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Covid-19 Wie gefährlich ist das Coronavirus? Die wichtigsten Fragen und Antworten

Das Coronavirus sorgt seit einigen Wochen weltweit für Aufregung. Wie berechtigt ist die Angst? Und wie kann man sich am besten vor dem Erreger schützen?
21.02.2020 - 10:05 Uhr Kommentieren
Coronavirus: Informationen zu Symptomen, Ansteckungsgefahr & Co. Quelle: Getty Images; Per-Anders Pettersson
Frau mit Schutzmaske am Pekinger Bahnhof

Ältere Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen sind am meisten gefährdet.

(Foto: Getty Images; Per-Anders Pettersson)

Düsseldorf Sars-CoV-2 heißt die wissenschaftliche Bezeichnung für das Coronavirus, das seit wenigen Wochen aus der chinesischen Stadt Wuhan in die Welt zieht und Tausende Menschen ansteckte. Der Name drängt einen Vergleich zur Sars-Pandemie vor 17 Jahren auf, die ebenfalls in China begann.

Das neue Coronavirus stammt aus der gleichen Virusfamilie wie Sars, unterscheidet sich aber in einigen Punkten wie dem Krankheitsbild. Die Erkrankung nennt sich Covid-19 – das für „Corona virus disease 2019“ steht. Sie verläuft deutlich harmloser als beim Sars-Virus, breitet sich dafür aber schneller aus.

Nach Ansicht von Experten ist die Aufregung um das Virus nicht übertrieben. Trotz der niedrigeren Sterbequote stehen durch die zahlreichen Ansteckungsfälle absolut gesehen viele Menschenleben auf dem Spiel. Ein Blick auf die Fakten:

Wie entstand das Coronavirus?

Experten gehen davon aus, dass der Hauptwirt eine Fledermaus ist. Durch einen Zwischenwirt ist das Virus auf den Menschen übertragen worden. Auf dem Markt in Wuhan werden allerlei Tiere angeboten, darunter auch Fledermäuse oder Schlangen. Daher vermuten chinesische Forscher diese Tiere als Zwischenwirte, was aber internationale Fachleute als unwahrscheinlich abtun.

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    Das Malaiische Schuppentier könnte eher ein Kandidat sein. Bei dem wurde ein Virus gefunden, das zu 99 Prozent genetisch mit dem Sars-CoV-2 übereinstimmt. Das Schuppentier ist vom Aussterben bedroht, sein Fleisch gilt in China als Delikatesse.

    Was sind die Symptome des Coronavirus?

    Der neue Erreger befällt sowohl die oberen als auch die unteren Atemwege. Das Coronavirus kann Lungenentzündungen auslösen. Die Inkubationszeit beträgt wenige Tage bis zwei Wochen. Danach kommt es zu Halsschmerzen und anderen Symptomen von Hals-Rachen-Erkrankungen wie Husten, Fieber, Schüttelforst und Kopfschmerzen.

    Coronavirus: Informationen zu Symptomen, Ansteckungsgefahr & Co. Quelle: dpa
    Christian Drosten

    Der Berliner Virologe vermutet eine Sterblichkeitsrate von 0,5 Prozent.

    (Foto: dpa)

    Kann ich durch das Coronavirus sterben?

    In der weit überwiegenden Zahl der Fälle zeigen sich bei den erkrankten Menschen nur milde Symptome. Die Sterblichkeitsrate des Coronavirus wird sehr verschieden eingeschätzt. Die Weltgesundheitsorganisation geht von 1,4 bis 2,5 Prozent aus, manche Schätzungen reichen gar bis 3,5 Prozent. Allerdings dürfte die Rate laut Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Berliner Charité, bei nur 0,5 Prozent liegen. Der Virologe schlussfolgert die Quote aus den rund 500 Fällen, die es außerhalb Chinas gibt.

    Die wären laut Drosten repräsentativer als die erfassten Fälle in China, die rechnerisch zu einer zu hohen Sterblichkeitsrate im Zusammenhang mit dem Coronavirus führen würden. In China gingen nur die schwer Erkrankten zum Arzt oder ins Krankenhaus, alle anderen seien durch überfüllte Warteräume und staatliche Erfassung abgeschreckt.

    „Das gesellschaftliche Krankheitsbild erscheint schwerer, als es wirklich ist“, sagt Drosten. Welche Sterblichkeitsrate auch immer gilt: Jede Schätzung liegt deutlich unter dem Sars-Virus, das rund zehn Prozent aller Erkrankten tötete.

    Wie ansteckend ist das Coronavirus?

    Bei Sars oder Corona ist die Ansteckungsgefahr ungefähr gleich. Ein Erkrankter steckt im Schnitt zwei bis 2,5 Menschen an. Dabei kommt es darauf an, wer erkrankt. Am meisten gefährdet sind ältere Menschen ab 60 Jahren und sogenannte „Grunderkrankte“, also Menschen mit Diabetes, Herzerkrankungen oder Asthma.

    Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

    Beim Coronavirus gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei einer Erkältung. Berührungen möglichst aus dem Weg gehen, oft die Hände waschen und generell Menschenansammlungen meiden. Weniger hilfreich sind Atemschutzmasken. Sind sie etwa aus Baumwolle gemacht, schützen sie gar nicht. Ein Mund-Nase-Schutz, wie ihn Ärzte tragen, kann zwar Tröpfchen mit Viren abfangen, mehr aber auch nicht.

    Für eine richtige Abschirmung braucht es Modelle mit eingebautem Filter. Die nennen sich FFP (Face Filtering Piece), es gibt Sicherheitsstufen von eins bis drei. Je höher der Wert, desto dichter der Filter. Nur ab Stufe zwei gibt es einen Schutz gegen Krankheitserreger. Am sichersten wären die FFP3-Masken – allerdings erschweren sie das Atmen so sehr, dass sie im Alltag nahezu ungeeignet sind.

    Wann gibt es einen Impfstoff für den Coronavirus?

    Das wird dauern. Selbst wenn es Wissenschaftlern gelingt, in wenigen Wochen schon einen Impfstoff zu finden – die Einführung und Verfügbarkeit kann Jahre dauern. Einigen sich Behörden, Ärzte und Unternehmen auf ein unbürokratisches Vorgehen und eine „Sondergeschwindigkeit“, wie es Charité-Direktor Drosten ausdrückt, dauern die verschiedenen klinischen Tests noch mindestens 1,5 Jahre.

    Mehr: Das Coronavirus trifft die ohnehin labile Weltwirtschaft bereits nach wenigen Wochen empfindlich. Nur die Aktienmärkte zeigen sich resistent – noch.

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