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Internationale Studie Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist zu dick

Internationale Forscher haben ermittelt: Ein Drittel der Menschen sind zu dick. Die meisten Fettleibigen leben in den USA. Aber auch für Deutschland liefert die Studie besorgniserregende Zahlen.
29.05.2014 - 14:42 Uhr Kommentieren
Die Weltgesundheitsorganisation WHO betrachtet Übergewicht und Fettleibigkeit als weltweite Epidemie. 1,4 Milliarden Erwachsene gelten als übergewichtig, ein Drittel davon als fettleibig. Quelle: dpa

Die Weltgesundheitsorganisation WHO betrachtet Übergewicht und Fettleibigkeit als weltweite Epidemie. 1,4 Milliarden Erwachsene gelten als übergewichtig, ein Drittel davon als fettleibig.

(Foto: dpa)

Paris Fast 30 Prozent der Weltbevölkerung sind laut einer Studie übergewichtig oder fettleibig. Insgesamt wiegen 2,1 Milliarden Menschen zu viel, wie aus einer am Donnerstag in der britischen Medizin-Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichen Untersuchung hervorgeht. In Deutschland sind demnach 64,3 Prozent der erwachsenen Männer und 49 Prozent der erwachsenen Frauen zu dick; bei den unter 20-Jährigen sind jeweils etwa 20 Prozent betroffen.

160 Millionen Übergewichtige oder Fettleibige leben der Studie zufolge in den USA – so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Auf den Plätzen dahinter folgen China, Indien und Russland. Deutschland liegt in dieser Statistik auf dem achten Platz.

„Fettleibigkeit ist ein Problem, das die ganze Welt betrifft, unabhängig von Alter oder Einkommen“, sagte einer der Autoren der Studie, Chistopher Murray von der Universität in Washington. 62 Prozent der Betroffenen leben der Statistik zufolge in Entwicklungsländern, besonders hoch liegt der Anteil an Übergewichtigen in einigen Staaten im Nahen Osten, Lateinamerika und Ozeanien.

1980 galten weltweit noch 857 Millionen Menschen als zu dick. Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen 25 und 30 werden als übergewichtig eingestuft. Wer einen höheren Wert aufweist, wird als fettleibig bezeichnet. Übergewicht ist unter anderem ein Risikofaktor für Krebs und verursacht Herzerkrankungen und Diabetes.

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    Seit 1980 erhöhte sich der Anteil der übergewichtigen Männer nach Angaben der Wissenschaftler von 28,8 Prozent auf 36,9 Prozent. Bei den Frauen registrierten sie einen Anstieg um mehr als acht Prozentpunkte auf 38 Prozent. Zudem haben ein Viertel der Kinder in den Industrienationen und 13 Prozent der Minderjährigen in den Entwicklungsländern Gewichtsprobleme.

    Für ihre Studie werteten die Forscher Daten aus 188 Ländern aus und verglichen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr mit Erhebungen aus dem Jahr 1980.

    • afp
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