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Studie Schon wenig Alkohol steigert das Krebsrisiko

Ein tägliches Glas Wein galt bisher als gesund. Einer neuen Studie zufolge reichen aber bereits geringe Mengen, um das Krebsrisiko deutlich zu erhöhen. Dabei gibt es allerdings deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
08.04.2011 - 16:35 Uhr 7 Kommentare
Ein Bar-Besucher genießt in einer Szene-Bar in Frankfurt am Main ein Glas Whiskey mit Eis. Das tägliche Glas Wein oder Bier zum Feierabend steigert nach einer neuen Studie deutlich das Krebsrisiko. Quelle: dpa

Ein Bar-Besucher genießt in einer Szene-Bar in Frankfurt am Main ein Glas Whiskey mit Eis. Das tägliche Glas Wein oder Bier zum Feierabend steigert nach einer neuen Studie deutlich das Krebsrisiko.

(Foto: dpa)

London Das tägliche Glas Wein oder Bier zum Feierabend steigert nach einer neuen Studie deutlich das Krebsrisiko. Eine europäische Untersuchung bestätigt, dass schon kleine Mengen regelmäßig konsumierten Alkohols die Gefahr deutlich erhöhen, an bösartigen Tumoren in der Mund- und Rachenhöhle, an den Stimmbändern und in der Speiseröhre sowie an Darm- und Leberkrebs zu erkranken.

„Unsere Daten zeigen, dass viele Krebserkrankungen hätten vermieden werden können, wenn der Alkoholkonsum auf zwei Getränke täglich bei Männern und ein Getränk täglich bei Frauen beschränkt worden wäre. Das sind die Empfehlungen vieler Gesundheitsorganisationen“, erläutern die Autoren der Studie, darunter auch deutsche Wissenschaftler. Selbst noch geringere Mengen könnten Krebs auslösen. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in der neuesten Ausgabe des „British Medical Journal“.

Die Grenzmenge liegt demnach bei zwei alkoholischen Getränken pro Tag für Männer und einem Drink für Frauen. Zur Orientierung in Bezug auf die Dosis empfiehlt Manuela Bergmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam, Mitautorin der internationalen Studie, die in der Gastronomie übliche Einheit eines Getränks - sprich: für ein Bier zum Beispiel die 0,33 Liter-Flasche, bei Hochprozentigem ein Schnapsglas mit wenigen Zentilitern.

Nach der Studie kann im Schnitt derzeit jede zehnte Krebserkrankung bei Männern und eine von 33 bei Frauen auf Alkoholkonsum zurückgeführt werden. Die Deutschen führen die Rangliste derer, die mehr Alkohol trinken als für sie gut ist, an.

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    43,8 Prozent der deutschen Männer im mittleren Alter liegen demnach über dem Limit, gefolgt von den Dänen und den Briten. Bei den Frauen ist die Reihenfolge genau gleich.

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    7 Kommentare zu "Studie: Schon wenig Alkohol steigert das Krebsrisiko"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Diese Studie ist der beste Beweis dafür, was uns irgendwelche Gesundheitsapostel alles weismachen wollen. Ich kann mir auch Studien vorstellen, die das genaue Gegenteil beweisen. Meine eigenen "Studien" im Verwandten- u. Bekanntenkreis belegen jedenfalls, daß lebenslustige "Trinker", die so gelebt haben wie es ihnen Spass machte und vor allem auf ärztlichen Vorsorge- Hokus- Pokus keinen Wert gelegt haben die "Reformhaus- Tanten", die darüberhinaus auch noch jede VORSORGE- Untersuchung mitnahmen um Längen überlebt haben. Somit kommt mir der Verdacht, daß die Angst vor Krankheit und Tod oder gar eine "fürsorgliche" ärztliche Behandlung enorm Lebensverkürzend sein müssen !

    • Kann die Studie tatsächlich trennen vom Konsum industrieller Nahrung, Umweltemissionen und anderen (unliebsamen) Faktoren?

    • Womit sich dann die Anzahl der Krebs auslösenden Faktoren von bisher schon weit über 100 lediglich um 1 erhöht. ;-)

      Wer auf diesem Weg Kausalitäten erklären will, erklärt überhaupt nichts mehr. Das ganze Leben ist lebensgefährlich und endet daher immer mit dem Tod.

    • Also ich zweifel diese Daten wenigstens hinsichtlich der Mund- und Rachenhöhlenkrebsarten an. Wieviele Mundspülungen enthalten Alkohol zur Reinigung bzw. Desinfektion der Mundhöhle? Sind diese Fälle aus der Studie rausgenommen worden? Das würde für diese Krebsarten jedenfalls erheblich die Daten verfälschen. Weiterhin gilt für jede Statistik, dass ein kausaler Zusammenhang erstmal erkannt werden muss. Wer sagt denn nicht, dass Menschen die jeden Tag trinken sich auch sonst ungesund ernähren. Nur weil 1970 der Import von Orangen nach Deutschland gestiegen ist und die Schulleistungen der Schüler gesunken, besteht noch lange kein kausaler Zusammenhang zwischen der Menge der Orangen und der Schulleistungen...
      Ich wäre mit solchen Studien immer vorsichtig, vor allem, da kompexe kausale Zusammenhänge zwanghaft zu vereinfachen versucht werden!

    • Am Genuß von Alkohol und Zucker, den Auswirkungen von Alkohol im Verkehr und im Beruf sterben mehr Menschen als durch Rauchen. Da aber die Politiker eher aufs Rauchen als aufs Trinken verzichten wurden die Glimmstengel am höchsten besteuert.

    • Besser wär´s - zumindest für diejenigen, die jeden Tag trinken. Aber genau die werden es ja nicht tun. Alle anderen können weiterhin genießen.

    • Also schütten wir den Alkohol doch lieber in den Tank?

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