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Der gläserne Patient Du musst dein Leben ändern!

Wer gesund lebt, wird belohnt. Dank Selbstkontrolle per Smartwatch und Fitness-App können Versicherungen ihre Kunden mit Bonusleistungen locken. Doch viele Menschen tun sich schwer damit, ihren Lebensstil zu ändern.
25.11.2014 - 19:39 Uhr 5 Kommentare
Sport ist ein Faktor für ein gesünderes Leben. Doch viele Menschen tun sich schwer damit, ihr Verhalten entsprechend zu ändern. Quelle: dpa

Sport ist ein Faktor für ein gesünderes Leben. Doch viele Menschen tun sich schwer damit, ihr Verhalten entsprechend zu ändern.

(Foto: dpa)

Berlin Herz-Kreislauf Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck sowie einige Krebserkrankungen sind verantwortlich für mehr als die Hälfte aller Todesfälle. Die Ursachen lassen sich an einer Hand abzählen: Mangel an körperlicher Bewegung, fehlerhafte Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen erhöhen wesentlich das Risiko für die genannten Erkrankungen.

Alle diese Faktoren sind vermeidbar. Viele Menschen tun sich dennoch schwer, ihren Lebensstil entsprechend zu gestalten. Die Generali-Versicherung will ihnen künftig mit einem neuen Krankenversicherungspaket auf innovative Weise helfen: Versicherte, die mittels ihres Mobiltelefons oder einer Smartwatch Daten etwa über den persönlichen Kalorienverbrauch, Bewegungsmuster und Pulsfrequenzen aufzeichnen und diese Aufzeichnungen über einen der gängigen Anbieter wie Jawbone, My Coach oder Nike Plus automatisch an die Versicherung übertragen lassen, erhalten Bonusleistungen, wenn sie sich besonders gesundheitsbewusst verhalten.

Zehn Tipps für ein langes Leben
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Sich außer Atem bringen...

Eine Viertelstunde am Tag sollte ihr Herz richtig Arbeit bekommen. Gehen Sie Laufen oder Radfahren, so treiben Sie die Herzfrequenz am besten nach oben. Das ideale Level für diese Training liegt 50 Prozent über dem Ruhewert. Sport verringert das Risiko von Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes und Depression. Leistungssport hilft übrigens auch im Kopf fit zu bleiben. Studien zeigen, dass ältere Menschen, die sich viel bewegen, die Hirnsubstanz vor dem Schrumpfen schützen.

(Foto: dpa)
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Das Gläschen Wein am Abend...

Rotwein in Maßen kann das Risiko für Herzkrankheiten senken. Wer sich etwas gönnen will, kann das Angenehme also mit dem Nützlichen verbinden, indem er abends ein Schlückchen Rotwein trink. Ein Gläschen wohlgemerkt - keine Flasche. Ideal ist ein Glas für Frauen, zwei für Männer.

(Foto: dpa)
Gut schlafen: Diabetes im Schlaf vorbeugen?
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Der Körper liebt Routinen - geben Sie sie ihm...

Eine der besten Möglichkeiten, um körperlichen Stress zu vermeiden, ist Regelmäßigkeit: Zur selben Zeit aufstehen (auch am Wochenende), zur selben Zeit Mahlzeiten einnehmen (unabhängig von Feiertagen oder gesellschaftlichen Anlässen) und Sport treiben. Besonders danken wird Ihnen Ihr Körper Routinen für Schlafen, Essen, Bewegung und Medikamenteneinnahme, damit bleibt er im Gleichgewicht.

(Foto: obs)
Wanderer
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Tun, was einem Spaß macht...

Hobbies zu pflegen ist wichtig - für Körper und Geist. Ob Klettern, Tanzen oder Schach spielen - leben Sie ihre Leidenschaften aus, tun Sie Dingen, die Ihnen Spaß machen, ob allein oder in der Gruppe entscheiden Sie. Probieren Sie öfter auch einmal neues aus, das hält die Begeisterungsfähigkeit aufrecht. Wer als Mittdreißiger gerne Fußball gespielt hat, entdeckt in den Fünfzigern vielleicht seine Leidenschaft fürs Schwimmen.

(Foto: dpa)
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Im Alltag öfter Durchatmen...

Was macht uns am meisten krank? Stress im Büro - das ist traurig, aber wahr. Daher überlegen Sie, wie Sie den Stress am Arbeitsplatz reduzieren können. Einfache Verhaltensregeln können die nervliche Belastung mindern, z.B. in der Mittagspause einen kurzen Spaziergang machen; tief durchatmen - besonders vor unangenehmen Telefonaten. Nach Feierabend Frust lieber bei einer Jogging-Runde statt zwei Gläsern Bier abbauen. Oder überlegen Sie, was Sie zwischendurch aufmuntert und besuchen Sie einmal am Tag zu einem festen Zeitpunkt ihre Lieblingswebsite. Lächeln erlaubt - gerade im Büro!

(Foto: Reuters)
Vielseitiges Grillvergnügen: Es muss nicht immer Fleisch sein
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Essen Sie gut...

Es ist nicht neu, aber die wenigsten von uns tun es: viel Obst und Gemüse essen - möglichst farbenfroh, also rote, gelbe und grüne Sorten mischen. Auch Tiefkühl-Gemüse enthält viele Vitamine. Fleisch und Wurst gehören auch auf den Speiseplan, aber nicht öfter als drei mal pro Woche. Zu viel Fleisch erhöht das Risiko für manche Herz-Kreislauferkrankungen. Mindestens drei Portionen Kaltwasserfisch pro Woche wie Lachs, Forelle, Heilbutt, Kabeljau oder Hering gehören stattdessen auf den Tisch.

(Foto: gms)
Nacken, Nackenschmerzen
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Aufstehen und bewegen - gerade im Büro

Lange Sitzphasen führen zur Verspannungen und Kopfschmerzen und haben negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel - unabhängig davon, wie viel man sich insgesamt am Tag bewegt. Daher: Hinter hochkriegen und öfter mal zwischendurch aufstehen und bewegen, bewegen, bewegen...

(Foto: imago)

Das zunächst für Deutschland, Österreich und Frankreich geplante Angebot ist Teil der Ende vergangener Woche bekannt gegebenen Kooperation zwischen Generali und dem südafrikanischen Versicherungskonzern Discovery, der mit seinem Programm „Vitality“ einer der internationalen Marktführer für mit Bonusleistungen verknüpfte Wellness-Programme ist.

Aus Sicht der Versicherung rechnet sich das Angebot: Versicherte, die für gesunde Lebensführung mit Belohnungen in Form von Einkaufsgutscheinen oder Rabatten bei Fitnessstudios belohnt werden, verursachen durchschnittlich 18 Prozent weniger Kosten als andere Privatversicherte. Patienten, die ins Krankenhaus eingewiesen werden, verursachen laut Discovery sieben Prozent weniger Kosten, wenn sie zuvor regelmäßig Sport betrieben haben.

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    Die Datenbasis, mit der Discovery international operiert, ist beachtlich. Mehr als fünfeinhalb Millionen Versicherte betreut der Konzern weltweit; das Programm „Vitali“ kann auf Gesundheitsdaten aus mehr als siebzehn Jahren zurückgreifen. Durch die Analyse diese Datenschatzes gewinnt das Unternehmen Einsichten darüber, ob und wie Kunden mit Bonusangeboten dazu bewegt werden können, ihren Lebensstil zu verändern.  

    Interessant sind solche Erkenntnisse gerade vor dem Hintergrund des rasch wachsenden Marktes für Fitness-Apps und -Gadgets. Smartwatches und andere Wearables sind populär – in den USA etwa besitzt heute bereits jeder zehnte Konsument ein entsprechendes Gerät –, aber viele Konsumenten verlieren schon nach kurzer Zeit das Interesse an ihrem Gerät. Bonusprogramme, wie sie von Generali und Discovery angeboten werden, sollen dazu führen, dass die Technologie des Telemonitorings größere Akzeptanz findet.

    Big Data ersetzt klinische Studien
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    5 Kommentare zu "Der gläserne Patient: Du musst dein Leben ändern!"

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    • "....per Smartwatch und Fitness-App können Versicherungen.."

      Wer sich auf diesen Blödsinn, mit miesen Hintergrund einlässt, dem ist nicht mehr zu helfen !

      Es scheint, es laufen zu viele zutrauliche, naive Lemminge im unseren Land herum !

    • Gewicht messen sollte am Anfang reichen, die Technik ist
      hierbei nur Schink-Schnak und den braucht kein Mensch.

    • Koennte man nicht auch automatisch an die Krankenkasse uebermitteln, wenn sich einer mit seiner Kreditkarte Zigaretten oder Kartoffelchips kauft? Der treibt ja mit seinem ungesunden Verhalten die Beitraege in die Hoehe.

    • Na prima, dann glauben die gesunden Stallhasen sogar noch, dass sie ein Schnaeppchen machen.

    • Jeder aufmerksame Patient weiß, daß er seinen Lebensstil ändern muß, wenn er noch ein paar Jährchen länger leben möchte.

      Einige machen es - und werden dennoch krank und sterben.
      Andere scheren sich nicht drum - und werden 90 Jahre alt.

      Prinzipiell ist es jedoch besser, ärztlichem Rat zu folgen.
      Man fühlt sich schnell besser - egal wie lange das Theater noch andauert.

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