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GDL gegen Deutsche Bahn Fährt die Bahn mit leeren Zügen? – Skurriler Streit mit den Lokführern

Die Deutsche Bahn fahre aktuell „heiße Luft“ durch die Gegend, behauptet GDL-Chef Claus Weselsky. Der Bahn-Vorstand kontert mit deutlichen Worten.
25.03.2020 - 15:08 Uhr 2 Kommentare
Die Deutsche Bahn fährt weiter, obwohl viele Passagiere derzeit zu Hause bleiben. Quelle: dpa
Leere Züge

Die Deutsche Bahn fährt weiter, obwohl viele Passagiere derzeit zu Hause bleiben.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Mit ungewöhnlicher Schärfe reagierte der Vorstand der Deutschen Bahn auf eine Attacke des streitbaren Lokführergewerkschafters Claus Weselsky. Der GDL-Chef „ignoriere Tatsachen“. Weselsky hatte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa den Vorwurf geäußert, der Staatskonzern transportiere „auf Teufel komm raus heiße Luft“ durch die Gegend, und die Forderung erhoben, im Interesse der Bahn-Beschäftigten das Angebot an Zügen auf die Hälfte zu reduzieren.

Der Bahn-Vorstand konterte umgehend: „Fakt ist, dass die DB überall in Deutschland mit einem stabilen Angebot – übrigens anders als andere – die Mobilität in Deutschland sichert. Auch in schweren Zeiten können somit Krankenpfleger, Ärzte, Polizisten und andere Helfer zur Arbeit kommen“, heißt es in einer Stellungnahme. Die ist schon insofern ungewöhnlich, als dass die Bahn normalerweise auf solche Forderungen überhaupt nicht reagieren würde.

Dass es in den Zügen derzeit viel Platz gebe, gewährleiste auch die Gesundheit der Reisenden, die somit genügend Abstand zu anderen Fahrgästen halten könnten, erklärte der Staatskonzern. Die Deutsche Bahn fahre derzeit 75 bis 80 Prozent ihres sonst üblichen Angebots, habe somit die Zahl der Züge also ohnehin schon reduziert.

Was die Bahn nicht sagt: Faktisch fährt der Fernverkehr beinahe zu 100 Prozent – von einigen internationalen Verbindungen einmal abgesehen. Reduziert wurde das Angebot vor allem im Nahverkehr, das aber auf Wunsch der Bundesländer, die Regionalzüge und S-Bahnen auch bestellen und bezahlen.

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    Was die Bahn auch nur andeutet, aber nicht sagt: ICE und IC fahren deshalb ohne Einschränkungen, weil die Bundesregierung es so will. Es gibt eine klare Order in Berlin, den Deutschlandverkehr aufrechtzuerhalten, wenn schon Fluggesellschaften und Fernbusse den Betrieb weitgehend einstellen. Motto: Wir fahren immer, welche Folgen die Coronakrise auch immer haben mag. Ein politisches Statement in unruhigen Zeiten.

    Mehr: Der Coronaschock – Wie gut gerüstet sind Deutschlands Konzerne?

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    2 Kommentare zu "GDL gegen Deutsche Bahn: Fährt die Bahn mit leeren Zügen? – Skurriler Streit mit den Lokführern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Realität sieht anders aus. Der Regionalverkehr NRW wurde brutalstmöglich zusammengestrichen, so dass trotz rückläufiger Fahrgastzahlen die Züge im Berufsverkehr voller werden - die empfohlenen Abstände von 1,5-2 Metern sind da illusorisch. Die Risiken für die Beschäftigten muss man ernst nehmen, aber das ist schon Jammern auf hohem Niveau. Zugbegleiter gibt es im Regionalverkehr kaum noch (RE, RB) bis überhaupt nicht (S-Bahn), und die Lokführer sitzen gut und sicher abgetrennt von den Fahrgästen. Von solchen Bedingungen können Verkäuferinnen und Kassiererinnen im Einzelhandel nur träumen.

    • Die Technik erlaubt es, Zuege besser und sicherer ohne Lokfuehrer zu betreiben. Alle Unfaelle in den letzten Jahren waren auf menschliches Versagen zurueckzufuehren. Es
      ist vollkommen unverstaendlich warum die Bahn diese Technik nicht aktiv vorantreibt.
      Wenn man den oeffentlichen Verkehr besserer, sicherer und preisguenstigerer machen
      will, ist das die einzige Alternative. Das dann ueberschuessige Personal kann fuer die
      dringend benoetigte bessere Wartung umgeschult werden.

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