Exoplanet entdeckt Ein erdgroßer Planet in bewohnbarer Zone

Auf der Suche nach einer zweiten Erde haben Forscher einen Planeten entdeckt, der mit unserer Erde einiges gemein hat. Leben fanden die Wissenschaftler dort zwar nicht, aber eine wichtige Voraussetzung dafür.
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Die Illustration zeigt eine mögliche Oberfläche des erdgroßen Planeten mit der Katalognummer Kepler-186f. Der Planet gehört zu einem rund 490 Lichtjahre entfernten Sonnensystem. Quelle: dpa

Die Illustration zeigt eine mögliche Oberfläche des erdgroßen Planeten mit der Katalognummer Kepler-186f. Der Planet gehört zu einem rund 490 Lichtjahre entfernten Sonnensystem.

(Foto: dpa)

BerlinMit Hilfe des Kepler-Weltraumteleskops haben Wissenschaftler eines internationalen Forscherteams einen etwa erdgroßen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Möglicherweise gibt es auf der fernen Welt sogar flüssiges Wasser – eine der Voraussetzungen für die Entstehung von Leben, wie wir es kennen.

Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des US-Fachmagazins „Science" berichteten, befindet sich der Exoplanet mit der Bezeichnung Kepler 186-f in der sogenannten habitablen Zone seines Sterns. So nennen die Wissenschaftler den Entfernungsbereich um eine Sonne, in dem Wasser dauerhaft flüssig bleiben kann.

Neu entdeckte Planeten sind Kandidaten für Leben im All
Sieben erdähnliche Planeten entdeckt
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Astronomen haben sieben erdähnliche Planeten bei einem Roten Zwergstern in unserer kosmischen Nachbarschaft aufgespürt. Sechs dieser Exoplaneten liegen in einer Temperaturzone, in der Wasser flüssig sein kann – eine Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen.

Planetensystem Trappist-1
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Drei der Planeten könnten sogar Ozeane auf ihrer Oberfläche besitzen, sofern sie erdähnliche Atmosphären haben, schreiben die Forscher um Michaël Gillon von der Universität Liège (Lüttich) im britischen Fachblatt „Nature“. Damit gehört das Sonnensystem des Roten Zwergs namens Trappist-1 zu den aussichtsreichsten Orten für die Suche nach außerirdischem Leben. Hinweise darauf haben die Forscher aber nicht.

40 Lichtjahre entfernt
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Das Zwergsternsystem liegt knapp 40 Lichtjahre entfernt und damit nach kosmischen Maßstäben praktisch vor unserer Haustür. Trotzdem würden irdische Raumsonden für eine Reise dorthin Jahrtausende benötigen.

Umlaufbahnen der Planeten von Trappist-1
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Drei der Exoplaneten hatte dasselbe Team bereits 2016 beschrieben. Es war der erste Fund von Exoplaneten bei einem Roten Zwergstern, einem der häufigsten Sterntypen in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Weitere vier Planeten dieses Sterns haben die Forscher nun durch sorgfältige Nachbeobachtung entdeckt. Alle sieben sind ungefähr so groß wie die Erde und wahrscheinlich Gesteinsplaneten. (Foto: IoA/Amanda Smith)

Vergleich Trappist-1 mit den Gesteinsplaneten des Sonnensystems
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Der Zwergstern, den diese Planeten umkreisen, hat lediglich acht Prozent der Masse unserer Sonne. Er ist nicht einmal halb so heiß, wodurch auf seinen Planeten trotz ihrer engen Umlaufbahnen gemäßigte Temperaturen herrschen. Die inneren sechs Trabanten umrunden ihren Stern in 1,5 bis 12 Tagen, die Umlaufzeit des äußersten Planeten ließ sich noch nicht genau bestimmen. (Foto: NASA/JPL-Caltech)

Exoplanet Kepler-1647b
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Bislang haben Astronomen über 3500 Exoplaneten - also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems - registriert. Einer der interessantesten ist Kepler-1647b (als schwarzer Punkt im Zentrum des Bildes vor seinen beiden Sternen dargestellt), der bislang größte Exoplanet, der gleich zwei Sterne umkreist. Ihn entdeckten Wissenschaftler vor einiger Zeit mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler. Kepler-1647b hat ungefähr die Größe von Jupiter, einer seiner beiden Sterne ist etwas größer, der andere etwas kleiner als unsere Sonne.

Exoplanet Kepler-1647b (künstlerische Darstellung)
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Planeten, die ein Doppelsternsystem umkreisen, werden auch als „Tatooine“ bezeichnet, in Anlehnung an den Namen des fiktiven Heimatplaneten von Luke Skywalker aus der Star-Wars-Saga, der ebenfalls um ein Sonnenpaar kreist. Kepler-1647b ist rund 3700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Für einen kompletten Umlauf um seine beiden Sterne benötigt er 1107 Erdentagen.

Der erdgroße Planet mit der Katalognummer Kepler-186f gehört zu einem rund 490 Lichtjahre entfernten Sonnensystem und ist der äußerste von fünf Planeten, die das Weltraumteleskop dort erspäht hat. Den Daten zufolge hat der Planet Kepler-186f einen nur etwa zehn Prozent größeren Durchmesser als die Erde.

„Dies ist der erste eindeutig erdgroße Planet, der in der bewohnbaren Zone eines anderen Sterns gefunden wurde“, so Elisa Quintana vom Seti-Institut am Ames Research Center der Nasa. Hinweise auf Wasser oder gar Leben haben die Forscher bei dem fernen Planeten aber nicht entdeckt.

Tatsächlich umkreisen von den rund 1800 bislang entdeckten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nur etwa 20 ihr Zentralgestirn innerhalb der habitablen Zone. Diese sind jedoch alle deutlich größer als die Erde, so dass sich nicht klar entscheiden lässt, ob es sich um Gesteins- oder Gasplaneten handelt. Leben dürfte nach allgemeiner Auffassung nur auf Gesteinsplaneten möglich sein.

Klein genug für einen Gesteinsplaneten
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