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Atemwegserkrankung Südkorea meldet fünften Mers-Toten

Der aktuelle Mers-Ausbruch in Südkorea hat ein fünftes Todesopfer gefordert. Zudem meldete das Gesundheitsministerium 14 weitere Fälle der gefährlichen Atemwegserkrankung. Zehn haben sich im selben Krankenhaus infiziert.
07.06.2015 Update: 07.06.2015 - 16:06 Uhr Kommentieren

MERS-Infektionen in Südkorea nehmen zu

Seoul In Südkorea haben sich bereits 64 Menschen mit dem Mers-Virus angesteckt, fünf von ihnen starben. Allein am Sonntag meldete das Gesundheitsministerium 14 neue bestätigte Fälle. Es ist der größte Ausbruch der schweren Atemwegserkrankung außerhalb des Nahen Ostens. Der geschäftsführende Premierminister Choi Kyung Hwan versuchte die Bevölkerung zu beruhigen. Bisher seien alle Mers-Fälle auf Infektionen in Krankenhäusern zurückzuführen. Die Regierung könne den Ausbruch unter Kontrolle bringen.

„Mit angemessener Quarantäne und Hygiene wird sich das Virus nicht so sehr verbreiten“, sagte der Premierminister. Mehr als 2000 Menschen, die sich angesteckt haben könnten, sind unter Quarantäne gestellt, fast 1300 Schulen und Kindergärten vorübergehend geschlossen.

Auf wachsenden Druck nannten die Behörden die Namen von 24 Krankenhäusern, in denen Mers-Patienten behandelt wurden. Von den neuen Patienten am Wochenende habe sich die Mehrzahl im Samsung Medical Center in der Zehn-Millionen-Metropole Seoul infiziert, hieß es. Ein 75 Jahre alter Mann sei am Samstag gestorben. Bei ihm wurde das Mers-Virus nach seinem Tod nachgewiesen.

Die gefährlichsten Viren der Welt
EBOLA VIRUS
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Ebola-Virus

Das vorwiegend in Zentralafrika auftretende Ebola-Virus gehört zu den tödlichsten Krankheitserregern überhaupt. Bis zu 90 Prozent der Infizierten sterben innerhalb von einer Woche nach dem Auftreten der ersten Symptome.

(Foto: ap)
Marburg-Virus
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Marburg-Virus

Mit einer Sterblichkeitsrate von bis zu 90 Prozent ist der Erreger des Marburg-Fiebers ähnlich gefährlich wie das Ebola-Virus. Vergleichbar sind auch Krankheitsverlauf und Übertragungsweg: Beide Erreger werden auf den Menschen durch Kontakt mit infizierten Personen oder Tieren übertragen.

Das Marburg-Virus wurde erstmals im Jahr 1967 bei Mitarbeitern eines Labors in Marburg festgestellt. Vermutlicher Ausgangspunkt der Erkrankung waren seinerzeit wohl infizierte Versuchstiere.

(Foto: CDC/ Dr. Erskine Palmer, Russell Regnery)
Lassavirus
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Lassa-Virus

Überträger des vor allem in Westafrika auftretenden Lassa-Virus ist ein Nagetier, die Natal-Vielzitzenmaus. Etwa 500.000 Menschen erkranken nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO am Lassa-Fieber, rund 5000 davon sterben. Gefährdet sind vor allem schwangere Frauen, da sich der Erreger gern in der Plazenta einnistet.

(Foto: CDC/ C. S. Goldsmith, D. Auperin)
TigermückeTigermücke
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Dengue-Virus

Die Tigermücke ist einer der Erreger des durch Viren hervorgerufenen Dengue-Fiebers. Die Krankheit ähnelt meist einer schweren Grippe, kann aber auch in ein hämorrhagisches Denguefieber ausarten, bei dem schwere innere Blutungen schließlich zum Tod führen. Die WHO schätzt, dass bis zu 100 Millionen Menschen pro Jahr an Denguefieber erkranken, rund 20.000 davon sterben.

(Foto: dpa/picture alliance)
Hantaviren
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Hanta-Virus

Während des Koreakrieges erkrankten rund 3000 US-Soldaten im Gebiet des südkoreanischen Hantan-Flusses an einem bis dahin unbekannten Erreger, der Fieber und im schlimmsten Fall Nierenversagen verursachte. Heute zählen Hantaviren zu den am weitesten verbreiteten Krankheitserregern, sie sind praktisch weltweit zu finden. Die meisten Infektionen mit den durch Nagetiere übertragenen Viren verlaufen allerdings glimpflich.

(Foto: CDC/ Cynthia Goldsmith, Luanne Elliott)
Gelbfieber
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Gelbfieber-Virus

Obwohl es einen Impfstoff gibt, erkranken pro Jahr noch immer mehrere hunderttausend Menschen an Gelbfieber. Die Viren werden durch Stechmücken übertragen. In schweren Fällen kann es zu Leberschäden und Störungen der Blutgerinnung kommen. Die WHO schätzt, dass etwa 30.000 Menschen pro Jahr an Gelbfieber sterben.

(Foto: Centers for Disease Control and Prevention Publich Health Image)

Die Befürchtung, dass sich das Coronavirus (Mers-CoV) seit dem ersten Nachweis 2012 in Saudi-Arabien verändert haben könnte, bewahrheiteten sich bei Analysen nicht. Zudem meldete das Ministerium, dass erstmals eine zuvor mit Mers infizierte Patientin in Südkorea wieder gesund sei. Die Frau des ersten Mers-Patienten habe das Krankenhaus verlassen. Ihr Mann sei ebenfalls auf dem Weg der Genesung, berichteten südkoreanische TV-Sender unter Berufung auf die Behörden.

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    Bei dem 68-Jährigen war am 20. Mai das Virus nach einer Nahost-Reise nachgewiesen worden. Alle weiteren Infektionen von Patienten, Klinikpersonal oder Besuchern gingen von ihm aus.

    Eine Analyse des Virus-Erbguts habe ergeben, dass es sich nicht von einem Erreger-Stamm unterscheide, der im Nahen Osten vorkomme, teilte das Ministerium mit. Die Viren eines südkoreanischen Mers-Patienten glichen zu 99,55 Prozent einer Virenprobe von einem Infizierten in Saudi-Arabien. Gesundheitsexperten hatten befürchtet, dass sich der Erreger verändert haben und sich so rascher ausbreiten könnte.

    Das Mers-Virus wurde 2012 zum ersten Mal in Saudi-Arabien nachgewiesen. Der Erreger wurde nach bisheriger Erkenntnis seit vielen Jahren unerkannt von Kamelen auf Menschen übertragen. Es gehört zu den Coronaviren, zu denen viele Erkältungsviren und auch der Sars-Erreger zählen. Typische Symptome des „Middle East Respiratory Syndrome“ sind Fieber, Atemprobleme, Lungenentzündung und Nierenversagen. Bis zum 4. Juni waren bei der Weltgesundheitsorganisation 1185 bestätigte Mers-Fälle erfasst, mindestens 443 der Patienten starben.

    • rtr
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