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Gesundheitskonzern Fresenius macht mehr Gewinn – und hält vorerst an seinen Jahreszielen fest

Der größte Klinikbetreiber Deutschlands startet mit einem Umsatzplus in das Geschäftsjahr 2020. Die Coronakrise belastet vor allem das Geschäft in China.
06.05.2020 - 09:54 Uhr Kommentieren
Der Gesundheitskonzern hält weiter an seinen Wachstumszielen in diesem Jahr fest.
Fresenius

Der Gesundheitskonzern hält weiter an seinen Wachstumszielen in diesem Jahr fest.

Düsseldorf Der Gesundheitskonzern Fresenius hat im ersten Quartal den Umsatz und den Gewinn trotz Coronakrise gesteigert. Die Pandemie hat positive und negative Effekte auf das Geschäft des Dax-Konzerns. Die gestiegene Nachfrage nach Medikamenten in Europa und den USA konnte dabei aber die rückläufige Entwicklung in China nicht ausgleichen.

Das Unternehmen hält zunächst an seinem Ausblick für das Jahr fest, der noch keine Effekte der Coronakrise enthält. „Unsere soliden wirtschaftlichen Ergebnisse im ersten Quartal belegen, wie robust und widerstandskräftig unsere Geschäfte sind“, kommentierte Vorstandschef Stephan Sturm die Ergebnisse. Wie sich Covid-19 konkret im gesamten Geschäftsjahr auswirken werde, lasse sich noch nicht verlässlich sagen. Fresenius erwartet im zweiten Quartal größere Auswirkungen der Pandemie auf das Geschäft und plant, seine Prognose zur Jahresmitte anzupassen.

Insgesamt wuchs Fresenius im ersten Quartal um acht Prozent auf 9,1 Milliarden Euro Umsatz, währungsbereinigt lag das Wachstum bei sieben Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis konnte der Konzern um zwei Prozent auf 465 Millionen Euro steigern, herausgerechnet sind dabei unter anderem Aufwendungen für den Kauf des Heimdialyseanbieters Nx Stage im vergangenen Jahr.

Die Quartalsmitteilung gab der Aktie Aufwind. Bei Börseneröffnung am Mittwoch legten die Aktien von Fresenius um 2,5 Prozent zu, die der Dialysetochter Fresenius Medical Care stiegen um 1,2 Prozent.

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    Commerzbank-Analyst Oliver Metzger wertete den Start von Fresenius in Jahr 2020 als besser als erwartet. Allerdings geht er von signifikanten Einflüssen der Corona-Pandemie im Verlauf des weiteren Geschäftsjahres aus und erwartet bei einem Umsatzanstieg von sechs Prozent einen Rückgang des Nettoergebnisses um sieben Prozent.

    Fresenius ist im Gesundheitsmarkt breit aufgestellt: Fresenius Medical Care ist weltweit Marktführer im Dialysemarkt, Helios ist vor allem im Krankenhausmarkt in Deutschland und Spanien aktiv. Der Unternehmensbereich Kabi vertreibt Medikamente und Ernährungslösungen, die Sparte Vamed umfasst Krankenhausdienstleitungen und Rehabilitationseinrichtungen.

    Während die Coronakrise bei Fresenius einerseits für eine höhere Nachfrage nach Medikamenten und Medizinprodukten zur Behandlung von Covid-19-Patienten sorgte, belasteten verschobene Operationen, höhere Kosten und die behördlich verordnete Schließung von Rehaeinrichtungen die Entwicklung von Helios und Vamed. Das operative Ergebnis blieb mit 1,1 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, währungsbereinigt sank es um zwei Prozent.

    Höhere Corona-Ausgaben bei FMC

    Regional betrachtet war das Geschäft in Nordamerika im ersten Quartal von der Pandemie noch wenig beeinflusst. So konnte die Dialysetochter Fresenius Medical Care dank gestiegener Patienten- und Behandlungszahlen ihren Umsatz um neun Prozent auf 4,5 Milliarden Euro steigern. Dazu trugen auch Währungseffekte wegen der Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro bei.

    Organisch wuchs FMC um vier Prozent. Der operative Gewinn (Ebit) legte um drei Prozent auf 555 Millionen Euro zu. Im Zuge der Pandemie fielen auch bei FMC höhere Kosten an – etwa für Schutzkleidung und frei gehaltene Kapazitäten für isolierte Dialysebehandlungen.

    Die Krankenhaustochter Helios wuchs um sieben Prozent auf 2,5 Milliarden Euro Umsatz, wobei das Ebit mit einem Wachstum von zwei Prozent auf 274 Millionen Euro deutlich langsamer anstieg. In Deutschland hatte Covid-19 laut Helios einen unwesentlichen Einfluss auf den Umsatz, da das Gesetz zur Entlastung der Krankenhäuser in Deutschland einen Großteil der seit Anfang März eintretenden negativen Effekte abmilderte.

    Der operative Gewinn stieg in Deutschland sogar deutlich um elf Prozent. In Spanien allerdings sank das Ebit um sieben Prozent, weil planbare Operationen verschoben wurden und höhere Fixkosten und Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie das Ergebnis drückten.

    Die wegen der Pandemie rückläufige Entwicklung in China hat vor allem der Sparte Kabi zugesetzt. Dort sank der Umsatz wegen einer schwächeren Nachfrage nach klinischen Ernährungsprodukten und intravenös zu verabreichenden Medikamenten, zumal planbare Operationen aufgeschoben wurden. Insgesamt legte die Sparte beim Umsatz weltweit um fünf Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zu, das operative Ergebnis sank um fünf Prozent auf 289 Millionen Euro.

    Fresenius Medical Care bekräftigte seine im Februar ausgegebenen Ziele, da es noch zu früh sei, die positiven und negativen Effekte aus der Covid-19-Pandemie zuverlässig zu beziffern. Die Prognose sah ein währungsbereinigtes Wachstum des Umsatzes und des bereinigten Konzerngewinns im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich vor. Zur Jahresmitte sollen die Prognosen angepasst werden.

    Mehr: Fresenius wappnet sich mit mehr Intensivbetten für Coronakrise.

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