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Medizintechnik Forscher entwickeln ersten Ganzkörper-3D-Scanner

Ein Ganzkörper-Bild in 3D soll Medizinern bei der Suche nach Krankheitserden im Körper helfen. Das erste Gerät dazu haben US-Forscher jetzt vorgestellt.
23.11.2018 - 13:03 Uhr Kommentieren
Das Gerät kann innerhalb von einer Sekunde ein Ganzkörper-Bild in 3D erstellen.  (Bild: UC Davis and Zhongshan Hospital, Shanghai/Screenshot: HB)
Ganzkörper-Scan

Das Gerät kann innerhalb von einer Sekunde ein Ganzkörper-Bild in 3D erstellen. (Bild: UC Davis and Zhongshan Hospital, Shanghai/Screenshot: HB)

Davis Einen Ganzkörper-3D-Scanner, der Prozesse in allen Organen und Geweben zugleich sichtbar machen soll, haben kalifornische Wissenschaftler entwickelt. Der medizinische Scanner mit dem Namen „Explorer“ ist nach Angaben seiner Entwickler das erste Gerät dieser Art weltweit.

Explorer kann innerhalb von einer Sekunde ein Ganzkörper-Bild in 3D erstellen. Erste Scans habe er bereits produziert, vor einem medizinischen Einsatz sei allerdings noch weitere Entwicklungsarbeit nötig, so die Forscher um Simon Cherry und Ramsey Badawi von der University of California.

Der Scanner soll einmal Filme erstellen, die zum Beispiel zeigen, wie speziell markierte Medikamente durch den Körper wandern. Er könnte die Stärke des Blutflusses messen und im gesamten Körper zeigen, wie etwa Glukose aufgenommen werde. Zudem soll das Gerät Entzündungen oder Infektionen aufspüren und sichtbar machen, wo Krebs gestreut hat.

Das Team arbeitete seit rund 13 Jahren an dem Projekt, das von mehreren wissenschaftlichen Einrichtungen in den USA finanziert wurde. „Ich hatte mir seit Jahren vorgestellt, wie die Bilder aussehen würden, aber nichts hatte mich auf die unglaublichen Details vorbereitet, die wir auf dem ersten Scan sehen konnten“, so Cherry. Es seien jedoch noch viele Analysen nötig.

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    Der Scanner beruht auf einer Kombination aus zwei bekannten Verfahren: Zum einen die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), die Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar macht. Dazu erhält der Patient radioaktive Substanzen, die durch den Körper wandern. Zum anderen die Computertomographie, die Röntgenstrahlen nutzt, um Bilder vom Körperinneren zu erzeugen.

    Die Forscher wollen ihr Gerät auf dem Treffen der Radiological Society of North America vorstellen, das am Sonntag in Chicago beginnt. Sie hoffen, dass sie mit dem ersten Gerät ab Juni 2019 Patienten in Forschungsprojekten untersuchen können. Derzeit planen sie erste Studien, die die Fähigkeiten des Geräts demonstrieren sollen.

    • dpa
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