Bericht Zweifel an Kommunikation mit Wachkoma-Patient

Der Mediziner Steven Laureys zweifelt an der von ihm selbst zunächst angenommenen Kommunikationsfähigkeit eines Mannes, der seit mehr als 20 Jahren im Wachkoma liegt.
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Steben Laureys hat Zweifel an einer im Nomber 2009 zunächst bestätigten Kommunikation mit einem Wachkoma-Patienten. Quelle: dpa

Steben Laureys hat Zweifel an einer im Nomber 2009 zunächst bestätigten Kommunikation mit einem Wachkoma-Patienten.

(Foto: dpa)

dpa LONDON. Das berichtete die britische BBC am Samstag. Der Fall hatte im November 2009 weltweit für Aufsehen gesorgt. Bilder zeigten den Patienten Rom Houben, der nach einem schweren Autounfall 23 Jahre lang als Wachkoma-Patient behandelt worden war. Mittels fremder Hilfe soll er eine Tatstatur bedient haben, um sich zu äußern. Leichte Muskelanspannungen des Patienten seien dabei vom Helfer als Hinweise gedeutet worden, Nachrichten in eine Spezialtastatur zu tippen.

Damals hatte auch der Arzt und Koma-Forscher Laureys Houben untersucht. Jetzt sagte der Mediziner der BBC: "Die Geschichte von Rom handelt von der Diagnose des Bewusstseins, nicht von Kommunikation." Laureys erklärte dem Sender, dass die Methode, mit der die angenommene Kommunikation des Patienten überprüft wurde, nicht funktioniere.

Bei der sogenannten Gestützten Kommunikation hält ein Betreuer Arm oder Hand des Patienten und erspürt dann feine Muskelanspannungen, nach denen der Betreuer auf einer Tastatur Worte zusammensetzt. Neue Tests mit Komapatienten hätten nun gezeigt, dass dies nicht funktioniere, sagte Laureys. Bereits zuvor hatten sich andere Wissenschaftler skeptisch gezeigt.

Nach Angaben Laureys sind bei etwa 40 Prozent der Menschen, die als Wachkoma-Patienten eingestuft werden, noch "Bewusstseinsreste" nachweisbar.

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