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„Zero Zika“ in Brasilien 220.000 Soldaten im Virus-Kampf

Im August sind die Olympischen Spiele in Rio, die Welt schaut auf Brasilien. Die Zika-Epidemie kommt zur Unzeit. Nun hilft das Militär, um die Moskitos zu bekämpfen, die das Virus übertragen.
13.02.2016 - 13:36 Uhr
Allein in Rio de Janeiro sollen am Aktionstag 71.000 Soldaten zum Einsatz kommen – landesweit werden 220.000 Soldaten beteiligt. Quelle: dpa
Brasilianische Armee

Allein in Rio de Janeiro sollen am Aktionstag 71.000 Soldaten zum Einsatz kommen – landesweit werden 220.000 Soldaten beteiligt.

(Foto: dpa)

Rio de Janeiro Zur Bekämpfung der Moskitoart Aedes aegypti, die das mysteriöse Zika-Virus überträgt, setzt Brasilien den ganzen Samstag über landesweit 220.000 Soldaten ein. Die Soldaten und Tausende Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen mit Flugblättern informieren und bis zu drei Millionen Häuser besuchen.

Sie sollen den Bürgern erklären, dass selbst kleine Pfützen und Wasserrückstände vermieden werden müssen, da Gelbfiebermücken hier ihre Eier ablegen und sich so vermehren. Gerade in den Favelas gibt es mangels moderner Kanal- und Abwassersysteme viele Brutstellen. Allerdings sollen die Soldaten nicht in Favelas gehen, wo das Risiko gewaltsamer Zusammenstöße mit Drogenhändlern besteht.

Nach der Informationskampagne und der Identifizierung von Brutstellen sollen in einer zweiten Etappe in den nächsten Tagen und Wochen 50.000 Militärs in besonders betroffenen Gegenden gezielt mit Insektiziden Moskitos und Eiablageplätze dauerhaft eliminieren.

Das Motto der Regierung lautet: „Zero Zika“ („Null Zika“). Aber bis dahin wird es noch ein sehr weiter Weg sein – die Moskitoart hat sich dramatisch vermehrt und soll auf rund 80 Prozent der Landesfläche aktiv sein. Sie überträgt auch das Dengue- und das Chikungunya-Virus. „Der Kampf gegen die Moskitos ist derzeit das einzige Mittel, um diese drei Virus-Arten zu bekämpfen“, betonte der nationale Sekretär für Schutz und Zivilverteidigung, Adriano Pereira Júnior.

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    Da bisher eindeutige Schnelltests fehlen, gehen Schätzungen der Zika-Infektionen in dem am stärksten betroffenen Land sehr weit auseinander – von 500.000 bis 1,5 Millionen sprechen die Behörden. Das Zika-Virus steht im Verdacht, bei Infektionen von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei ihren Babys zu verursachen.

    Die Zahl der bestätigten Fälle von Schädelfehlbildungen bei Babys, deren Mütter sich während der Schwangerschaft mit Zika infiziert haben, hat sich mehr als verdoppelt. Es gebe nun 41 solche Fälle, teilte das Gesundheitsministerium mit. In der Vorwoche waren 17 Fälle bekannt.

    Zika ist mittlerweile in 39 Ländern aufgetaucht
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