Kampf gegen Übergewicht San Francisco will Gesundheitswarnungen für zuckerhaltige Getränke

Jeder dritte Minderjährige in der US-Metropole San Francisco hat Übergewicht.. Die Stadt will deshalb künftig Warnhinweise einführen, die auf die Gesundheitsrisiken besonders zuckerhaltiger Getränke hinweisen.
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Die Stadt San Francisco will Warnhinweise vor besonders zuckerhaltigen Getränken einführen. Quelle: ap
Cola, Limo und Co.

Die Stadt San Francisco will Warnhinweise vor besonders zuckerhaltigen Getränken einführen.

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San FranciscoDie US-Metropole San Francisco könnte künftig auf bestimmten Werbeflächen vor den Gesundheitsrisiken von zuckerhaltigen Getränken warnen. Vertreter des städtischen Aufsichtsrates sprachen sich am Dienstag für einen entsprechenden Vorschlag aus, demzufolge auf Anzeigen für die Softdrinks vor dem Einfluss der Getränke auf Fettleibigkeit, Diabetes und Karies hingewiesen werden soll.

San Francisco wäre laut Experten die erste US-Stadt, die solch eine Warnung einführen würde, wenn sie die endgültige Bestätigung bekommt. Eine Sprecherin von Bürgermeister Ed Lee hatte gesagt, dass er offen dafür sei, die Einwohner durch Warnungen in der Werbung aufzuklären.

Der Erlass würde für Printanzeigen innerhalb der Metropole gelten: auf Plakaten, Wänden, Taxis und Bussen. Dort würde bald stehen: „WARNUNG: Das Trinken von Getränken mit zugesetztem Zucker trägt zu Fettleibigkeit, Diabetes und Karies bei. Dies ist eine Nachricht der Stadt und des County von San Francisco.“ Für Anzeigen in Zeitungen, Rundbriefen, Fernsehsendungen oder im Internet würde die Anordnung nicht gelten. Auch auf den Flaschen und Dosen selbst würde der Hinweis nicht stehen.

Als zuckerhaltig gilt ein Getränk laut dem geplanten Erlass, wenn es pro 340 Gramm mehr als 25 Kalorien durch Süßungsmittel enthält. Die Warnung müsste auch auf Sport- und Energy-Drinks, Vitamingetränken, Eistee und bestimmten Säften stehen, sollten sie dieses Limit überschreiten.

Das sind die wahren Kalorienbomben
Ketchup-Flaschen
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Ketchup

Sommerzeit heißt auch Grillsaison. Zu Steak, Pute und Grillwürstchen gibt es oft eine ordentliche Portion Ketchup. Zwar enthält die Soße so gut wie kein Fett, dafür aber ganze elf Stück Würfelzucker pro 100 Gramm – ein Figur-Killer.

Nürnberger Bratwürste
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Wurst

Der komplette Verzicht ist bestimmt nicht notwendig, aber wer etwas auf seine Ernährung achtet, sollte überlegen, zu welchem Fleisch er greift. Besonders Wurstprodukte können die Kalorienzahl eines Tages deutlich in die Höhe treiben. Als Beispiel: Eine Snackwurst, „Rucksackwurst“ oder auch Landjäger genannt, kommt bei 100 Gramm schon auf rund 457 Kalorien.

Gummi Bear Factory Boizenburg expandiert
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Gummibärchen

Lange Zeit hielt sich das Gerücht, Gummibärchen seien gar nicht so tückisch für die Figur. Dabei steckt eine Menge Zucker in den Bärchen. Und auch Zucker wird im Körper in Fett umgebaut und so in den unschönen Speckrollen gespeichert, wenn wir mehr Kalorien zu uns nehmen, als wir verbrauchen können.

Most von eigenen Äpfeln
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Fruchtsaft

Viel trinken ist gesund – aber nicht jedes Getränk hält schlank. Fruchtsäfte zum Beispiel: Ein Glas Apfelsaft enthält genau so viele Kalorien wie ein Glas Cola. Daher sollte man den Saft lieber mit Wasser mischen.

Jahres-PK Landesverband Milchwirtschaft
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Milch

Auch Vollmilch gilt durch den hohen Fettgehalt als flüssiger Dickmacher. Bei 3,5 Prozent Fettgehalt liegen 100 Milliliter bei 64 Kilokalorien. Gleichzeitig enthält das Getränk viel Kalzium und Eiweiß, das ist wichtig für Knochen und Muskelaufbau. Um darauf nicht verzichten zu müssen, können Diäthaltende die entrahmte Version oder Buttermilch trinken. Die entrahmte Milch hat nur noch 36 Kilokalorien auf 100 Milliliter. Dabei muss man aber bedenken: So nimmt man auch kaum noch fettlösliche Vitamine A, D und E auf.

Matjes-Delikatessen aus Emden
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Fisch

Fisch ist eigentlich auf jedem Diätplan enthalten. Die Meeresbewohner gelten als besonders fettarm und jodhaltig. Es gibt aber auch besonders fetthaltige Fische. Wer auf die Linie achten muss, sollte sich bei Thunfisch, Lachs, Matjes oder frittierten Calamares zurückhalten. Diese Speisen bestehen zu 13 bis 20 Prozent aus Fett. Deutlich kalorienärmer ist zum Beispiel eine Portion gegrillte Scampis.

THOMY SALAT CREME
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Salatdressing

Wer abnehmen will, greift in der Regel zu Salat und frischem Gemüse. Dabei wird aber immer wieder vergessen, dass die Dickmacher nicht im Salat, sondern im Dressing lauern. Statt einer Fertigmischung, die oft viel Zucker enthält, sollten Genießer ihr Dressing lieber selbst machen und dabei pro Person nicht mehr als einen Esslöffel Öl verwenden.

Rund 32 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in San Francisco sind laut einer Studie aus dem Jahr 2012 übergewichtig oder adipös. Laut einem der drei städtischen Vertreter, die den Erlass vorantreiben, ist die Maßnahme ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren. Diese machten die Menschen krank, sagte Scott Wiener. Ein Sprecher des kalifornischen Getränkeverbandes CalBev kritisierte den Schritt.

  • ap
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