Gesundheitskonzern Fresenius stellt stärkeres Wachstum in Aussicht

Der Gesundheitskonzern rechnet fürs laufende Jahr mit einem Anstieg der Erlöse von vier bis sieben Prozent. 2019 wird zum „Investitionsjahr“
Update: 30.07.2019 - 17:06 Uhr Kommentieren
Fresenius erhöht Umsatzprognose Quelle: Reuters
Fresenius-Zentrale

Im zweiten Quartal erhöhte sich der währungsbereinigte Umsatz des Unternehmens um sechs Prozent auf 8,8 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der Fresenius-Konzern sieht sich voll auf Kurs, seine Ziele für 2019 zu erreichen und hat seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr sogar leicht angehoben. Er rechnet nun mit vier bis sieben Prozent Wachstum, statt drei bis sechs Prozent.

Der Gesundheitskonzern hatte 2018 seine Mittelfristprognose nach unten korrigiert und betrachtet 2019 als „Investitionsjahr“, in dem man die Grundlage für künftiges Wachstum legen will. „Hier machen wir gute Fortschritte“, sagte Firmenchef Stephan Sturm im Analysten-Call. Die Halbjahres-Performance bewertete er als „grundsolide.“

Dessen ungeachtet reagierten Investoren am Dienstag eher enttäuscht auf die Resultate des Bad Homburger Konzerns. Die Fresenius-Aktie gab bis zum Nachmittag um mehr als drei Prozent nach, die Aktie der eigenständig börsennotierten Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) verlor fast sechs Prozent.

Anlass zur Skepsis gaben offenbar höhere Rückstellungen bei FMC mit Blick auf integrierte Versorgungsmodelle für Dialyse-Patienten in den USA und die Furcht vor wachsendem Preisdruck im Geschäft mit injizierbaren Medikamenten, das Fresenius unter dem Dach der Tochter Kabi betreibt.

Der Konzern profitierte in der Vergangenheit von Lieferengpässen bei Konkurrenten, die sich im ersten Halbjahr zum Teil aber wieder auflösten. Das wiederum hat die Performance von Kabi im US-Geschäft gebremst.

Insgesamt meldete Fresenius für das erste Halbjahr ein währungsbereinigtes Umsatzplus von sechs Prozent auf 17,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) dagegen stagnierte auf vergleichbarer Basis bei 2,2 Milliarden Euro, der Konzerngewinn bei 945 Millionen Euro.

Der Dialyse-Konzern FMC trug dazu mit 8,4 Milliarden Euro Umsatz (plus fünf Prozent währungsbereinigt) und einem Ebit von 1,04 Milliarden Euro (minus sieben Prozent) bei. Kabi legte um vier Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro zu, die Krankenhauskette Helios um fünf Prozent auf 4,7 Milliarden Euro.

Man sei sehr zufrieden mit dem organischen Wachstum, sagte Sturm. „Aber das sollte nicht über unseren Appetit für weitere Zukäufe hinwegtäuschen.“

Mehr: Fresenius im Bilanzcheck: gesund, aber weniger dynamisch.

Startseite
Serviceangebote