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Viren-Infektion Impfstoff gegen Coronavirus wohl frühestens in einem Jahr verfügbar

In China grassiert das Coronavirus. Doch auf einen Impfstoff werden die betroffenen Regionen noch lange warten müssen, warnen Forscher nun.
23.01.2020 - 06:55 Uhr Kommentieren
Impfstoff gegen Coronavirus frühestens in einem Jahr verfügbar Quelle: Reuters
Angst in China

Die Zahl der Todesopfer steigt mit der Ausbreitung des Coronavirus.

(Foto: Reuters)

Berlin Die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die in China ausgebrochene neue Lungenkrankheit wird nach Einschätzung der globalen Impfallianz Gavi mindestens ein Jahr dauern. Noch seien die Gefahren durch das Coronavirus auch schwer abzuschätzen, sagte der Gavi-Geschäftsführer und Epidemiologe Seth Berkley der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Die gute Nachricht ist, dass Forscher das Genom des Virus bereits sequenziert und veröffentlicht haben. Das hat es mehreren Organisationen rund um die Welt möglich gemacht, mit der Arbeit an einem Impfstoff zu beginnen“, sagte er.

Impfstoffe, die gegen Coronaviren schützen, seien weitaus leichter zu entwickeln als Vakzine gegen Krankheiten wie Malaria oder HIV. „Trotzdem wird es bis zu ersten klinischen Versuchen Monate dauern und mindestens ein Jahr, bevor ein Impfstoff zur Anwendung verfügbar ist“, sagte Berkley.

Weil in China immer mehr Menschen mit Grippesymptomen auf das neue Virus getestet werden, nimmt die Zahl der bestätigten Fälle unaufhörlich zu. Bis Mittwochabend wurde das Virus bei 544 Menschen nachgewiesen, wie die chinesische Ausgabe der „Global Times“ im Kurznachrichtendienst Weibo berichtete. Die Zahl der Toten stieg nach Angaben der Regierung der Provinz Hubei in der schwer betroffenen Metropole Wuhan auf 17. Auch außerhalb Chinas wurden weitere Infektionen bekannt. Die Krankheit kursiert seit Dezember.

Die globale Impfallianz Gavi ist weltweit engagiert, um den Impfschutz gegen Krankheiten zu verstärken und Staaten im Gesundheitswesen zu beraten - mit erheblicher Finanzhilfe aus Deutschland. Die Organisation bat die Bundesregierung zuletzt um 700 Millionen Euro, um den Schutz von Kindern und den vereinfachte Zugang zu Impfungen in Entwicklungsländern auszubauen.

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    Mehr: Chinas Behörden greifen zu drastischen Methoden, um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen: Sie kappen alle Verkehrsverbindungen aus der Millionenstadt Wuhan.

    • dpa
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