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Apple-Keynote iPhone 11, Apple Watch, iPad, Apple TV – die neue Produktoffensive des Tech-Konzerns

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft gibt es neue iPhones von Apple. Zudem kündigte der Tech-Konzern an, seinen Streamingdienst Apple TV+ im November in 100 Ländern zu starten.
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iPhone 11, Apple Watch, iPad, Apple TV – Apples Produktoffensive  Quelle: dpa
Apple CEO Tim Cook

Der iPhone-Hersteller geht mit drei neuen Modellen in die so wichtige Vorweihnachts- und Weihnachtszeit.

(Foto: dpa)

San Francisco Apple hat am Dienstagabend in einer großen Präsentation seine neuen Produkte vorgestellt. Im Mittelpunkt der Show standen vor allem die aktuellen iPhone-Modelle. Denn obwohl der Umsatz mit iPhones im abgelaufenen Quartal wieder weniger als 50 Prozent des Konzernumsatzes ausgemacht hat, bleibt das Smartphone immer noch das wichtigste Produkt im Apple-Ökosystem. Entsprechend hoch ist die Aufmerksamkeit.

CEO Tim Cook geht mit drei neuen Modellen in die so wichtige Vorweihnachts- und Weihnachtszeit. Das Basismodell iPhone 11 wird in Deutschland mit Speicherkapazitäten von 64GB, 256GB und 512GB ab 799 Euro erhältlich sein, die Top-Modelle iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max mit größerem Bildschirm mit denselben Speicherkapazitäten ab 1149 Euro. Die Smartphones können diesen Freitag vorbestellt werden, eine Woche später ist dann deren Auslieferung geplant.

Die neuen Modelle kommen am 20. September auf den Markt. Quelle: AFP
Neue iPhone-Modelle

Die neuen Modelle kommen am 20. September auf den Markt.

(Foto: AFP)

Als Einsteigermodell bekommt das iPhone 11 – wie die großen Brüder Pro und Pro Max – den aktuellen A13-Chip, der laut Apple die Geschwindigkeit gegenüber dem Vorgänger noch einmal deutlich – angeblich um bis zu 20 Prozent – nach oben schraubt.

Die größten Unterschiede liegen im Display, das beim 11er kleiner und nur ein LCD-Bildschirm ist, während die Pro-Modelle OLED-Bildschirme bekommen, sowie in den Kameras: Das iPhone 11, das das iPhone XR ersetzt, bekommt zwei statt einer rückwärtigen Kamera, Weitwinkel und Super-Weitwinkel, die Top-Modelle sogar drei Linsen – Tele- und Weitwinkel sowie Super-Weitwinkel.

Die beiden Modelle haben nun drei Kameras. Quelle: AFP
iPhone 11 Pro und Pro Max

Die beiden Modelle haben nun drei Kameras.

(Foto: AFP)

Smartphone-Hersteller gehen vermehrt diesen Weg, weil in den kleinen Gehäusen qualitativ hochwertige Objektive mit großem optischen Zoom keinen Platz finden. Die reinen Digitalzoom-Objekte bieten nicht annähernd diese Qualität.

Es gibt auch einen neuen, verbesserten Nachtmodus, um die Defizite zu Googles Pixel-Phones und den Samsung-Topmodellen auszugleichen. Mit dem Herbst-Update von iOS13 sollen zusätzliche intelligente Bildverbesserungen verfügbar sein. Dank künstlicher Intelligenz sollen dann vor allem Bilder in schwierigen Beleuchtungssituationen aufgebessert werden.

Beim Design setzt Apple-Chef Cook auf die bewährte Optik der Vorgängermodelle. Die Kamera-Ausbuchtungen wurden natürlich stark überarbeitet, um die zusätzliche Hardware aufzunehmen, sehen aber noch immer gefällig aus. Durch die Verwendung einer Schutzhülle könnte der Effekt der Kamera-Ausbuchtungen zudem optisch deutlich verringert werden. Ansonsten sind die Pro-Geräte weitgehend getreue Abbilder ihrer Vorgänger der XS-Serie.

Was einen starken Kaufanreiz für Besitzer älterer Modelle wie iPhone 7 oder 8 darstellen könnte, sind die versprochenen Akkulaufzeiten, die bis zu vier oder fünf Stunden über denen der aktuellen Generation liegen sollen. Dabei scheinen sich besonders der stromsparende A13-Chip sowie die leicht vergrößerten Batterien hervorzutun. Die Top-Modelle bekommen zudem ein stärkeres Wand-Ladegerät mit 13 Watt. Nur der künftige Besitzer der günstigeren Variante muss weiter die Ladezeiten des alten 5-Watt-Würfels ertragen – oder zuzahlen.

Schmerzlich vermisst wird zumindest bei den teuren iPhone-Modellen jedoch eine 5G-Version. Wie sich das auf die Nachfrage auswirkt, bleibt abzuwarten. So könnten aktuelle XS-Besitzer beispielsweise einfach noch ein Jahr abwarten, bis Apple ebenfalls in den 5G-Markt einsteigt – und sich erst dann ein neues Gerät zulegen.

Apple Watch kommt mit einer Überraschung

Neben dem iPhone rückte auf der Keynote aber auch die Apple Watch stärker in den Fokus – und wartete mit einer überraschenden Innovation auf: Die Apple Watch in der Serie 5 bekommt ein „Always-on“-Display verpasst. Damit kann das Display dauerhaft angeschaltet bleiben, was bisher nicht vorstellbar war. Ein Dauerbetrieb des Bildschirms würde jedoch die ohnehin karge Batterielaufzeit bis zur Unbrauchbarkeit verringern.

Abhilfe schafft hier das sogenannte „Low Temperature Polycrystalline and Oxide Display“ (LTPO). Es kann die Bildwiederholfrequenz von 60 Bildern pro Sekunde bis auf 1 Bild pro Sekunde absenken und somit auch entsprechend den Stromverbrauch. Dazu kommen einige Softwaretricks und hocheffiziente Bauteile zur Stromverwaltung, die die Laufzeiten zusätzlich erhöhen.

Die Apple Watch in der Serie 5 bekommt ein „Always-on“-Display. Damit kann das Display dauerhaft an bleiben. Quelle: AP
Apple Watch Serie 5

Die Apple Watch in der Serie 5 bekommt ein „Always-on“-Display. Damit kann das Display dauerhaft an bleiben.

(Foto: AP)

So wird der Bildschirm automatisch abgedunkelt, wenn die Hand gesenkt wird. Hebt man die Hand, um auf die Uhr zu schauen, wird sie wieder hell beleuchtet. Apple verspricht bis zu 18 Stunden Akkulaufzeit, was normalerweise einen Arbeitstag gut abdeckt. Über Nacht aber muss die Watch wieder an die Steckdose. Alle Ziffernblätter und App-Oberflächen wurden zudem völlig überarbeitet.

Insgesamt fokussiert Apple die Vermarktung der Watch immer stärker auf den Gesundheits- und Sicherheitsbereich. Für zusätzliche Sicherheit auf Reisen können die Nutzer der Modelle mit Mobilfunkmodul internationale Notrufe tätigen – egal, wo das Gerät gekauft wurde oder ob ein Mobiltarif aktiviert wurde.

Internationale Notrufe funktionieren auch mit der neuen Sturzerkennung. Wenn diese aktiviert ist, wird ein Notruf automatisch abgesetzt, sobald die Apple Watch erkennt, dass der Nutzer einen schweren Sturz erlitten hat und sich für etwa eine Minute nicht bewegt. Hier zeigt sich auch das Bemühen, die Watch immer stärker als unabhängig vom iPhone zu positionieren. Neu ist auch ein integrierter Kompass.

Die Apple Watch Series 5 (GPS) ist ab 449 Euro erhältlich, die Apple Watch Series 5 (GPS + Mobilfunk) startet ab 549 Euro. Die älteren Modelle der Serie 3 (GPS) erhalten einen Preisschnitt auf 229 Euro beziehungsweise 329 Euro mit GPS und Mobilfunk.

Das iPad wird größer und erwachsen

Mit einem vergrößerten 10,2-Zoll-Bildschirm und dem neuen, professionelleren Betriebssystem iPadOS frischt Apple auch sein Tablet-Segment auf. Das Betriebssystem bricht mit dem Design der iPhone-Darstellung und ermöglicht nun die Darstellung von mehr Apps oder einem schnelleren Wechsel zwischen Apps. Ein „Heute“-Segment zeigt auf Wunsch kompakt Wetter, Kalender oder andere Widgets an. Arbeiten mit dem Apple Pencil ist ebenfalls leichter möglich als unter iOS.

Apple hat auch ein neues iPad mit einem 10,2-Zoll-Display vorgestellt. Quelle: Reuters
iPad

Apple hat auch ein neues iPad mit einem 10,2-Zoll-Display vorgestellt.

(Foto: Reuters)

Das iPad der siebten Generation ist ab sofort in Silber, Space Grau und Gold mit 32GB oder 128GB Speicher erhältlich. Die Preise beginnen bei 379 Euro für das Wi-Fi-Modell und bei 519 Euro für das mit Wi-Fi inklusive Mobilfunkmodul.

Apple TV+ für 4,99 Euro im Monat

Als kleines Zubrot wird bei allen Hardwarekäufen auf bislang unbestimmte Zeit ein 12-Monatsabonnement für den neuen Spieleservice „Arcade“ und den TV-Dienst Apple TV+ mitgeliefert. Sie kosten ansonsten jeweils 4,99 Euro pro Monat. Nach der Gratisphase laufen die Dienste jedoch automatisch kostenpflichtig weiter, wenn sie nicht explizit gekündigt werden.

Apple TV+ wird als erster Video Abonnement-Service angepriesen, der ganz auf Original-Inhalte setzt. Beliebte Inhalte anderer Sender wie Disney, CBS oder HBO gibt es also nicht. Der Betrieb startet am 1. November in über 100 Ländern und Regionen.

Der Streaming-Dienst wird dann exklusiv produzierte Sendungen, Filme und Dokumentationen wie „The Morning Show“, „Dickinson“, „See“, „For All Mankind“ oder „The Elephant Queen“ im Angebot haben. Der Service wird in der Apple TV App auf iPhone, iPad, Apple TV, iPod touch, Mac und anderen Plattformen sowie online unter tv.apple.com abrufbar sein.

Als der Preis des TV-Dienstes bekanntgegeben wurde, brach an der Wall Street die Aktie des Videostreaming-Königs Netflix um fast vier Prozent ein. Bald steigen auch noch Disney, AT&T und andere Plattformen in den Ring. Der Krieg der Streamingdienste ist somit eröffnet.

Mehr: Der Abgang von Apples Chefdesigner Jony Ive hat den operativen Vorstand mächtiger gemacht. Jeff Williams könnte gar einmal den Konzern leiten.

Der iPhone-Hersteller geht mit drei neuen Modellen in die so wichtige Vorweihnachts- und Weihnachtszeit. Quelle: AFP
Apple CEO Tim Cook

Der iPhone-Hersteller geht mit drei neuen Modellen in die so wichtige Vorweihnachts- und Weihnachtszeit.

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