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Female Founder Award 2020 Diese Gründerin musste für den Erfolg scheitern

Freya Oehle digitalisiert mit ihrer Firma Dreitausendsassa andere Unternehmen. Vorher gründete sie Spottster – das sie 2017 trotz Profit auflöste.
11.11.2020 - 10:00 Uhr Kommentieren
Die Gründerin und CEO von 3tausendsassa beteiligt sich an anderen Unternehmen und hilft ihnen bei der Digitalisierung. Quelle: Dreitausendsassa
Freya Oehle

Die Gründerin und CEO von 3tausendsassa beteiligt sich an anderen Unternehmen und hilft ihnen bei der Digitalisierung.

(Foto: Dreitausendsassa)

Düsseldorf Start-ups sind entweder extrem erfolgreich oder schnell insolvent. Zumindest sieht es nach außen häufig so aus. Entsprechend überrascht sind die Investoren von Freya Oehles Start-up „Spottster“, als sie ihnen von der geplanten Liquidierung erzählt – trotz Geld in der Kasse und schwarzen Zahlen. Zu wenig Wachstum, zu hohe Investitionen. Sie musste eine Entscheidung treffen: „Will ich mir jetzt noch drei Jahre Gehalt von Investorengeldern auszahlen und ein paar tausend Euro Gewinn machen?“ Sie will nicht, das übrige Geld geht 2017 an die Investoren zurück.

Ein Schritt, den Angestellte sowie Investoren respektierten. Ihr Signal ist klar: Wenn ihr etwas Neues macht, sind wir dabei. Oehle gründet mit Teilen des alten Teams die Dreitausendsassa UG, mit der sie sich an anderen Unternehmen beteiligt und sie durchdigitalisiert.

Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus, als werde aus Freya Oehle eine Start-upperin. 1989 im Kreis Gütersloh geboren und im katholischen Ostwestfalen auf dem Land aufgewachsen, spielt sie Basketball in der Damen-Bundesliga, hört damit aber nach dem Abitur auf und geht mit Stipendium an die WHU. Zuerst noch etwas unbedarft: „Vorne hat Olli Samwer eine Auftaktrede gehalten und ich wusste nicht mal, wer das ist“, sagt sie.

Nach dem Master in Finance hat sie beim für Gründer fast obligatorischen USA-Aufenthalt die Idee für ihr erstes Start-up Spottster: Ein Onlineshopping-Preisalarm, der sich meldet, wenn es ein Produkt zum Wunschpreis zu kaufen gibt.

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    Sie ruft ihren Schulfreund Tobias Kempkensteffen an, der „immer irgendwas mit Computern gemacht hat“ und fragt, ob er einen Prototyp entwickeln könnte. „Zu meinem großen Glück hat das funktioniert und er hat über Weihnachten einen Prototyp gebaut.“ Spottster kommt gut an, bei der „Höhle der Löwen“ auf RTL steigt Jochen Schweizer ein. Ab Ende 2016 fährt Spottster Gewinne ein, doch das große Wachstum bleibt aus. Direkte Kooperationen mit Shopbetreibern scheitern an deren geringer Flexibilität.

    Oehle sitzt zum Zeitpunkt der Liquidierung von Spottster bereits in verschiedenen Beiräten und ist eine bekannte Figur der Gründerszene. Ihr neues Unternehmen basiert dann auch nicht klassisch auf der „einen großen neuen Idee“ – sondern auf dem Vertrauen, das Oehles Team bei Investoren und Geschäftspartnern aufgebaut hat.

    Oehles langjähriger Geschäftspartner Christian Diekmann, Geschäftsführer der Zertus GmbH, fasst das so zusammen: „Freya Oehle hebt sich positiv ab von der oberflächlichen Venture-Szene. Sie mag es, für ihren Erfolg hart zu arbeiten.“

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