Mode mit Folgen Krawatten verringern den Blutfluss im Gehirn

Für viele Männer ist die Krawatte noch immer ein modisches Muss. Doch die Binde um den Hals bleibt nicht ohne Folgen für den Körper.
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Krawatten verringern den Blutfluss im Gehirn
Mode mit Folgen

Fest gebundene Krawatten reduzieren den Blutfluss im Gehirn. (Foto: dpa)

HeidelbergKrawatten sind durchaus empfindliche Kleidungsstücke, die keine Maschinenwäsche vertragen und leicht durch spitze Gegenstände beschädigt werden. Doch während sich die Risiken für die Krawatte leicht aufzählen lassen, war über die Gefahren für Krawattenträger bislang eher weniger bekannt. Eine Arbeit von Robin Lüddecke und seinem Team vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel könnte das nun ändern.

Die Mediziner hatten 15 gesunde junge Männer in einen Magnetresonanztomografen gelegt, bevor und nachdem sich diese eine Krawatte umgebunden hatten. Dazu sollten sich die Probanden einen Windsorknoten binden und fest zuziehen.

Kurz nachdem die Krawatte saß, reduzierte sich der Blutfluss im Gehirn um 7,5 Prozent. Bei einer Vergleichsgruppe ohne das modische Element passierte dagegen nichts in der Art.

So entschlüsseln Sie den Dresscode
Business Formal
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Ein dunkler Hosenanzug oder ein Kostüm in Schwarz, Anthrazit oder Dunkelblau sind für Frauen die richtige Wahl, für die Herren gelten die gleichen Farben. Ihr Anzug wird zwei- oder dreiteilig getragen. Frauen sollten einen mindestens knielangen Rock und Strumpfhose, nicht zu hohe Pumps und eine Bluse in dezenten Farben wählen. Sind Firma oder Anlass nicht ganz so steif, geht auch ein dezentes Etuikleid mit Jacke. Männer sollten unter dem Anzug ein weißes oder hellblaues Hemd tragen, dezente Muster oder Karos sind nicht überall gerne gesehen. Ohne die Krawatte geht es laut Stilberatern nicht. Auch klassische Anzugschuhe und Gürtel sind gesetzt. Möglich ist zudem ein Einstecktuch.

Business Attire / Day Informal
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Herren machen mit einem dunklen Anzug in Schwarz, Dunkelgrau, oder Dunkelblau, einem hellen Hemd und Krawatte, die dunkler ist als das Hemd, sowie schlichten Leder-Schnürschuhen nichts falsch. Dunkle Socken, die auch im Sitzen kein Bein zeigen, sind wie bei „Business Formal“ Pflicht. Frauen kleiden sich in Hosenanzug oder Kostüm mit Bluse oder Top und tragen Schuhe mit nicht allzu hohen Absätzen. Ebenfalls möglich sind moderne Kleider, die das Knie umspielen. Eine Strumpfhose ist ein Muss.

Business Casual
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Locker, aber elegant, ist der Stil, Jeans sind meist nicht angesagt. Frauen können ein helles Kostüm, ein Etuikleid oder eine Kombination sowie modische Blusen aus dem Schrank holen. Für Männer empfiehlt sich ein Anzug, der nicht unbedingt klassisch schwarz oder dunkelblau sein muss. Die Krawatte kann getrost zu Hause bleiben, ein feiner Pullover darf hingegen mit. Ein Oberteil mit Kragen sollte laut Stilberatern bei beiden Geschlechtern nicht fehlen.

Smart Casual
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Eine elegante Jeans oder einen geschmackvollen Rock können Frauen hier durchaus tragen, dazu macht sich auch eine Bluse mit Strickjacke oder ein feines T-Shirt mit Blazer gut. Ein dunkles Kostüm oder Hosenanzug sind aber auch möglich. Gepflegte dunkelblaue Jeans ohne Abrieb sind für Männer erlaubt, ansonsten kleidet Mann sich mit Stoffhose, Chino oder Cordhose, Hemd und einem Sakko richtig – Letzteres eher in gedeckten Farben. Es müssen keine klassischen Lederschnürer sein, Lederloafer oder Slipper sind ebenfalls möglich.

Casual
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Infrage kommen Rock und Hose mit Top oder Shirt und Strickjacke für Frauen, ordentliche Jeans oder Stoffhosen, Poloshirt und Pulli oder Jackett für Männer. Auch Sneaker sind bei diesem Dresscode meist erlaubt.

Die Krawatte drücke Venen im Nacken ab, weshalb der Blutdruck im Kopf steige, so Lüddecke. Dies sorge dann wohl dafür, dass kleine Gefäße gedrückt werden, was wiederum den Blutkreislauf im Denkorgan drosselt.

Bei gesunden Menschen mache dies vermutlich wenig aus, meint der Neurologe Steve Kassem von Neuroscience Research Australia in Sydney gegenüber dem NewScientist. Anders sehe dies jedoch für Raucher, Menschen mit Bluthochdruck oder ältere Männer aus, die bereits ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle besitzen. Enge Krawatten könnten dann Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit auslösen.

Eine frühere Studie hatte zudem bemerkt, dass Krawatten den Augeninnendruck erhöhen, was wieder das Risiko für die Entstehung von Glaukomen („Grüner Star“) steigert. In diesem Zusammenhang ist also vielleicht ganz positiv, dass die Popularität des Kleidungsstücks in den letzten Jahren zurückgegangen ist.

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