Anonetics: Dieses Start-up will Faxgeräte aus Arztpraxen verbannen
München. Das junge Hamburger Start-up Anonetics will Arztpraxen und Pflegeheimen ermöglichen, Patientendaten sicher zu verschicken. Damit treten sie nicht nur gegen das Faxgerät an, sondern auch gegen andere Start-ups mit einer ähnlichen Idee. Trotz der Konkurrenz konnten die beiden Gründer einige Investoren überzeugen. 200.000 Euro haben sie nun erhalten.
Zehn Minuten auf der Reeperbahn
Zehn Minuten hatten Fabian Dworschak und Lennox Marten Zeit, um auf einer Start-up-Veranstaltung das Publikum zu überzeugen. Dafür stiegen sie auf die Bühne eines Coworking-Spaces auf der Hamburger Reeperbahn. Einer, der in der Menge stand, war der Investor Sven Kirkerup von Nidobirds Ventures. „Sie waren die Einzigen, die ihr Produkt einfach erklären konnten“, erinnert er sich.
Dworschak und Marten bieten beispielsweise Pflegeheimen an, dass sie patientenbezogene Daten sicher an eine Arztpraxis verschicken können. Im Vergleich zu anderen Anbietern wollen sie besonders mit einer einfachen, intuitiven Anwendung überzeugen. Zumindest bei Kirkerup hat das geklappt. Erste Pflegeheime und Arztpraxen sind bereits Kunden.
Ein anderer Anwendungsfall von Anonetics ist der Austausch mit anderen Behörden. Schreibt ein Arzt ein Gutachten und hat währenddessen Fragen an das Landgericht, könne er die Kommunikation über Anonetics nutzen. Bisher werde in solchen Fällen noch zu häufig das Faxgerät eingeschaltet, sagt Dworschak.