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Ebola-Ausbreitung Den tödlichen Geist zurück in die Flasche zwingen

Infizierte Wildtiere können das Ebola-Virus auf Menschen übertragen. Durch Verkaufsverbote für Wildtierfleisch soll das Virus nun zurück ins Tierreservoir gedrängt werden. Doch wer kontrolliert die Maßnahmen?
25.09.2014 - 14:24 Uhr 2 Kommentare
Eine Zibetkatze wird als

Eine Zibetkatze wird als "Bushmeat" am Straßenrand in Lofa County (Liberia) zum Verkauf angeboten. Solche Wildtiere können das Ebola-Virus auf den Menschen übertragen.

(Foto: dpa)

Kapstadt Das Epizentrum eines Seuchenausbruchs bezeichnen Experten mit zwei Worten: Hot Zone. Die Hot Zone der bislang mörderischsten Ebola-Epidemie liegt im waldreichen Grenzdreieck zwischen Guinea, Liberia und Sierra Leone.

In der guineischen Ortschaft Meliandou gab es den ersten nachgewiesenen Ebola-Fall Westafrikas, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen ermittelte. Ein zweijähriger Junge litt Weihnachten 2013 plötzlich an Fieber, Durchfall und Erbrechen. Er starb nach zwei Tagen.

Was die Ursache war, wurde allerdings erst nach drei Monaten und viel mehr Todesfällen erkannt, als endlich Blutproben an das Pasteur-Institut in Paris gesandt worden waren. Wie das Virus in das Kind eindrang, ist bis heute unklar. Doch Forscher sind überzeugt, dass es einmal mehr direkt aus dem Tierreich kam.

Affen, Stachelschweine, Rohrratten, Waldantilopen – auf Märkten in West- und Zentralafrika wird überall „Bushmeat“ angeboten. Solch völlig unkontrolliertes Fleisch von Wildtieren aus dem Dschungel kann mit dem Virus infiziert sein, warnt die WHO.

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    Die größte Gefahr geht von Flughunden aus. In Teilen Westafrikas sind sie als Delikatesse begehrt, getrocknet oder auch gekocht in scharfen Suppen. Vor allem aber: Flughunde sind nach Ansicht von Forschern das „natürliche Reservoir“ des Ebola-Erregers. Sie können die Viren beherbergen, ohne selbst zu erkranken.

    Und sie können den Erreger leicht auf Affen oder andere Säugetiere übertragen, für die er nicht weniger lebensbedrohlich ist als für Menschen. Flughunde können bei der Suche nach Nahrung – vor allem Früchte, Blüten, Pollen und Nektar – große Entfernungen überwinden. Die Forscher Daniel Bausch von der Tulane University in New Orleans und Lara Schwarz von der McGill University in Montreal meinen, dass Flughunde das Ebola-Virus aus den Dschungeln im Kongo, wo es zuerst 1976 ausgebrochen war, nach Westafrika gebracht haben.

    Im Grenzgebiet der drei am stärksten betroffenen Länder sollen sie den Todbringer auf Artgenossen und andere Tiere übertragen haben. In dieser Hot Zone, den weitläufigen Waldregionen der Präfektur Guéckédou, könnten die „Eindringlinge“ aus Zentralafrika für eine ganze infizierte Flughunde-Population gesorgt haben.

    Angst und Misstrauen verhindern wirksame Maßnahmen
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    2 Kommentare zu "Ebola-Ausbreitung: Den tödlichen Geist zurück in die Flasche zwingen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Dieses Aufkommen des Ebola Virus ist kein Zufall. Es ist bestimmt geziehlt verbreitet worden.

    • Die vom Menschen gequälte Natur schlägt früher oder später zurück.

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