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Epidemie-Experte aus dem Senegal Ebola-Patient wird in Hamburg behandelt

Ein an Ebola erkrankter Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist am Mittwochvormittag mit einem Spezialjet in Hamburg eingetroffen. Nun wird der Mann im Universitätskrankenhaus behandelt.
27.08.2014 Update: 27.08.2014 - 17:55 Uhr Kommentieren

Ebola-Behandlung: Hamburger Ärzte zuversichtlich

Hamburg Als Menschen in weißen Schutzanzügen um kurz vor halb elf am Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel aus einem Spezialjet steigen, ist klar: Zum ersten Mal seit dem Ebola-Ausbruch in Westafrika ist ein Patient mit dem hochgefährlichen Virus in Deutschland gelandet. Ein Konvoi aus vielen Feuerwehr- und Polizeiwagen fährt am Mittwoch am Geschäftsfliegerzentrum an das graue Flugzeug mit der schwarzen Nase heran - und bringt den Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dann in ein spezielles Behandlungszentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Um jegliche Ansteckungsgefahr zu vermeiden, übernimmt ein Infektionsrettungswagen der Feuerwehr den Krankentransport. Zwei Feuerwehrleute tragen orange Schutzmontur, auf dem Kopf eine Haube mit Atemfilter, an den Füßen besondere Schuhe. „Sie sind von der Außenwelt abgeschirmt“, sagt Sprecher Martin Schneider.

Das Zentrum für hochansteckende oder lebensbedrohliche Erkrankungen, in dem der infizierte Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) betreut wird, ist nach UKE-Angaben von der übrigen Patientenversorgung baulich getrennt. Die drei Behandlungszimmer mit insgesamt sechs Betten haben demnach einen eigenen Schleusenbereich und eine spezielle Raumlufttechnik. Ärzte und Pflegepersonal sind in der Versorgung von Infektionskrankheiten geschult.

Das Uniklinikum und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg haben einen hervorragenden Ruf bei der Versorgung von Infektionskrankheiten. Bereits vor gut vier Wochen hatte die WHO bei der Klinik angefragt, ob ein an Ebola erkrankter Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation dort versorgt werden könnte. Der Arzt starb jedoch, bevor er zur Behandlung nach Deutschland geflogen werden konnte.

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