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Vielversprechende Tests Ebola-Impfstoff aus der Schublade

Die mögliche Rettung liegt seit zehn Jahren in der Schublade: Bei Tests hat sich ein Ebola-Impfstoffkandidat als vielversprechend erwiesen. Für die aktuelle Katastrophe in Westafrika kommt er jedoch zu spät.
02.04.2015 - 09:11 Uhr Kommentieren
Peter Kremsner, Direktor des Institut für Tropenmedizin der Universität Tübingen. Der Forscher hat einen weiteren erfolgreichen Impfstofftest im Kampf gegen Ebola vorgestellt. Quelle: dpa

Peter Kremsner, Direktor des Institut für Tropenmedizin der Universität Tübingen. Der Forscher hat einen weiteren erfolgreichen Impfstofftest im Kampf gegen Ebola vorgestellt.

(Foto: dpa)

Tübingen Tübinger Forscher haben einen weiteren erfolgreichen Impfstofftest im Kampf gegen Ebola vorgestellt. Die internationale Studie mit 138 Freiwilligen in Lambaréné (Gabun), Kilifi (Kenia), Genf und Hamburg sei „vielversprechend“ verlaufen, sagte Peter Kremsner, Koordinator der Studie und Direktor des Instituts für Tropenmedizin in Tübingen.

Der bereits zehn Jahre alte kanadische Wirkstoff rVSV-ZEBOV-GP, der bisher noch keine Lizenz habe, werde vom Menschen recht gut vertagen. Auch konnte nachgewiesen werden, dass Antikörper gebildet werden.

Kremsner schränkte ein: Es gebe eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass der Impfstoff auch wirksam sei, explizit nachgewiesen sei das aber noch nicht. Das Patent für den Impfstoff liege beim Pharmakonzern Merck. Er könne möglicherweise im Laufe des Jahres zugelassen werden. Die Ergebnisse der Studie werden im „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht.

Wird der Impfstoff zugelassen, könnte er bei einem der nächsten Ebola-Ausbrüche eingesetzt werden. Beim aktuellen Ausbruch sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bisher in Westafrika mehr als 25.000 Menschen infiziert worden – über 10.000 starben. In der vergangenen Woche hat es Kremsner zufolge noch 75 Neuinfektionen gegeben. Der aktuelle Ausbruch sei jedoch am Abklingen.

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    Weltweit gehört das Ebola-Virus zu den gefährlichsten Krankheitserregern. 1976 wurde das Virus erstmals im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, nahe des Ebola-Flusses nachgewiesen. Bei früheren Ebola-Ausbrüchen wurden jedoch höchstens einige Dutzend bis einige Hundert Menschen infiziert.

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