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Meldung der Seuchenbehörde CDC Erster Ebola-Fall in den USA

Die Ebola-Epidemie breitet sich immer weiter aus. Jetzt ist erstmals ein Patient außerhalb von Afrika mit der Krankheit diagnostiziert worden. Der Patient wird in einem Krankenhaus in Texas behandelt.
30.09.2014 Update: 01.10.2014 - 05:05 Uhr 5 Kommentare

Erster Ebola-Fall in den USA

New York Erstmals seit Ausbruch der Ebola-Epidemie ist ein Patient außerhalb von Afrika mit der Krankheit diagnostiziert worden. Der Patient sei vor rund zehn Tagen aus dem westafrikanischen Liberia in die USA eingereist, wo die Krankheit am Dienstag bei ihm anhand von Proben zweifelsfrei diagnostiziert worden sei, teilte der Leiter der US-Gesundheitsbehörde, Thomas Frieden, bei einer Pressekonferenz mit. Der Patient habe erst einige Tage nach der Einreise in die USA Symptome entwickelt und sich in ein Krankenhaus in Dallas im US-Bundesstaat Texas begeben. Dort sei er auf eine Isolationsstation gebracht worden.

Frieden telefonierte am Dienstag auch mit US-Präsident Barack Obama, um ihn über den Fall in Texas zu informieren. Die beiden sprachen über die strengen Vorschriften zur Isolation des Patienten, teilte das Weiße Haus mit. Frieden habe Obama gesagt, dass die CDC auf solch eine Situation vorbereitet sei und sicher und effektiv reagieren könne. Obama hatte die CDC mit Sitz in Atlanta bereits vor zwei Wochen besucht, dabei mit Ärzten und anderen CDC-Mitarbeitern gesprochen und zu schnellem Handeln im Kampf gegen das Virus aufgerufen.

Weitere Verdachtsfälle gebe es in den USA derzeit nicht, sagte CDC-Chef Frieden. „Ich habe keine Zweifel, dass wir diesen Ebola-Fall kontrollieren werden, so dass die Krankheit sich in diesem Land nicht weiter verbreiten wird“, sagte Frieden. „Wir werden das stoppen.“

Es sei aber möglich, dass der Patient andere Menschen mit Ebola angesteckt habe. Alle Menschen, mit denen er seit seiner Ankunft in den USA Kontakt gehabt habe, würden nun ausfindig gemacht und unter Beobachtung gestellt. Dabei handele es sich um „eine Handvoll Menschen“, hauptsächlich Familienmitglieder, sagte Frieden.

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    Der Patient sei aus Liberia in die USA gekommen, um Familienmitglieder zu besuchen. Nähere Details oder persönliche Angaben wollte die Gesundheitsbehörde zunächst nicht bekanntgeben. Nach derzeitigen Informationen sehe es so aus, als sei der Patient in Westafrika nicht an der Bekämpfung der Epidemie beteiligt gewesen. Wie er sich angesteckt habe, sei bislang nicht bekannt. Das Texas Health Presbyterian Krankenhaus in Dallas sei „gut vorbereitet“ um mit so einer Situation umzugehen, sagte Edward Goodman, der dort als Arzt arbeitet.

    In Westafrika angesteckt
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    5 Kommentare zu "Meldung der Seuchenbehörde CDC: Erster Ebola-Fall in den USA"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Sergio Puntila:
      Meine Antwort auf Ihren Kommentar ("Ihr Kommentar trieft für meine Begriffe trotzdem davon") war wohl ziemlich unverschämt. Schließlich kann ich nicht wissen, wie Ihre Äußerungen nun wirklich gemeint waren. Ich bitte um Entschuldigung.
      Den Rest lasse ich mal stehen.
      Nachdem ich nochmals über "Häme" nachgedacht habe, kommen mir allerdings Zweifel, ob es nicht doch Menschen gibt, die sich in Ermangelung anderer Freuden daran ein halbes Leben lang hochziehen. Nach wie vor halte ich diese aber für ein ziemlich armseliges Vergnügen, da sie noch nie etwas Positives bewirkt hat. Ganz im Gegenteil.

    • Trotz ofizieller Beteuerungen zum Gegenteil kann Ebols sehr wohl durch die Luft uebertragen werden, wenn vermutlich auch nur ueber kurze Strecken. Hier ein Link zu CDC (Center for Disease Control, US)
      http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/00001512.htm
      Im sogenannten "Virginia monkey case, 1989" wurde das Vrius von einem Affenkaefig zum anderen uebertragen ohne das die Tiere jemals direkten Kontakt hatten. Das beweist das es zumindest ueber kurze Strecken durch die Luft uebertragbar ist.
      Also 500 Bundeswehr Soldaten zum Anstecken nach Westafrika zuschicken ist nicht besonders schlau. Aber wegen defekter Transportmaschinen wird das hoddentlich sowieso nichts.

    • "Eine Handvoll von Menschen" waren in Kotakt mit dem Erkrankten.
      Einmal kräftig geniest oder gehustet und schon wird aus dieser Handvoll ein größerer Teil von Mitfliegern, die dann wiederum 1000e Leute infizieren können.
      Leute, Leute fliegt nicht Flugzeugen, die Flüge nach Afrika machen, sonst seid Ihr bald am Ende.

    • „Von Häme kann hier allerdings alles andere als die Rede sein:“

      Ihr Kommentar trieft für meine Begriffe trotzdem davon. Und die hat tatsächlich noch nie was Gutes bewirkt (außer äußerst billiger Genugtuung, und das auch nur für einen ganz kurzen Moment).

      Die westafrikanischen Staaten wurden nicht „mit Bedacht voll heruntergewirtschaftet, sondern der Umstand, dass sie nicht besser dastehen ist einzig und allein die Konsequenz der (offensichtlichen) Tatsache, dass zu viele derjenigen, die dort (= den von Ebola heimgesuchten Staaten Westafrikas) an der Macht sind (bzw. waren) zumindest bisher (hoffe wirklich sehr, dass sich das jetzt schleunigst ändert) die falschen Prioritäten, also NICHT zuvorderst die berechtigten Interessen der Bevölkerung, gesetzt haben.
      Hoffen darf man ja immer.

    • Dass Ebola in mit Bedacht voll herunterwirtschafteten Staaten wie den westafrikanischen so einschlagen konnte - kann kaum verwundern.

      Wie und ob das gesundheitspolitische Wiederschwellenland USA damit umgehen wird und umzugehen vermag wird sich zeigen.

      Denn mit den USA "hat" das Virus sich zweifelsohne epidemiologisch "neu positioniert".

      Halbverhungerte Farbige in Westafrika reagieren "empfindlicher" auf so ein Virus als scheinbar "wohlgenährt" erscheinende US-Amerikaner.

      Von Häme kann hier allerdings alles andere als die Rede sein: lediglich von grober Fahrlässigkeit bei der Risikoeinschätzung so eines epidemischen Geschehens.

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