandemie in den Griff bekommen können“, sagt Fauci.

Mehr als 25 Millionen Menschen weltweit sind an Aids gestorben, seit 1981 über die ersten fünf Fälle in Los Angeles berichtet wurde. Mehr als 33 Millionen Menschen sind mit HIV infiziert.

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    Etwa zwei Millionen Menschen sterben jährlich an der Krankheit - hauptsächlich in ärmeren Ländern, wo die Behandlungsmöglichkeiten beschränkt sind. In den USA wiederum haben Menschen mit HIV heutzutage eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie Nicht-Infizierte. Die moderne Medizin macht es möglich. Im Gegensatz zu früher ist mittlerweile eine komplette HIV-Therapie mit nur einer Tablette täglich möglich.

    Doch 1995, als Brown die Diagnose HIV erhielt, war das noch nicht der Fall. Der Amerikaner, der damals in Berlin als Übersetzer arbeitete, musste die Behandlung wegen der Nebenwirkungen wiederholt unterbrechen. Bis 2006 ging das so. In dem Jahr wurde bei ihm Leukämie festgestellt. Nach einer Chemotherapie war er so geschwächt, dass er in ein künstliches Koma versetzt wurde, damit sein Körper sich von den Strapazen erholen konnte.

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