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Krankheitskostenrechnung 2017 Psychische Krankheiten kosten fast gleich viel wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Krankheiten in Deutschland haben im Jahr 2015 durchschnittlich 4140 Euro pro Kopf gekostet. Inzwischen verursachen psychische Krankheiten fast genauso hohe Kosten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
29.09.2017 - 09:57 Uhr Kommentieren
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Krankheiten, Krankheiten des Verdauungssystems und Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die größten Kostenverursacher. Quelle: dpa
Vier Krankheitsklassen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Krankheiten, Krankheiten des Verdauungssystems und Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die größten Kostenverursacher.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Psychische Krankheiten kosten die Volkswirtschaft fast ebenso viel wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das geht aus der neuen Krankheitskostenrechnung hervor, die das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden veröffentlichte. Insgesamt verursachten Krankheiten in Deutschland im Jahr 2015 Kosten in Höhe von 338,2 Milliarden Euro. Pro Kopf waren das durchschnittlich 4140 Euro.

Die Krankheitskostenrechnung schätzt die ökonomischen Folgen von Krankheiten ab. Dazu zählt nicht nur die Behandlung, sondern auch Prävention, Rehabilitation oder Pflege. Die letzte Berechnung dieser Art wurde 2008 veröffentlicht, sie ist aber nur bedingt vergleichbar, weil Methode und Datenbasis verändert wurden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten 2015 Kosten in Höhe von 46,4 Milliarden Euro. Dicht danach folgten psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen mit 44,4 Milliarden Euro. Die dritthöchsten Kosten verursachten Krankheiten des Verdauungssystems. An vierter Stelle folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen. „Damit war rund die Hälfte der Kosten auf vier Krankheitsklassen zurückzuführen“, berichtete Destatis-Mitarbeiterin Teresa Stahl.

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