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Pharmakonzern Sanofi: Corona-Impfstoff zeigt starke Wirkung – Konzern erforscht Auffrischungsimpfungen

Sanofi kann bei seinem Vakzin einen Erfolg verkünden: Die Ergebnisse der Phase-2-Studie sehen vielversprechend aus. Das Unternehmen entwickelt auch einen mRNA-Impfstoff weiter.
17.05.2021 Update: 17.05.2021 - 13:36 Uhr Kommentieren
Sanofi erforscht ein Corona-Vakzin auf Basis der mRNA-Technologie und arbeitet dazu mit dem US-Unternehmen Translate Bio zusammen. Quelle: AFP
Sanofi

Sanofi erforscht ein Corona-Vakzin auf Basis der mRNA-Technologie und arbeitet dazu mit dem US-Unternehmen Translate Bio zusammen.

(Foto: AFP)

Paris Der französische Pharmakonzern Sanofi kommt nach Rückschlägen mit der Entwicklung seines Impfstoffs gegen Covid-19 voran. Das gemeinsam mit Glaxo-Smithkline (GSK) entwickelte Präparat zeige in einer Phase-2-Studie bei allen Altersklassen eine starke Wirkung, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Nun wollen beide Partner in den nächsten Wochen eine groß angelegte zulassungsrelevante Studie der Phase 3 mit mehr als 35.000 Teilnehmern starten. Bei Erfolg könnte der Impfstoff noch im vierten Quartal dieses Jahres zugelassen werden.

Die Zwischenergebnisse der Studie mit rund 720 Teilnehmern zeigen laut Unternehmen nach der zweiten Dosis in 95 bis 100 Prozent der Fälle die Bildung von Antikörpern. Getestet wurden Probanden im Alter von 18 bis 95 Jahren.

Sanofi und GSK waren gegenüber Konkurrenten wie Biontech/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson und Astra-Zeneca bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes in den Rückstand geraten. Im Dezember hatten beide Unternehmen einen Rückschlag bei der Entwicklung ihres Impfstoffs eingeräumt.

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    Erste Testreihen bei älteren Menschen waren nicht so gut verlaufen wie erhofft, weshalb der Impfstoff überarbeitet werden musste. Die Europäische Union hatte bereits vergangenen September bei beiden Konzernen 300 Millionen Impfdosen reserviert. Eine Zulassung ist Voraussetzung für diese Lieferung.

    Der Impfstoff von Sanofi und GSK basiert auf einer anderen Technologie als die bereits am Markt zugelassenen mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna sowie die sogenannten Vektorvakzine von Astra-Zeneca und Johnson & Johnson. Es handelt sich um einen proteinbasierten Impfstoff, der zur Verstärkung der Wirkung mit einer Substanz von GSK kombiniert wird. Sanofi stellt das Antigen, in diesem Fall das Spike-Protein des Sars-CoV-2-Virus, mithilfe eines biotechnologischen Verfahrens her. Diese Technologie hat das Unternehmen schon bei einem neuen Grippeimpfstoff angewandt, der in den USA bereits seit 2017 auf dem Markt ist.

    Sanofi erforscht Wirksamkeit gegen Mutante aus Südafrika

    Sanofi und GSK wollen in der großen Phase-3-Studie mit zwei unterschiedlichen Formulierungen speziell auch die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen die ursprüngliche Virusvariante aus Wuhan sowie die südafrikanische Variante erforschen.

    Zudem planen die Unternehmen auch die Erforschung verschiedener Auffrischungsimpfungen gegen verschiedene Virusmutationen: Hierbei sollen auch Teilnehmer einbezogen werden, die bereits mit den am Markt verfügbaren Vakzinen geimpft wurden. Viele Experten erwarten, dass ähnlich wie bei der Grippe auch beim Coronavirus mit jährlichen Auffrischungsimpfungen agiert werden muss.

    Ist der Impfstoff wirksam, könnte sich Sanofi in diesem Segment als Anbieter positionieren. Allerdings forschen auch einige andere Covid-19-Impfstoffhersteller bereits daran, wie Impfungen effektiv aufgefrischt werden können.

    Sanofi erforscht außerdem ein zweites Corona-Vakzin, und zwar auf Basis der mRNA-Technologie. Hier arbeiten die Franzosen mit dem US-Unternehmen Translate Bio zusammen. Aktuell läuft eine Phase-2-Studie an einer Gruppe von rund 400 Menschen. Erste Ergebnisse sind laut Sanofi vor der entscheidenden dritten Testphase im Herbst zu erwarten.

    Neben der Entwicklung eines eigenen Impfstoffs wird Sanofi auch den des Konkurrenten Biontech produzieren. Ende Januar hatte der französische Pharmakonzern einen Vertrag mit Biontech unterzeichnet. Ab Sommer will Sanofi mehr als 125 Millionen Dosen des Impfstoffs für die Europäische Union fertigen. Sanofi will dafür eine Anlage in Frankfurt nutzen, in der bislang Diabetes-Medikamente hergestellt wurden. In den kommenden Monaten wird das Werk umgerüstet, um Fertigungsschritte der späten Phase der Impfstoffproduktion zu übernehmen.

    Mehr: Sanofi verschärft den Sparkurs

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