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Epidemie Erste Ebola-Infektion im Senegal

Die Zahl der Ebola-Infektionen ist in den vergangenen Wochen deutlich stärker angestiegen als in jedem vergleichbaren Zeitraum seit Ausbruch. Inzwischen hat die tödliche Krankheit auch den Senegal erreicht.
29.08.2014 Update: 29.08.2014 - 15:49 Uhr Kommentieren
Slum-Bewohner unter Quarantäne: Sicherheitskräfte in Liberias Hauptstadt Monrovia patrouillieren rund um das Armenviertel West Point. Quelle: Reuters

Slum-Bewohner unter Quarantäne: Sicherheitskräfte in Liberias Hauptstadt Monrovia patrouillieren rund um das Armenviertel West Point.

(Foto: Reuters)

Dakar Die Zahl der Ebola-Fälle ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in den letzten sieben Tagen so stark gestiegen wie nie zuvor in einer Woche seit Ausbruch der jüngsten Epidemie. Mehr als 500 Fälle seien dazu gekommen, teilte die WHO am Freitag mit. Dies sei bei weitem die höchste Zunahme innerhalb einer Woche. Das gilt als weiterer Hinweis darauf, dass sich die Krise zuspitzt. Die Epidemie hat inzwischen ein weiteres westafrikanisches Land erreicht: Im Senegal wurde die erste Infektion mit dem gefährlichen Virus bestätigt, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Der Mann sei in einem Krankenhaus der Hauptstadt Dakar isoliert worden.

Bei dem Patienten handelt es sich demnach um einen 21 Jahre alten Studenten aus dem Nachbarland Guinea. Wie es weiter hieß, stand er in seinem Heimatland unter Beobachtung, verschwand dann jedoch. Daraufhin wurden am Mittwoch die Behörden des Senegals gewarnt, er könne sich dort aufhalten.

Die WHO hatte am Donnerstag mitgeteilt, im schlimmsten Fall könnte die Seuche bis zu 10.000 Tote fordern. Bis zu 20.000 Infektionen seien zu befürchten. Bislang sind mehr als 1550 Todesfälle registriert, die Zahl der Infektionen insgesamt liegt offiziell bei 3069. Betroffen sind vor allem die vier Länder Liberia, Sierra Leone, Guinea und Nigeria.

Das oft zum Tode führende Virus verbreitet sich über Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Blut. Angesichts der dramatischen Ausbreitung laufen die Anstrengungen auf Hochtouren, Medikamente gegen die tödliche Krankheit zu finden. Bislang sind noch keine Arzneien gegen Ebola zugelassen. Eine Impfung der Firma GlaxoSmithKline soll jedoch in Zusammenarbeit mit der US-Gesundheitsbehörde in einem beschleunigten Verfahren an Menschen erprobt werden. Der Wirkstoff soll Mitte September gesunden Freiwilligen in Großbritannien und den USA verabreicht werden.

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