Neuer Höchststand in Deutschland Keuchhusten breitet sich rasant aus

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Die Impfung muss immer wieder aufgefrischt werden
Trainingstipps für die kalte Jahreszeit
Lange Hose gegen Kälte
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Diese Joggerin macht es richtig. So schön es ist, mit kurzen Hosen zu laufen: Bei kaltem Wetter ist die lange Laufhose Pflicht. Bei niedrigen Temperaturen werden Haut, Bindegewebe, Sehnen und Gelenke schlechter durchblutet, so dass sie weniger elastisch sind. Dadurch steigt das Risiko einer Zerrung oder Achillessehnenverletzung. Sinken die Temperaturen unter Null Grad Celsius, sollte man die Waden sogar mit Stulpen extra wärmen.

(Foto: dpa)
Die richtige Kleidung
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Überhaupt ist die richtige Kleidung bei dem nasskalten Winterwetter entscheidend. Wasser- und winddichte Jacke und Hose sind ebenso zu empfehlen wie Funktionsunterwäsche. Die Schuhe sollten ein anständiges Profil haben und nicht zu abgenutzt sein. Auch Mütze und Handschuhe sind wichtig, da vor allem die Extremitäten schnell auskühlen.

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Bunte Farben
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Laufkleidung darf im tristen Herbst ruhig knallig bunt sein, damit die Sportler auch in der Dämmerung gut zu erkennen sind. Wer im Dunkeln läuft, sollte Reflektoren an der Kleidung tragen.

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Aufwärmen
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Ist es richtig kalt, braucht auch die Muskulatur länger, um auf Touren zu kommen. Daher ist ein gründliches Aufwärmen und lockeres Laufen am Anfang im Winter besonders wichtig. Insgesamt sollte man dem Körper in den Wintermonaten aber nicht zu viel zumuten. Anders als hier im Bild, empfehlen Experten, sich in geschlossenen Räumen zu dehnen, damit die Muskeln nicht auskühlen.

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Achtung, Rutschgefahr!
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Durch Laub, Regen und vor allem Schnee werden die Wege nass und rutschig. In dieser Zeit sollten Läufer möglichst auf geräumten oder gestreuten Wegen laufen. Hat der Fuß keinen richtigen Gripp, klammern sich dir Fußmuskeln automatisch an den Boden, wodurch es zu Zerrungen am Fußmuskel kommen kann.

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Laufband
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Allen, denen Herbst und Winter zu dunkel und kalt sind, bietet das Laufband eine Alternative. Wer sich dafür entscheidet, sollte sich gründlich dehnen, denn die Belastung ist hier eine ganz andere. Die Schritte auf dem Laufband sind kleiner und die Fersen werden in der Regel höher gehoben.

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Im Fitnessstudio
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Wer sein Training ins Fitnessstudio verlagert, sollte auch andere Muskelpartien trainieren - zum Beispiel den Oberkörper, der sonst beim Laufen zu kurz kommt. Vor allem Kraftgeräte sind eine echte Abwechslung zum Lauftraining.

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„Keuchhusten ist bei der Bevölkerung und auch bei Hausärzten noch nicht vollständig im Bewusstsein“, sagte Hellenbrand. Dazu kommt, dass die Impfung ihre Tücken hat. Sie muss immer wieder aufgefrischt werden. „Aber wir haben nichts besseres.“

Allein bei Kleinkindern sind es vier Teilimpfungen gegen Keuchhusten. Dazu kommen zwei Auffrischungen, einmal im Kindes-, einmal im Jugendalter.

Für Erwachsene wird ein Pertussis-Schutz zusammen mit der Auffrischung für Tetanus und Diphtherie empfohlen - aber vielfach einfach vergessen. „Wahrscheinlich reicht der empfohlene Abstand von zehn Jahren auch nicht aus“, sagte Hellenbrand. Erlischt der Impfschutz, können sich Menschen auch nach überwundener Infektion erneut anstecken.

Ist eine junge Mutter nicht geimpft, hat ihr Baby bis zur ersten Immunisierungsmöglichkeit im Alter von zwei Monaten keinen Schutz. Es gebe deshalb Überlegungen, Schwangeren die Impfung generell zu empfehlen, sagte die Expertin.

Zumindest kommt die Keuchhusten-Forschung mit der Meldepflicht nun weiter voran. „Wir hatten noch nie so viele Daten“, so Hellenbrand.

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