Zukunft der Medizin-Technik? Tricorder-Prototypen gewinnen X-Prize

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Vom Küchentisch auf die Weltbühne
Das Team entwickelte „DxtER“ und gewann damit den ersten Preis. Quelle: dpa
Final Frontier Medical Devices

Das Team entwickelte „DxtER“ und gewann damit den ersten Preis.

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„Unser Team war wirklich ein Küchentisch-Team“, sagt Philip Charron von der Sieger-Gruppe. „Wir haben aus Basils Haus in Pennsylvania heraus gearbeitet und dachten, es wäre einfach schön, irgendwo vorne zu landen. An das Gewinnen dachten wir gar nicht.“ Unter anderem half die inzwischen 16 Jahre alte Tochter von Basil Harris beim Testen.

Der vom Team entwickelte „DxtER“ ist ein halbrundes weißes Gerät, das beispielsweise an ein iPad angeschlossen werden kann. Zunächst wird der Patient über eine Software befragt. Dann können über Sensoren, die unter anderem an Brust und Handgelenk angebracht werden, verschiedene Vitalfunktionen gemessen werden.

Das zweitplatzierte Gerät ist eine kleine Box, die an ein Smartphone angeschlossen wird. Darüber wird der Patient befragt und angeleitet, einige Instrumente zu benutzen, die in der Box stecken. So gibt es beispielsweise ein kleines Teil, das sich der Patient ins Ohr stecken kann. Das Messinstrument überträgt live ein Video aus dem Inneren des Ohres und macht ein Foto, das von der Box ausgewertet wird. Auch der Schlaf des Patienten kann untersucht werden – und das weitaus günstiger als in vielen Schlaflaboren. „Die Kosten für Gesundheitspflege steigen und der Zugang ist schwierig – und das ist ein Problem auf der ganzen Welt“, sagt Teamleiter Chung.

Das tun Führungskräfte für ihre Gesundheit
Was tun Manager für ihre Gesundheit?
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In den Führungsetagen von Unternehmen ist das Arbeitspensum hoch. Kommt die Gesundheit dauerhaft zu kurz, droht der Burn-out. Der Großteil der deutschen Manager pflegt bewusst gesunde Rituale, um fit zu bleiben. Das zeigt eine Umfrage der Max-Grundig-Klinik in Bühl unter 1000 Führungskräften in Deutschland. Ein Überblick.

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Weniger oder gar kein Fleisch
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Besonders häufig verzichten weibliche Manager (73 Prozent) und jüngere Führungskräfte bis 45 Jahre (65 Prozent) partiell auf Fleisch. „Der gesellschaftliche Mega-Trend, weniger Fleisch zu essen, ist ganz offensichtlich bei vielen Führungskräften angekommen. Aus medizinischer Sicht ist es aus vielfältigen Gründen richtig, Fleisch nicht im Übermaß zu essen,“ stellt Prof. Dr. Curt Diehm, Ärztlicher Direktor der Max-Grundig-Klinik im Schwarzwald, fest.

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Vegetarisch oder vegan leben
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Acht Prozent der Manager sind bekennende Vegetarier, ein Prozent verzichtet als Veganer nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Ei und Milchprodukte. Der Anteil der Frauen ist dabei jeweils in etwa doppelt so hoch wie die der männlichen Kollegen.

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Vitaminpillen & Co.
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Um die Leistungsfähigkeit zu steigern, nehmen 27 Prozent der befragten Führungskräfte regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Professor Diehm steht diesen Mitteln kritisch gegenüber, denn diese seien in den meisten Fällen unnötig, nutzlos und gelegentlich sogar gefährlich.

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Regelmäßiger Sport
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Neben einer ausgewogenen Ernährung sind vor allem gesunde Rituale für den Körper wichtig. Dazu gehören zum Beispiel Sport treiben und ausreichend trinken. 32 Prozente der Befragten pflegen gerne gesunde Rituale. Doch eine Mehrheit von 51 Prozent gab an, dass ihnen dafür die Zeit sowie der Wille fehlen. Lediglich 17 Prozent lehnen gesunde Rituale ab. Mit 64 Prozent der Befragten treiben fast zwei Drittel Sport.

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Weniger Rauchen
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Auch der Anteil der Raucher ist in den Führungsetagen zurückgegangen. Nur noch jede zehnte Führungskraft raucht, zeigen vergleichbare Studien. „Die Kombination aus regelmäßigem Sport, Fleischkonsum in Maßen und dem Verzicht auf Rauchen mindert drastisch das Risiko auf zentrale Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht“, erklärt Professor Diehm.

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Sauna
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Lediglich elf Prozent der befragten Führungskräfte besuchen regelmäßig eine Sauna. Dabei ist die Sauna bei weiblichen und älteren Führungskräften beliebter (jeweils 14 Prozent). „Gerade im Winter können Saunagänge die Erkältungsanfälligkeit deutlich senken und die allgemeine Widerstandskraft erhöhen“, betont Diehm.

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Noch handelt es sich bei den Geräten um Prototypen, vom Patienten-Alltag sind sie weit entfernt. Das Preisgeld würde sofort in neue Tests gesteckt, sagt dann auch Charron vom Sieger-Team. Das Ziel sei aber, so bald wie möglich den Patienten direkt zu erreichen. „Wenn wir dazu beitragen können, Patienten zu kreieren, die beispielsweise ihren eigenen Blutzucker oder ihre eigene Lungenfunktion messen, dann werden wir eine sehr viel gesündere Welt da draußen haben.“

Die Anwendungsmöglichkeiten seien vielseitig – von abgelegenen Gebieten über Flüchtlingscamps bis hin vielleicht auch irgendwann dann doch wieder zum Weltall, wie einst bei „Raumschiff Enterprise“. „Wir versuchen hier in diesem Land ja jemanden zum Mars zu schicken und es wäre doch großartig, wenn der Tricorder es auch wieder ins Weltall schaffen würde.“

  • dpa
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