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Gunnar Froh Der Gründer von Wunder Mobility nutzt die Coronakrise für Zukäufe

Das Mobilitäts-Start-up kauft einen australischen Konkurrenten. Die Übernahme soll der Auftakt für weitere Deals sein.
27.03.2020 - 16:00 Uhr Kommentieren
Der Gründer nutzt die Krise für Zukäufe. Quelle: Martin Kess
Gunnar Froh

Der Gründer nutzt die Krise für Zukäufe.

(Foto: Martin Kess)

Hamburg Der Gründer eines der wichtigsten deutschen Mobilitäts-Start-ups, Gunnar Froh, will die Coronakrise für Zukäufe nutzen. Bereits am Freitag verkündete er die erste Übernahme: Wunder Mobility kauft das australische Start-up Keaz.

Froh will damit seine Angebot erweitern. Wunder Mobility bietet Software etwa für Car- und Ridesharing an, organisiert Shuttle-Dienste und E-Roller-Konzepte. Keaz betreibt ähnliche Plattformen etwa für die australischen Töchter von Toyota und BMW.

„Der Zukauf soll ein Auftakt für eine Serie sein. Wir sagen: Es passiert viel Schlechtes in der Corona-Zeit, aber es gibt auch viele Möglichkeiten“, sagt Froh. Sein Ziel ist, eine ganze Reihe von Technologieanbietern im Bereich „Neue Mobilität“ aufzukaufen, die jetzt unter Druck geraten.

Im Fall Keaz habe die Krise länger laufende Gespräche über Kooperationsmöglichkeiten rasant beschleunigt. Kunden, deren Flotte derzeit stillsteht, hätten nachverhandeln wollen – auf der anderen Seite sinkt die Aussicht, Risikokapitalgeber zu finden.

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    Dabei seien fast alle Unternehmen in dem Bereich noch defizitär. In dieser Situation könne Wunder als Käufer einspringen – zu günstigen Preisen. „Das ist jetzt auf jeden Fall ein Käufermarkt. Die Frage ist nur, ob man sich traut“, sagt Froh.

    Er hat 50 Unternehmen auf dem Radar, die er für engere Partnerschaften oder Übernahmen für tauglich hält. „Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Wochen weitere Deals machen werden“, sagt Froh.

    Bis zu 50 Millionen Euro habe er dafür zur Verfügung – darüber hinaus könnten Investoren Geld nachschießen. Der frühere Airbnb-Mitarbeiter hat Wunder 2014 in Hamburg als Uber-Konkurrent gestartet, hat sich aber längst auf das Geschäft mit Mobilitätssoftware spezialisiert.

    200 Menschen arbeiten inzwischen für Wunder – derzeit sind aber rund 30 in Kurzarbeit. Sicherheit gibt Froh, dass er noch 2019 eine Serie-B-Finanzierung über 60 Millionen Dollar abgeschlossen hat, angeführt vom amerikanischen Family Office KCK.

    „Auch einige ganz große Namen werden im Bereich New Mobility verschwinden. Wir können uns sicher sein, dass wir überleben werden“, hofft Froh. Durch die Zukäufe hofft er, zum Marktführer in seiner Nische werden zu können.

    Mehr: Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in unserem Newsblog.

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