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Digitale Medizin Tinnitus- und Angst-Therapie: Erste „Apps auf Rezept“ genehmigt

Erstmals können Gesundheits-Apps nun vom Arzt verschrieben werden. Die ersten beiden „Apps auf Rezept“ weltweit kommen von deutschen Herstellern.
05.10.2020 - 15:08 Uhr Kommentieren
„Apps auf Rezept“ stoßen bei Ärzten noch auf Widerstand. Quelle: Hero Images/Getty Images
Arztbesuch

„Apps auf Rezept“ stoßen bei Ärzten noch auf Widerstand.

(Foto: Hero Images/Getty Images)

Düsseldorf Mit den Apps Kalmeda und Velibra haben es die allerersten Anwendungen durch das Prüfverfahren beim zuständigen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geschafft. Das erfuhr das Handelsblatt von mehreren beteiligten Personen. Die Anwendungen sind damit die ersten Apps, die regulär durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erstattet und damit von Ärzten verschrieben werden können.

Ende des vergangenen Jahres hatte der Gesetzgeber mit einem eigens für Gesundheits-Apps geschaffenen Prüfweg den Grundstein für das weltweite Novum „App auf Rezept“ gelegt. Kalmeda verspricht, an Tinnitus leidenden Patienten durch eine Verhaltenstherapie zu helfen; Velibra richtet sich an Patienten mit Angst- und Panikstörungen und will als Art „digitaler Psychotherapeut“ herkömmliche Therapien ergänzen. „Mit Kalmeda und Velibra haben es zwei wirklich überzeugende Anwendungen in das Verzeichnis geschafft“, bestätigte der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge die Handelsblatt-Informationen.

Bislang waren Apps weitgehend von der regulären Gesundheitsversorgung ausgeschlossen. „Die digitalen Gesundheitsanwendungen kommen endlich in die Regelversorgung und werden die Gesundheitsversorgung in Deutschland auf völlig neue Füße stellen und revolutionieren. Es öffnet sich buchstäblich ein vollkommen neuer Markt mit neuen Akteuren“, sagte Diana Heinrichs, Vorständin beim Spitzenverband digitale Gesundheitsversorgung.

Gleichzeitig dürfte die „App auf Rezept“ auch zum Durchbruch auf der Nachfrageseite führen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov für das Handelsblatt zeigt, dass nur sechs Prozent der Befragten bislang Gesundheits-Apps nutzen. Aber 59 Prozent würden sie nutzen wollen, wenn ihr Arzt sie verschreibt und die Kosten übernommen werden.

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