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Benny Jürgens und Carlo Ulbrich Das Start-up Nect liefert die KI-Technologie zum Video-Ident-Verfahren

Die Hamburger Benny Jürgens und Carlo Ulbrich haben intelligente Technologie entwickelt, die es möglich macht, Versicherungen online abzuschließen.
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Die zwei Gründer setzen auf Künstliche Intelligenz. Quelle: Nect
Benny Jürgens und Carlo Ulbrich

Die zwei Gründer setzen auf Künstliche Intelligenz.

(Foto: Nect)

Hamburg In seinem vorherigen Leben als App-Entwickler bei einer Versicherung hat Benny Jürgens die Erfahrung gemacht, dass er noch so gut an einer mobilen Applikation schrauben konnte, die potenziellen Nutzer aber überschaubar blieben. Der Haken: Die analoge Identifikation über den Postweg dauert und schreckt ab.

Dass es auch anders gehen kann, beweisen er und sein Mitgründer Carlo Ulbrich, beide 32, nun mit ihrem Start-up Nect. Das bietet eine Technologie, in der Künstliche Intelligenz (KI) die Identität feststellt – und das nutzerfreundlich via Selfie oder Video. An das Konzept glaubt nicht nur der Wagniskapitalogeber Dieter von Holtzbrinck Ventures, der eine siebenstellige Summe in das Start-up investierte.

Nun will die R+V Versicherung das Verfahren für ihre App-Nutzung einführen. R+V-Vorstandsvorsitzender Norbert Rollinger sieht den Mehrwert: „Ich bin überzeugt, dass solche Lösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz die Kundenzufriedenheit weiter steigern.“

Schon kurz nach dem Start 2016 merkten die Gründer, dass ihre Idee Potenzial hat: „Bereits während unserer Teilnahme am Insurtech-Hub-Accelerator-Programm in München, noch ohne ein fertiges Produkt, war das Interesse groß“, erzählt Ulbrich. Die Sorge, dass Nutzer Berührungsängste mit der KI haben könnten, bewahrheitete sich nicht: „Ganz im Gegenteil“, so die Gründer.

Die Technologie kann nicht nur Gesichter oder Reflexion bei der Hologram-Entdeckung erkennen, sie ist auch in der Lage, Lippen zu lesen: Nutzer müssen zwei zufällig ausgewählte Wörter aussprechen, um von der KI als echte Menschen erkannt zu werden. In gewissen Bereichen ist sie dem Menschen überlegen – so könne sie sich nicht nur die Tausenden Sicherheitsmerkmale von unterschiedlichen Ausweistypen merken, sondern sie sei auch vorurteilsfrei, erklärt Jürgens: „Sie misst das Gesicht ab – unabhängig von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit. Menschen haben öfter Probleme, Gesichter anderer Ethnien auseinanderzuhalten.“

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