Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Medizintechnik Siemens Healthineers startet stark – Neue Personalchefin vorgestellt

Darleen Caron übernimmt die Verantwortung für das Personal der Siemens-Medizintechnik-Tochter. Das Geschäft mit der Diagnostik legt deutlich zu.
01.02.2021 - 07:34 Uhr Kommentieren
Der Vorstand des Unternehmens wächst auf vier Mitglieder. Quelle: Reuters
Zentrale von Siemens Healthineers

Der Vorstand des Unternehmens wächst auf vier Mitglieder.

(Foto: Reuters)

München Nach einem starken Start ins neue Geschäftsjahr erweitern die Siemens Healthineers den Vorstand um eine Personalchefin. Darleen Caron habe den Posten Anfang Februar angetreten, teilte die Siemens-Medizintechnik-Tochter am Montag in Erlangen mit.

Der Vorstand des Unternehmens mit 54.500 Mitarbeitern wächst damit auf vier Mitglieder. Bisher fungierte Vorstandschef Bernd Montag selbst als Arbeitsdirektor. Die 56-jährige Kanadierin Caron, die auch die US-Staatsbürgerschaft hat, arbeitete zuletzt als Personalchefin beim Kunststoffkonzern LyondellBasell in Houston.

Die Siemens Healthineers profitieren derzeit stark von der Bekämpfung der Coronakrise. „Mit unserem umfassenden Portfolio aus Bildgebung und Diagnostik leisten wir wichtige Beiträge, damit die Gesundheitsversorger weltweit diese Pandemie erfolgreich meistern“, sagte Vorstandschef Bernd Montag.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (30. September) stärker als von Analysten erwartet auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich von 487 auf 738 Millionen Euro.

Aufgrund der guten Entwicklung hob das Unternehmen in der vergangenen Woche die Prognosen für das Gesamtjahr an. Der MDax-Konzern erwartet nun ein vergleichbares Umsatzwachstum von acht bis zwölf Prozent. Bisher hatte die Siemens-Tochter fünf bis acht Prozent prognostiziert.

Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal um 44 Prozent auf 437 (Vorjahr: 304) Millionen Euro. Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) konnte auf 668 (244) Millionen Euro mehr als verdoppelt werden.

Mit ihrer Berufung erfüllt Siemens Healthineers auch die in Deutschland geplante Frauenquote. Quelle: Siemens Healthineers
Darleen Caron

Mit ihrer Berufung erfüllt Siemens Healthineers auch die in Deutschland geplante Frauenquote.

(Foto: Siemens Healthineers)

Healthineers kann wegen des versetzten Geschäftsjahres auf das starke vierte Quartal aufbauen. Im Geschäft mit Antigen-Schnelltests erwartet das Unternehmen höhere Umsätze und kann darum die Prognose anheben. Hier rechnet der Medizintechnikspezialist nun mit 300 bis 350 Millionen Euro statt wie bislang mit rund 100 Millionen Euro.

Zum Start ins neue Geschäftsjahr war die Bildgebungssparte von Healthineers wie meistens stark. Doch auch die Diagnostik-Sparte hat große Fortschritte gemacht. Der Umsatz stieg hier um mehr als 23 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis von 32 auf 137 Millionen Euro. Damit kam die Diagnostik auf eine bereinigte operative Umsatzrendite von 11,6 Prozent nach eher schwachen 3,1 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Das Jahresendquartal ist traditionell für die Medizintechnik das stärkste Quartal. Auch der niederländische Philips-Konzern hatte vergangene Woche gute Wachstumszahlen für die Monate Oktober bis Dezember vorgelegt: Die Umsätze stiegen um sieben Prozent, während sich der Nettogewinn um mehr als neun Prozent verbesserte.

Vor allem die in der Pandemie stark gefragte Beatmungs- und Überwachungstechnik sorgte für überproportionale Zuwächse. Philips hat allerdings im Unterschied zu Siemens kein Labordiagnostikgeschäft, was den Erlangern hohe Zuwächse bescherte.

Beim Ausblick ist Philips auch deutlich zurückhaltender als Siemens: Konzernchef Frans van Houten erwartet für 2021 ein Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich, will aber die Marge weiter verbessern.

Healthineers-Vorstand spricht künftig Englisch

Auch die Healthineers-Konzernmutter Siemens und die Abspaltung Siemens Energy hatten von einem guten Start ins neue Geschäftsjahr berichtet. Siemens will nun ebenfalls eine Erhöhung der Prognose prüfen.

Die Healthineers gelten perspektivisch als Kandidat für den Dax. Im Zuge der 16-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Krebstherapiespezialisten Varian war die Beteiligung der Konzernmutter Siemens unter 80 Prozent gesunken. Der höhere Streubesitz erhöht nun die Chancen. „Wir sind auf dem Weg in den Dax“, betonte Healthineers-Chef Montag.

Das weitere Wachstum soll Darleen Caron als Chief Human Resources Officer (CHRO), also als Personalchefin, begleiten. Mit ihrer Berufung würde Siemens Healthineers auch die in Deutschland geplante Frauenquote erfüllen. Caron spricht Deutsch und hat schon in Europa gearbeitet. Im Vorstand werde aber künftig Englisch geredet, sagte Montag. „Das ist ein konsequenter weiterer Schritt in Richtung Globalisierung und Diversity.“

Mehr: Siemens Healthineers zieht Großauftrag aus Manchester an Land

Startseite
Mehr zu: Medizintechnik - Siemens Healthineers startet stark – Neue Personalchefin vorgestellt
0 Kommentare zu "Medizintechnik: Siemens Healthineers startet stark – Neue Personalchefin vorgestellt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%