Severin Schwan im Interview „Innovation ist nicht programmierbar“– Roche-Chef spricht über Digitalisierung der Medizin

Der Roche-Chef erklärt, welche Chancen und Risiken Big Data in der Pharmabranche aufweist und was innovative Therapien die Patienten kosten werden.
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„Wir profitieren von Big Data und Künstlicher Intelligenz schon heute“, sagt der Chef des Pharmakonzerns Roche. Quelle: Roland Schmid für Handelsblatt
Severin Schwan

„Wir profitieren von Big Data und Künstlicher Intelligenz schon heute“, sagt der Chef des Pharmakonzerns Roche.

(Foto: Roland Schmid für Handelsblatt)

DüsseldorfDass die Pharmaforschung in Basel eine lange Geschichte hat, lässt sich im „Bau 21“ spüren: In dem historischen Verwaltungsgebäude aus dem Jahr 1937 spricht Firmenchef Severin Schwan mit dem Handelsblatt über die Zukunft der Medizin. Die hängt für ihn vor allem von der Digitalisierung ab.

Herr Schwan, kein Pharmakonzern gibt mehr Geld für die Forschung aus als Roche. Was kann sich die Medizin von Ihren Investitionen erhoffen?
Wir werden in den nächsten Jahren weiterhin wichtige und auch bahnbrechende Innovationen auf den Markt bringen. Entscheidend ist dabei der Fortschritt in der Wissenschaft, der sich wohl noch beschleunigen wird. Sie werden erstaunt sein, wie viel sich in der Zwischenzeit getan hat, wenn wir uns in ein paar Jahren wiedertreffen.

Was konkret macht Sie so zuversichtlich?
Ich glaube, dass derzeit drei Faktoren zusammenwirken, die für einen Schub an Innovationen sprechen. Erstens liefern uns neue diagnostische Methoden ein wesentlich differenzierteres Bild vom Körper als in der Vergangenheit. Zweitens hilft uns die Genforschung, Krankheiten viel besser zu verstehen ...

... und der dritte Faktor?
Das wesentliche neue Element ist die Digitalisierung. Wir können heute Patientendaten auch in der klinischen Praxis erheben. Dadurch verfügen wir über viel mehr Daten als in der Vergangenheit. Wenn es uns gelingt, diese Daten gut zu nutzen, wird die Medizin einen großen Sprung nach vorn machen.

Vor zwei Jahrzehnten, als man die menschliche Erbsubstanz zum ersten Mal entschlüsselte, gab es eine ähnliche Euphorie. Die wurde dann aber erst mal enttäuscht.
Das Phänomen gibt es oft, wenn sich neue Technologien entwickeln. Erst entsteht ein Hype, doch die Umsetzung dauert dann länger. Aber irgendwann kommt doch der Punkt, wo die neuen Technologien greifen. Viele unserer neuen Medikamente basieren auf den Erkenntnissen aus der Genomik, die zum Teil schon 20 oder 30 Jahre alt sind.

Wird man mit der Big-Data-Revolution nun in die gleiche Falle tappen? Folgt nach der großen Euphorie die große Ernüchterung?
Die Frage ist berechtigt. Und ich glaube, es setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass das alles nicht ganz so einfach ist. Daten allein reichen nicht. Sie müssen eine hohe Qualität und große Tiefe haben. Nur dann sind sie auch wirklich für die Forschung und Entwicklung relevant.

Es ist also noch viel zu früh für konkrete Resultate?
Ich bin optimistisch, dass es nicht so lange dauern wird. Mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens werden nicht nur mehr Daten erfasst, auch die Qualität der Datensätze steigt nach und nach. Wenn es uns gelingt, diese Daten zu aggregieren und auszuwerten, dann wird das den medizinischen Fortschritt beschleunigen.

Klingt prima, aber lassen sich diese neuen Techniken auch in Geld verwandeln?
Davon bin ich überzeugt. Wir profitieren von Big Data und Künstlicher Intelligenz schon heute, vor allem bei der Entwicklung neuer Medikamente. Aber wir denken natürlich auch über konkrete Geschäftsmodelle nach, etwa in der Diagnostik. Dort verkaufen wir bislang Instrumente und diagnostische Tests. In Zukunft werden wir auch klinische Entscheidungshilfen anbieten. Die Kunden wollen nicht nur das Werkzeug, um neue Daten zu generieren, sondern auch eine Software, die diese Fülle an Daten analysiert.

Nun sitzt die Daten verarbeitende Industrie nicht unbedingt in Basel, sondern vor allem im Silicon Valley. Laufen Sie da Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten?
Absolut, und davor warne ich auch. Diese Gefahr besteht nicht nur in Basel, sondern generell in Europa.

Woran liegt das?
Ein wesentliches Problem besteht darin, dass die Daten in Europa sehr stark fragmentiert sind. In den USA dagegen bestehen große Institutionen, die über sehr große Datenmengen verfügen und mit einheitlichen Standards arbeiten. Bei der Suche nach wirksamen Medikamenten bietet das ganz neue Möglichkeiten.

Das brauchen wir auch hier in Europa?
Wir sollten versuchen, in dieser Hinsicht möglichst schnell aufzuholen. Leider gibt es ja in etlichen Ländern bislang nicht mal die elektronische Patientenakte. Die Daten werden gar nicht elektronisch erfasst, geschweige denn in einer standardisierten Form. Das müssen wir nachholen. Wenn wir den Anschluss im digitalen Bereich ‧verlieren, wird sich das negativ auf die gesamte bestehende Lifescience-Industrie in Europa auswirken.

Setzt da nicht der Datenschutz enge Grenzen?
Das ist sicher ein ganz wichtiger und heikler Punkt. Wir brauchen dazu vernünftige Standards, die den Datenschutz sichern, aber zugleich die wissenschaftliche Analyse solcher Daten ermöglichen. Gerade die Pharmaindustrie ist in einer guten Position, dazu einen Beitrag zu leisten.

Warum ausgerechnet die Pharmaindustrie?
Wir verfügen über jahrzehntelange Erfahrungen im Umgang mit Patientendaten, die wir im Rahmen unserer klinischen Studien erheben. Der Datenschutz in dem Bereich ist hochreguliert. Und es ‧besteht in dieser Hinsicht seit Langem schon eine starke Vertrauensbasis mit Patienten, Kliniken und öffentlichen Institutionen. Das sehen Sie ja auch daran, dass die Pharmaindustrie schon in vieler Hinsicht in der Kritik stand – aber nie, weil sie mit Patientendaten nachlässig umgegangen wäre.

Nehmen wir an, das gelingt alles. Auf welche Therapien können wir dann hoffen im nächsten Jahrzehnt?
Ein Bereich, in dem wir sehr aktiv sind und für den die neuen Datentechnologien sehr viel bringen könnten, ist die Therapie von neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer, Multiple Sklerose oder Parkinson.

Wieso gerade dort?
Das große Problem bei diesen Krankheiten besteht darin, dass man sie nicht engmaschig verfolgen und diagnostizieren kann. Denn bei einer Krankheit wie Parkinson oder MS ist der Verlauf viel volatiler als etwa bei Krebserkrankungen. Ein Patient, dem es heute noch sehr gut geht, kann morgen schon große Beschwerden haben. Dadurch kann der Arzt meist nur eine sehr grobe und letztlich auch zufallsabhängige Diagnose stellen.

Und das wollen Sie ändern?
Exakt. Wir entwickeln eine Applikation für Mobiltelefone, die Bewegungen der Patienten rund um die Uhr aufzeichnen kann, auch kleinste Bewegungen wie ein Zittern. Das betrachten wir als digitalen Biomarker. Wenn solche Daten im großen Stil erhoben werden, kann das wesentlich dazu beitragen, die Entwicklung von Therapien zu beschleunigen und die Chancen für neue Medikamente zu erhöhen.

Bei der Therapie von Alzheimer hat Roche gerade einen schweren Rückschlag vermeldet. Der Hoffnungsträger Crenezumab wirkt nicht wie erhofft. Was lief da schief?
Dass wir die Studien abbrechen mussten, hat uns natürlich enttäuscht. Leider ist die Bekämpfung von Alzheimer ein extrem schwieriges Feld. Die Krankheit entwickelt sich sehr langsam, deswegen dauert es beim Test eines neuen Wirkstoffs sehr lange, bis man den Effekt des Wirkstoffs beurteilen kann. Dennoch geben wir nicht auf. Wir haben noch andere Wirkstoffe in der Entwicklung und hoffen, dass uns letztlich der Durchbruch gelingt.

Wie lange wird es dauern, bis sich Alzheimer heilen lässt?
Die erste Generation von Medikamenten, an der gerade geforscht wird, würde die Krankheit nur verlangsamen. Bis wir Alzheimer heilen können, wird es wohl leider noch viele Jahre dauern. Aber für die Patienten wäre eine Verlangsamung schon ein großer Fortschritt.

Wie steht es um Autoimmunkrankheiten wie Rheuma und Multiple Sklerose?
Dort sind wir heute schon ein Stück weiter. Das liegt daran, dass wir immer besser verstehen, wie das Immunsystem funktioniert, und entsprechend eingreifen können. Denn Autoimmunkrankheiten sind ja nichts anderes als Überreaktionen des Immunsystems.

Wann wird die Behandlung von Krebs einen Sprung nach vorn machen?
Bei Leukämien und Brustkrebs sehen wir schon heute extreme Fortschritte. Auch hier hilft uns, dass wir das Immunsystem viel besser verstehen als früher. Wir können es wieder so aktivieren, dass es den Krebs selber besiegt. Da hat sich bereits viel getan.

Könnte das Immunsystem der Schlüssel zur Heilung aller Krankheiten sein?
Diese Hoffnung halte ich für übertrieben. Einfache Rezepte funktionieren ja leider nie in der Medizin. Klar ist, dass uns der Eingriff ins Immunsystem ein wichtiges neues Werkzeug in die Hand gibt, um Krankheiten zu bekämpfen. Aber auch die bestehenden Therapien bleiben wichtig. Auch in Zukunft wird man Krebs noch mit chirurgischen Eingriffen, Bestrahlung und Chemotherapie bekämpfen.

Früher suchten Pharmaforscher nach magischen Kugeln, nach der einen Pille, die Krankheit kuriert. War das eine trügerische Hoffnung?
Da gab es zweifellos einen Paradigmenwechsel. Der menschliche Körper und viele Krankheiten sind einfach unglaublich komplex. Zum Beispiel Krebs: Wenn Sie ihn von einer Seite attackieren, kann er auf die andere Seite ausweichen. Deswegen sind Kombinationstherapien, die ihn von mehreren Seiten in die Zange nehmen, häufig besonders wirksam. Das gilt übrigens nicht nur für Krebs, sondern auch für viele andere Krankheiten. Multidisziplinäre Ansätze sind häufig die bessere Lösung.

Können wir uns solche Ansätze mit immer mehr neuen und teuren Arzneien auf Dauer überhaupt leisten? Bei einem Ihrer Konkurrenten soll eine neue Therapie gegen die seltene Muskelerkrankung SMA vier Millionen Dollar kosten.
Wenn es um die Pharmabranche geht, leiden viele Menschen an einer verzerrten Wahrnehmung. Zum einen relativieren sich die Preise für neue Medikamente oft schnell, wenn man sieht, was bestehende Therapien für Patienten mit so schwerwiegenden Krankheiten schon heute kosten. Über die Jahre kommen da große Summen zusammen. Außerdem denkt niemand an die alten Medikamente, deren Patente ablaufen. Schreiben Sie doch mal über Statine!

Wieso sollten wir?
Nehmen Sie zum Beispiel den Cholesterinsenker Lipitor. Das war ein zweistelliger Milliardenmarkt. Heute bekommen Sie das Mittel für ein paar Cent. Nach Patentablauf sinken die Preise in unserer Industrie extrem stark. Was die Krankenkassen ‧dadurch sparen, habe ich noch auf keiner Titelseite gelesen. Der Anteil der Medikamentenkosten an den gesamten Gesundheitskosten ist ja auch weltweit stabil bis leicht rückläufig.

Können Sie sich vorstellen, dass die Pharmaindustrie in Zukunft einen höheren Anteil an der Wertschöpfung im Gesundheitssektor übernimmt?
Das hängt davon ab, wie innovativ wir als Branche sind. Wenn wir den wissenschaftlichen Fortschritt wirklich in Medikamente und diagnostische Lösungen umsetzen können, mit denen Patienten erst gar nicht ins Krankenhaus müssen, dann lässt sich dort Geld sparen. Wenn wir das nicht schaffen, dann geht es in die andere Richtung.

Das wollten wir von Ihnen wissen. Wie sieht’s bei Roche aus?
Innovation ist nicht programmierbar. Man kann nur die Voraussetzungen für Innovation verbessern. Aber ich glaube, dass wir bei Roche in dieser Hinsicht gut positioniert sind. Und in jüngster Vergangenheit bin ich noch zuversichtlicher geworden, weil wir einige neue Produkte auf den Markt gebracht haben, die sehr gut aufgenommen werden. Zugleich haben wir einige Medikamente in die späte Entwicklung gebracht, bei denen die Chancen steigen, dass sie auf den Markt kommen. Doch man muss ständig schauen, dass man an der Spitze bleibt.

Roche war zwei Jahrzehnte lang vor allem stark in der Onkologie, aber nun scheinen Sie Ihren Schwerpunkt zu verlagern.
Wenn Sie einen längeren Zeitraum betrachten, sehen Sie, dass Roche über die Jahrzehnte in ganz verschiedenen Bereichen führend war. Wir gehen immer dorthin, wo wir glauben, dass wir den Fortschritt in Medikamente umwandeln können. In den letzten 15 Jahren stand Krebs stark im Vordergrund, aber wir machen viel mehr. Arzneien gegen Autoimmunkrankheiten zum Beispiel stehen nicht so im Scheinwerferlicht, doch sie tragen mit acht Milliarden Franken einen erheblichen Teil zu unserem Umsatz bei. Aber davon abgesehen: Wir gehen davon aus, dass wir trotz der Patentabläufe die Nummer eins in der Onkologie bleiben werden.

Aber ausgerechnet in der Krebsimmuntherapie liegen Sie zurück gegenüber Konkurrenten wie Merck & Co., die mit dem Medikament Keytruda große Erfolge verbuchen. Ist das eine Niederlage?
Es stimmt, Merck ist mit diesem Medikament sehr gut im Markt positioniert. Doch wir sehen für unsere Krebsimmuntherapie namens Tecentriq nach wie vor großes Wachstumspotenzial, etwa bei einer bestimmten, schwierig zu behandelnden Form von Brustkrebs oder bestimmten Formen von Lungenkrebs. Das Feld hat sich gerade erst geöffnet, und wir haben noch einige Medikamente in der Pipeline, mit denen wir auch in diesem Bereich eine große Rolle spielen können.

Zugleich laufen Ihre alten Patente ab. Noch steuern die drei Medikamente Avastin, Herceptin und Rituxan mehr als 20 Milliarden Franken zum Umsatz von Roche bei. In den nächsten Jahren laufen die Patente der drei Blockbuster ab. Wie stark wird Sie das zurückwerfen?
Wir haben für diese Produkte ein Worst-Case-Szenario durchgerechnet. Dabei gingen wir davon aus, dass wir in den nächsten Jahren über 60 Prozent des Umsatzes dieser Produkte durch Nachahmermedikamente verlieren könnten. Dem stellten wir die zu erwartenden Umsatzgewinne durch neue Produkte gegenüber. Die Analyse zeigt: Selbst bei so drastischen Umsatzverlusten kommen wir bis 2022 immer noch mit Wachstum durch die Periode. Denn wir hatten noch nie so viele Produkte in der späten Entwicklung wie jetzt. 

Was heißt das für das laufende Jahr?
Die Auswirkungen durch den Markteintritt der Nachahmermedikamente in den USA können wir noch nicht genau beziffern, aber wir glauben an den Erfolg unserer Neuentwicklungen. Deshalb gehen wir für das Jahr 2019 von einem Umsatzwachstum im tiefen bis mittleren einstelligen Bereich aus.

Ist es Ihr persönlicher Anspruch, Roche durch die schwierige Phase der Patentabläufe zu führen?
Ja, es ist für mich auch persönlich ein Ansporn, diesen massiven Portfoliowechsel begleiten zu dürfen. Dass Produkte ihr Patent verlieren, ist nicht außergewöhnlich. Aber die Ballung in einem so engen Zeitraum ist schon etwas Besonderes. Doch ich finde es auch persönlich extrem spannend, was die Digitalisierung möglich macht. Das ist ein Bereich, mit dem ich in meiner Karriere bisher nichts zu tun hatte.

Und, haben Sie schon Programmieren gelernt?
Ja, tatsächlich. Sie werden lachen, aber als mein Sohn gerade für seine Abiturarbeit ein Informatikprojekt mit Machine-Learning gemacht hat, bin ich auch mal etwas tiefer eingestiegen. Denn diese neuen Analysemethoden spielen ja für uns eine immer größere Rolle, und wir rekrutieren genau solche Leute. Natürlich brauchen wir auch weiterhin Biologen, Chemiker und Ärzte. Aber nun kommen Spezialisten für Themen wie Künstliche Intelligenz und Big Data dazu. Und das ist für mich persönlich eine extrem spannende Zeit.

Die Pharmabranche hat nicht gerade den besten Ruf. Welche Chancen haben Sie bei der Suche nach IT-Spezialisten im Wettbewerb mit bekannten Namen wie Google oder Apple?
Diese Frage beschäftigt uns natürlich auch. Aber erfreulicherweise ist für die jungen Uni-Absolventen von heute nicht nur wichtig, was sie machen, sondern auch, welchen gesellschaftlichen Beitrag sie mit ihrer Tätigkeit leisten.

Und damit kann die Pharmabranche wirklich bei den IT-Experten punkten?
Das ist jetzt kein Corporate Talk. Wenn diese Leute sehen, dass sie bei uns womöglich ein neues Medikament oder ein diagnostisches Verfahren mitentwickeln können und damit Leben retten, dann ist das ein echtes Argument.
Herr Schwan, wir danken Ihnen für das Interview.

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