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Microsoft Diese Fehler können bei Windows zum Kollaps führen

Windows gilt als einfach zu bedienen. Doch wer manche Regeln nicht beachtet, gefährdet einen Systemcrash. Was Nutzer auf keinen Fall tun sollten.
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Wahllos Daten zu löschen, um etwas Speicherplatz freizuschaufeln, ist keine gute Lösung. Quelle: AFP
Laptop mit Microsoft Windows 10

Wahllos Daten zu löschen, um etwas Speicherplatz freizuschaufeln, ist keine gute Lösung.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Microsofts Betriebssystem Windows führt mit Abstand. Im Mai kam es auf einen Marktanteil von knapp 79 Prozent und schlägt Alternativen wie von Apple (14 Prozent) und Linux (1,6 Prozent) um Längen. Wer im Einzelhandel einen neuen Laptop erwirbt, bekommt aktuell zumeist Windows 10 mit dazu.

Das Betriebssystem besticht vor allem dadurch, dass für die tägliche Anwendung keine nennenswerten Vorkenntnisse vorhanden sein müssen und alles schon einsatzbereit ist. Mit dem simplen Umgang hat es sich aber erledigt, wenn Computerlaien in einem Anflug technologischem Ordnungsdrangs wichtige Dateien verändern oder gar löschen.

Dann droht Windows mitunter der totale Kollaps. In ihrem Sonderheft zum Thema Sicherheit hat die „Computerbild“ herausgearbeitet, was Windows-Nutzer auf keinen Fall tun sollten. Ein Überblick:

Windows-Updates abstellen

Computerprogramme brauchen ständige Wartung. In regelmäßigen Abständen veröffentlichen Anbieter Updates, die mögliche Mängel beheben und eine bessere Anwendung ermöglichen sollen, aber auch für neue Gefahren gewappnet sind. Windows lässt die Updates schon seit Jahren automatisch abspielen – aus gutem Grund. Denn manuell auszuführende Updates könnten schnell an der Motivation der Nutzer scheitern.

Mit Windows 10 geht Microsoft einen Schritt weiter und verpflichtet zu Zwangs-Updates, um keine Lücken aufkommen zu lassen. Das stößt nicht nur auf Zuspruch: Einige Nutzer sehen sich durch diese Verpflichtung bevormundet und stellen die Update-Funktion ab. Dass sie dafür einen Umweg über verschiedene Pfade machen müssen, stört sie nicht.

Das ist ein Problem, resümiert „Computerbild“. Selbst wenn einem Verbesserungen im Betriebssystem nicht wichtig sein sollten. Wenn man auf Sicherheitsupdates verzichtet, schafft man vor allen eins: ein Einfallstor für Cyberkriminelle.

Wahllos Daten löschen

Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem der Rechner langsamer läuft und womöglich der Speicherplatz einen kritischen Niedrigstand erreicht hat. Um ein wenig Volumen zu gewinnen, können Nutzer nicht nur Fotos, Dokumente und Musik löschen, sondern auch Dateien mit Endungen wie DLL oder CPL. Was man nicht kennt, ist überflüssig? In dem Fall nicht, denn es handelt sich um wichtige Systemdateien.

Die „Computerbild“ schreibt ganz deutlich: Diese Dateien sind eine absolute Tabuzone. Auch der Internet Explorer oder Microsoft Edge sollten nicht angerührt werden – allenfalls dürfe man die Desktopverknüpfung löschen. Für den Fall, dass doch mal etwas schiefläuft, empfiehlt die Zeitschrift, die fehlenden oder defekten Dateien neu hinzuzufügen.

Dabei sollen Nutzer wie folgt vorgehen: Nachdem sie in der Windows-Suche „cmd“ eingetippt haben, sollen sie die Tastenkombination „Strg“, „Shift“ und „Enter“ drücken. Anschließend soll man auf „ja“ klicken und „sfc/scannow“ ins entsprechende Feld eintippen und dies mit „Enter“ bestätigen. Dann sucht Windows nach möglichen Fehlern und repariert diese.

Dem Windows-Werkszustand blind vertrauen

Windows ist einfach und von Natur aus perfekt, denken viele beim Kauf ihres Rechners. Doch die „Computerbild“ warnt: Wichtige Anwendungen wie die Systemwiederherstellung sind bei Windows 10 nicht vom Werk her aktiviert. Das müssen Nutzer über einen Umweg manuell freischalten.

Die Computerzeitschrift hat auch hierfür eine Anleitung parat: Mit der „Windows-Taste“ und „R“ öffnet man ein Fenster, in das man den Befehl „sysdm.cpl“ eintippen muss. Anschließend sollen Nutzer dem Pfad „Computerschutz, lokaler Datenträger..., Konfigurieren, Computerschutz aktivieren“ folgen.

Vermeintlich ungenutzte Dienste deaktivieren

Die Auslastung des Rechners ist im kritischen Bereich? Irgendeine Anwendung muss geschlossen werden? Hier ist Vorsicht geboten, mahnt die „Computerbild“. Denn wer in der Dienstverwaltung ein vermeintlich ungenutztes Programm deaktiviert, kann schnell Probleme bekommen. Im schlimmsten Fall kommt Windows ganz zum Erliegen. Schließlich erfüllen etliche Miniprogramme im Hintergrund essenzielle Aufgaben.

Treiber-Updates unkritisch installieren

Was fürs Betriebssystem an sich gilt, müssen Nutzer auch bei Treibern beachten: Updates sind für einen leistungsfähigen und funktionierenden Rechner wichtig. Doch viele empfinden es als mühsam, auf die Aktualisierung der Treiberprogramme zu achten und installieren stattdessen einen entsprechenden Treiber-Aktualisierer, der die Aufgabe fortan übernehmen soll.

Auch hier warnt „Computerbild“: Nicht immer sorgen die Anwendungen dafür, dass der Rechner am Laufen bleibt. Es komme auch vor, dass die Update-Helfer Fehler machen und die falschen Treiber installieren. Für Windows ist das ein Problem.

In den Registrierungsdaten herumhantieren

Wer sich auskennt, kann mit ein wenig Finetuning in den Registrierungsdaten tatsächlich noch etwas Leistung und mehr Sicherheit ins Betriebssystem bringen. Gleichzeitig birgt ein Eingriff in dieses Dateienwirrwarr auch große Gefahren – von gedrosselter Leistung bis hin zum Totalausfall. Also: Besser Profis ans Werk lassen.

Mehr: Microsoft-Chef Satya Nadella hat den IT-Konzern generalüberholt. Der Cloud-Service Azure löst nun Windows ab und bietet gewaltige Umsatzpotentiale.

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