Energiewende: Mehr Wasserstoff, höherer CO2-Preis: Wie die Grünen den Strommarkt umbauen wollen
Die Politikerin ist Spitzenkandidatin der Grünen im Bundestagswahlkampf.
Foto: AFPBerlin. Die Grünen planen grundlegende Veränderungen auf dem Strommarkt. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das die Grünen-Bundestagsfraktion am Dienstag vorstellen will. Das Papier, das dem Handelsblatt vorliegt, weist den Weg zu einer Stromerzeugung, die möglichst rasch zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien fußen soll.
„Wer die Klimakrise bekämpfen will, muss die Energiewende zum Erfolg führen. Wir wollen den Strommarkt stärken und so den Ausbau von erneuerbaren Energien weiter vorantreiben“, sagte Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft der Grünen-Bundestagsfraktion, dem Handelsblatt.
Das von der Bundestagsfraktion beschlossene Papier sehen die Grünen als Leitfaden für den Fall einer Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl im September.
Lesen Sie hier einen Überblick über die wichtigsten Punkte des Papiers:
Grüne wollen höheren CO2-Preis
Ein „wirkungsvoller CO2-Preis“ ist nach Überzeugung der Grünen „zentral für eine marktorientierte Energiepolitik“. Der CO2-Preis, der seit Anfang 2021 für die Sektoren Wärme und Mobilität gilt und derzeit 25 Euro je Tonne CO2 beträgt, soll nach den Plänen der Grünen schneller steigen als bislang vorgesehen. „Wir wollen die Erhöhung des CO2-Preises auf 60 Euro auf das Jahr 2023 vorziehen“, bekräftigte Grünen-Politikerin Nestle. Bislang ist für 2023 ein CO2-Preis von 35 Euro vorgesehen.