Hirnforschung Warum Alkohol hungrig macht

Nach ein paar Bierchen wird der Lockruf der Dönerbude fast unwiderstehlich. Dabei enthalten Alkoholika selbst schon viele Kalorien und müssten eher ein Sättigungsgefühl hervorrufen. Forscher haben jetzt eine Erklärung.
Alkohol aktiviert im Gehirn Zellen des Hungersystems. Quelle: dpa
Alkohol macht hungrig

Alkohol aktiviert im Gehirn Zellen des Hungersystems.

(Foto: dpa)

HeidelbergAlkohol aktiviert im Gehirn bestimmte Zellen, die Teil des Hungersystems sind. Das könnte erklären, warum sich der Mensch nach einem feuchtfröhlichen Abend gerne mal einen deftigen Snack gönnt, meinen Forscher um Sarah Cains vom Francis Crick Institute in London.

Die Wissenschaftler haben dazu eine Untersuchung an Mäusen gemacht. Auch die Tiere schlagen sich unter bestimmten Bedingungen den Magen voll, wenn man ihnen Alkohol zu trinken gibt.

Diese Dinge sollten wir nur in Maßen genießen
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Vitamin C ist wichtig für einen gesunden Körper. Manche greifen aus Sorge um einen Mangel zu Nahrungsergänzungsmitteln. Doch hier kann zu viel des Guten schädlich sein.
Die regelmäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit hoch dosiertem Vitamin C ist riskant: Sie kann zu Nierensteinen führen. Das gilt nach Angaben des Berufsverbands Deutscher Internisten in Wiesbaden vor allem für Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes sowie diejenigen, die sich nicht bewegen oder zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen.

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Selbst zu viel Wasser zu trinken, kann dem Körper schaden. Dabei heißt es ja immer, man solle - gerade bei Hitze - sehr viel trinken. Wer aber mehr als fünf Liter Flüssigkeit in kurzer Zeit zu sich nimmt, kann daran sogar sterben. Dringt zu viel Wasser in die Zellen ein, verringert sich die Salzkonzentration, die Nieren quittieren ihren Dienst. Außerdem kann es zu Herzrhythmusstörungen und zu Atemnot kommen, weil auch die Lungenbläschen volllaufen.

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Kaffee gilt zwar nicht per se als ungesund, stand aber durchaus schon im Verdacht, dem Körper Flüssigkeit zu entziehen oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen schuld zu sein. Diese Gesundheitsmythen sind mittlerweile von zahlreichen Studien widerlegt - Kaffee in Maßen ist für den menschlichen Körper überhaupt kein Problem.

Allerdings ist Koffein, also das, was uns morgens wach macht, an sich ein Gift, das die Kaffeepflanze vor Insektenfraß schützt. Es verhindert, dass die Nervenzellen ihre Aktivität drosseln und verstärkt die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin. Wer ein Gramm Koffein - das sind 30 Tassen Espresso - zu sich nimmt, kann deshalb nicht nur nicht schlafen, er muss auch mit Herzrasen, Herzrhythmusstörungen sowie Sehstörungen rechnen. Tödlich ist Kaffee beziehungsweise Koffein allerdings erst ab einer Dosis von zehn Gramm. Das entspräche 300 Tassen Espresso.

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Wer statt Kaffee zu trinken lieber schläft, wenn er müde ist, sollte wissen, dass auch zu viel Schlaf nicht gut für den Körper ist. Wer regelmäßig zehn, zwölf oder mehr Stunden schläft, hat ein höheres Krankheitsrisiko. Warum das so ist, hat die Forschung aber noch nicht herausgefunden.

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Weniger überraschend dagegen ist, dass zu viel Schokolade nicht nur dick machen, sondern auch schlecht für die Zähne sein kann. In Maßen genossen ist Schokolade allerdings völlig in Ordnung: Je mehr Kakao in der Nascherei enthalten ist, desto mehr hebt sie unsere Laune.

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Das wird der Chef gar nicht gern hören: Wir definieren uns zwar häufig über unsere Arbeit und brauchen das Gefühl, etwas Nützliches zu tun. Doch zu viel Arbeit macht krank. Dafür muss es gar kein Burnout sein. Wer mehr als acht Stunden am Tag arbeitet, hat ein um 40 bis 80 Prozent höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten.

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Doch auch vom Gegenteil - dem süßen Nichtstun - sollten wir uns nicht zu viel gönnen. Wer immer nur auf dem Sofa gammelt und fernsieht, büßt tatsächlich an Gedächtnisleistung ein. Unsere grauen Zellen wollen gefordert sein.

Dabei enthalten Bier, Wein und Schnaps eigentlich selbst schon vergleichsweise viele Kalorien und müssten eher ein Sättigungsgefühl hervorrufen. Dass das Gegenteil der Fall ist, könnte an der direkten Wirkung des Ethanols auf die so genannten AgRP-Neuronen liegen. Sie befinden sich bei Mensch und Maus in der gleichen Hirnregion, dem Hypothalamus, und wirken dort an der Steuerung des Hungergefühls mit. Schalteten die Forscher bei den Tieren diese Zellen stumm, blieben die alkoholbedingten Fressattacken aus.

Dass Alkohol hungrig macht, hat aber womöglich noch andere Ursachen. Unter anderem verändert er den Blutzuckerspiegel und entzieht dem Körper Wasser, beides steigert den Appetit. Zudem hat, wer nüchtern von einer Party nach Hause kommt, womöglich genauso viel Hunger, aber gleichzeitig ausreichend Selbstbeherrschung, um nicht noch eine Pizza in den Ofen zu schieben.

Doch der appetitanregende Effekt zeigte sich selbst in Versuchen, bei denen Freiwilligen der Alkohol direkt ins Blut injiziert wurde, bei denen also die typischen Begleitumstände des Trinkens fehlten. Mit Hilfe von Hirnscans stellten Wissenschaftler dabei fest, dass der Hypothalamus im Gehirn der Versuchspersonen stärker auf Essensgerüche reagierte. Wie erwartet genehmigten sich viele Studienteilnehmer anschließend eine größere Portion Spaghetti als die Probanden, denen man nur eine Salzlösung gespritzt hatte.

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