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Schmerzmittel im Test So ruinieren billige Pillen die Gesundheit

Die Stiftung Warentest hat 76 rezeptfreie Schmerzmittel unter die Lupe genommen. Die meisten Tabletten lindern zwar die Schmerzen gut. Doch Aspirin & Co haben mehr Risiken und Nebenwirkungen, als viele denken.
10.10.2014 - 15:05 Uhr 1 Kommentar
Wichtig bei der Einnahme von Schmerzmitteln ist die richtige Dosierung. Quelle: dpa

Wichtig bei der Einnahme von Schmerzmitteln ist die richtige Dosierung.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Schmerzmittel wirken zwar meist gut, harmlos sind die kleine Pillen jedoch nicht. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach dem Test von 76 rezeptfreien Schmerzstillern. Demnach können günstige Verkaufsrenner wie Aspirin oder Voltaren die Gesundheit stark belasten, wenn sie im Übermaß konsumiert werden.

Eher harmlose Kopfschmerzen bis hin zu gravierenden Leberschäden, Magengeschwüre oder ein erhöhtes Risiko für Infarkte könnten die Folge sein. Nach Schätzungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) kommen jährlich mehrere tausend Deutsche ins Krankenhaus, weil sie die Nebenwirkungen unterschätzen.

Die Ursache für mögliche Nebenwirkungen: Den Testern zufolge hemmen zahlreiche Schmerzmittel die Bildung von Schmerzbotenstoffen. Dies sei zwar einerseits sinnvoll, andererseits würden diese Botenstoffe viele weitere wichtige Wirkungen im Körper ausüben.

Diese Zusatzaufgaben des Schmerzes würden durch die Arzneien ebenfalls blockiert, stellen die Tester fest. Für ihre Empfehlungen hat die Stiftung Warentest eine Meta-Analyse der Universität Oxford herangezogen, die auf mehr als 600 klinischen Studien mit 350.000 Patienten beruht.

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    Das Bundesinstitut für Arzneimittel will daher das Risikobewusstsein schärfen und erreichen, dass Schmerzmittel künftig nur noch bis zu einer bestimmten Packungsgröße erhältlich sind. Der Vorschlag wird derzeit vom Bundesgesundheitsministerium geprüft. Für das Schmerzmittel Paracetamol gilt diese Regelung in Deutschland schon seit 2009, da das Mittel bei übermäßiger Einnahme teils lebensbedrohliche Leberschäden verursacht hat.

    Beliebt sind rezeptfreie Schmerzmittel auch, weil sie nicht besonders teuer sind. 500 Milligramm Paracetamol gibt es in der Apotheke schon ab einem Euro. 20 Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen kosten zwischen zwei und vier Euro, je nach Stärke. Packungen mit anderen Wirkstoffen sind zwar doppelt so teuer, doch auch das hält sich in einem Rahmen, den sich jeder leisten kann.

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    1 Kommentar zu "Schmerzmittel im Test: So ruinieren billige Pillen die Gesundheit"

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    • "Für das Schmerzmittel Paracetamol gilt diese Regelung in Deutschland schon seit 2009, da das Mittel bei übermäßiger Einnahme teils lebensbedrohliche Leberschäden verursacht hat.
      Beliebt sind rezeptfreie Schmerzmittel auch, weil sie nicht besonders teuer sind. 500 Milligramm Paracetamol gibt es in der Apotheke schon ab einem Euro."


      Ich habe nicht gegen die Argumentation dass aus gesundheitlichen Gründen weniger Schmerzmittel zu nehmen gesünder wäre. Jedoch halte ich dies für absolut an den Haaren herbeigezogen und für Lobbyargumente.

      Wir haben in Deutschland einen Preis von ca. 50Ct pro Aspirin (500mg) und laut Artikel 1 EUR für Paracetamol. Ibuprophen bewegt sich im gleichen Spektrum. Die Packungen sind in der Regel hier auf 20 Tabletten optimiert, also eine überschaubare Menge.
      Dennoch - so suggeriert der Artikel - gibt es derartig viele oder schwere Nebenwirkungen, dass man die Packungsmenge deutlich reduzieren will (ich las andernorts von 4 Paracetamols pP).

      Nun schauen wir auf die USA, wo die Menschen einen noch größeren Hang zu übermäßigem Konsum (auch von Schmerzmitteln) haben und stellen fest, dass die Menschen dort nicht im gleichen Umfang öfter unter Nebenwirkungen leiden, wie die Packungs- und Preisunterschiede es andeuten würden:

      USA: maximale Konzentration 325mg Aspirin, 500 Stück im Glas für billigst 2,99USD = ca. 2,20EUR. Das entspricht 325 Stück zu den deutschen 500mg oder ca. 0,0069 EUR Cent pro Aspirin.

      Bei Ibuprophen sieht es ähnlich aus, 1000 Stück zu Ibu200 für runde 12 USD.

      Und jetzt wiederholen Sie doch bitte noch mal das mit dem "preiswert" und ohne rot zu werden das Argument mit den notwendigen Winzigstpackungen. Oder warten wir es einfach ab, ich tippe: Bei 4 Stück Paracetamol statt 20 wird der Preis bei ca. 50% des derzeitigen liegen, wetten?

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