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Ernährung Warum es Übergewichtigen schwerfällt, ihren Appetit zu zügeln

Eine ungesunde Ernährung und Übergewicht können dazu führen, dass sich das Gehirn in fataler Weise verändert: Es lässt uns nicht mehr satt werden.
24.08.2018 - 12:48 Uhr Kommentieren
Übergewicht stößt im Gehirn Veränderungen an, die es den Betroffenen noch schwerer machen, ihre Nahrungsaufnahme zu kontrollieren. Quelle: dpa
Gefährlicher Teufelskreislauf

Übergewicht stößt im Gehirn Veränderungen an, die es den Betroffenen noch schwerer machen, ihre Nahrungsaufnahme zu kontrollieren.

(Foto: dpa)

Heidelberg Wer einmal zu viele Pfunde auf den Hüften hat, läuft schnell Gefahr, sich in einen gefährlichen Teufelskreis zu begeben. Denn eine ungesunde Ernährung und das häufig daraus resultierende Übergewicht stoßen im Gehirn Veränderungen an, die es den Betroffenen noch schwerer machen, ihre Nahrungsaufnahme zu kontrollieren.

Eine dieser Veränderungen betrifft das appetitzügelnde Hormon Leptin. Es wird während der Mahlzeiten vom Fettgewebe abgegeben und gelangt über das Blut ins Gehirn, wo es an spezielle Nervenzellen andockt und das Hungergefühl dämpft. Menschen mit Übergewicht oder Adipositas haben oft große Mengen an Leptin im Blut – doch aus irgendeinem Grund scheint sich bei ihnen seine appetitzügelnde Wirkung nicht mehr zu entfalten.

Woher diese Leptin-Resistenz rührt, ist bislang nicht geklärt. Womöglich liegt das Problem aber gar nicht bei dem Hormon selbst, sondern vielmehr bei den Rezeptoren der Hirnzellen. Das legt eine Arbeit nahe, die Wissenschaftler um Rafi Mazor von der University of California in San Diego jetzt im Fachmagazin Science Translational Medicine veröffentlichten.

Diese Ernährungssünden sollten Sie vermeiden
Auf das Frühstück verzichten
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Schon bevor Sie im Büro sind, können Sie eine Sache falsch machen: Das Frühstück ausfallen lassen. Denn wer morgens nicht frühstückt, dem fehlt die Energie für den Tag. Gehören Sie zu den Menschen, die morgens nur schwer etwas essen können? Nehmen Sie ihr Frühstück einfach mit ins Büro und essen es dort.

(Foto: dpa)
Falsche Zwischenmahlzeiten
2 von 10

Wenn der Heißhunger am Nachmittag kommt, greift der Büroarbeiter schnell mal zum Schokoriegel oder anderen Süßigkeiten. Das Problem: Sie liefern zwar sofort Energie und erhöhen den Blutzuckerspiegel, dieser fällt aber auch schnell wieder ab – und man hat wieder Hunger. Bessere Alternativen sind da Nüsse, Obst und Gemüse oder ein Joghurt.

(Foto: dpa)
Nicht genügend trinken
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Bei einer ausgewogenen Ernährung ist es auch wichtig, genügend zu trinken. Denn auch bei gesunder Ernährung führt Flüssigkeitsmangel zu Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit. Als guter Richtwert gelten anderthalb bis zwei Liter am Tag.

(Foto: dpa)
Das Falsche trinken
4 von 10

Wichtig bei der Flüssigkeitsaufnahme ist es aber auch, das richtige zu trinken. Besonders auf zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limo sollten Sie verzichten. Greifen Sie stattdessen lieber zu Mineralwasser oder Tee. Auch Kaffee kann zu den empfohlenen anderthalb bis zwei Litern hinzu gerechnet werden. Wegen des Koffeins sollten Sie den aber nur in Maßen genießen.

(Foto: dpa)
Vor dem Computer essen
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Gerade wer wenig Zeit hat und im Stress ist neigt dazu, die Mittagspause vor dem Bildschirm zu verbringen. Dabei ist die zur Entspannung da. Versuchen Sie stattdessen wirklich eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen und ihr Essen an einem anderen Ort einzunehmen. Das hilft auch bei der Verdauung und sorgt durch das bewusstere Essen für ein längeres Sättigungsgefühl.

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Gesundes Essen fettig machen
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Selbst wenn Sie sich extra einen frischen Salat gemacht haben, lauert noch eine Gefahr: das Dressing. Wer sich hier zu viel des Guten gönnt, macht auch das gesündeste Essen zur Kalorienbombe. Aus dem gleichen Grund sollten Sie auch auf die Mayonnaise auf dem Vollkorn-Sandwich verzichten.

(Foto: AP)
Zu viel Fleisch essen
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Ob als Wurst auf dem Brot oder als Schnitzel beim Imbiss. Fleisch wird schnell zum Teil der Büroernährung. Dabei sollten selbst überzeugte Fleischesser versuchen, pflanzliche Lebensmittel zur Grundlage ihres Essens zu machen. Ganz darauf verzichten müssen Sie trotzdem nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt als ungefähren Richtwert 300-600 Gramm fettarmes Fleisch pro Woche an.

(Foto: Fotolia.com)

Wie die Forscher bei Mäusen entdeckten, sorgen eine fettreiche Ernährung und Übergewicht offenbar dafür, dass die Leptin-Rezeptoren an den Nervenzellen im Hirn in Mitleidenschaft gezogen werden. Schuld daran ist offenbar ein Enzym mit dem Namen MMP-2, welches die Rezeptoren auf der Zelloberfläche einfach kappt.

Genetisch veränderte Mäuse, die kein MMP-2 produzierten, legten bei der gleichen fettreichen Ernährung weniger Gewicht zu und zeigten keine beschädigten Leptin-Rezeptoren, berichten die Forscher. Inwieweit die Mechanismen im menschlichen Gehirn den im Tierversuch beobachteten Veränderungen entsprechen, wollen sie nun im nächsten Schritt ihrer Arbeit herausfinden.

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