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PSD2-Richtlinie Neues Log-In-Verfahren beim Onlinebanking verwirrt viele Kunden

Die Banken lösen das neue zweistufige Log-In-Verfahren PSD2 vollkommen unterschiedlich. Für die Kunden bedeutet das nur noch mehr Chaos.
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Beim Einloggen müssen Kunden in Zukunft eine zusätzliche Sicherheitsnummer eingeben. Quelle: Getty Images
Online-Banking

Beim Einloggen müssen Kunden in Zukunft eine zusätzliche Sicherheitsnummer eingeben.

(Foto: Getty Images)

Frankfurt Fachleuten ist die neue EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 schon lange ein Begriff. Doch ab diesem Samstag wird jeder Online-Banking-Kunde die Folgen der neuen Vorgaben zu spüren bekommen. Denn die sogenannte starke Kundenauthentifizierung besagt, dass zum Konto-Log-in Benutzername und Passwort allein nicht mehr ausreichen.

Kunden müssen obendrein noch einen einmaligen Sicherheitscode (Tan) eingeben – etwa eine mTan, die per SMS auf ihrem Smartphone landet. Während manche Geldhäuser die Tan-Eingabe bei jedem Log-in verlangen, fragen andere Banken nur alle 90 Tage danach.

Für Chaos sorgen die neuen Vorgaben und die unterschiedliche Umsetzung bei Multi-Banking-Apps, über die Kunden mehrere Konten verwalten können. Die Apps einiger Kreditinstitute und externer Anbieter funktionieren vorerst nur eingeschränkt oder gar nicht.

Besonders deutlich wird das bei der Commerzbank. Sie habe das Multi-Banking-Angebot schon Mitte vergangener Woche vorübergehend abgeschaltet, bestätigt ein Sprecher auf Anfrage. Für die Unterstützung der Zwei-Faktor-Authentifizierung im Multi-Banking seien aufgrund der neuen Regeln Anpassungen notwendig gewesen.

Ähnlich sieht es bei der Online-Tochter Comdirect aus: Multi-Banking für externe Konten werde nach dem 14. September „vorerst nicht mehr möglich sein, da wir dafür die unterschiedlichen Tan-Verfahren verschiedener Banken abbilden müssen“. Die Consorsbank wiederum hatte das Multi-Banking-Angebot sogar schon Ende August abgeschaltet.

Die Deutsche Bank erklärte, es könne zu temporären Einschränkungen kommen. „Wir arbeiten daran, dass unsere Kunden auch mit PSD2 alle Funktionen nutzen können wie bisher.“

Auch in der Multi-Banking-App des Finanz-Start-ups Numbrs fehlen derzeit Funktionen, etwa die Anzeige von Daueraufträgen oder terminierte Überweisungen. Ein Numbrs-Sprecher zeigt sich verärgert: „Trotz der langen Vorbereitungszeit kommt es leider zu technischen Problemen bei einigen Banken.“ Man bedauere vorübergehende Einschränkungen beim Komfort der App, setze aber darauf, dass das bald behoben werde.

Auch der Wettbewerber Finanzblick befürchtet, dass manche Kunden Probleme durch die starke Kundenauthentifizierung haben könnten. „Die Gesamtsituation ist für die Kunden recht verwirrend, da jede Bank die PSD2-Umstellung unterschiedlich vornimmt“, kritisiert Peter Glowick, Geschäftsführer beim Finanzblick-Anbieter Buhl.

Mehr: Ab dem 14. September gelten neue Regeln beim Bezahlen im Internet. PSD2 stellt Banken und ihre Kunden allerdings vor Herausforderungen.

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