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Kommentar Der zweite Elektro-Anlauf bei BMW muss sitzen

Die Elektromobilität ist für BMW keine exotische Spielwiese mehr. Ab 2021 kommt es zum direkten Duell mit der führenden Elektromarke Tesla.
03.07.2020 - 17:51 Uhr Kommentieren
Der zweite Anlauf im Strommarkt muss sitzen. Davon hängt die Ära des BMW-Chefs ab. Quelle: BMW Group
Oliver Zipse

Der zweite Anlauf im Strommarkt muss sitzen. Davon hängt die Ära des BMW-Chefs ab.

(Foto: BMW Group)

Ein Jahr ist es her, da erschütterte ein Beben den BMW-Konzern: Vorstandschef Harald Krüger, einst als Hoffnungsträger angetreten, hatte das Vertrauen seiner Führungskräfte und Aktionäre verloren. Der Absatz stagnierte, die Gewinne schwanden, und auf den Newcomer Tesla schienen Krüger die richtigen Antworten zu fehlen. Krüger ging von Bord, Oliver Zipse übernahm.

Zipse hat den Kurs seitdem nicht wesentlich geändert – als ehemaliger Strategiechef und Produktionsvorstand war er an allen Weichenstellungen der vergangenen Jahre maßgeblich beteiligt. Aber er entscheidet im Detail schneller als sein Vorgänger, der gern Dinge offenließ.

Aus den defizitären Mobilitätsdiensten zieht sich BMW zurück, die zähen Kooperationsgespräche mit Daimler zum autonomen Fahren sind auf Eis gelegt. BMW soll sich auf den Bau von Autos konzentrieren, lautet Zipses Vorgabe – in diesem Jahr gilt es, die Corona-Starre zu überwinden und nicht in die roten Zahlen zu rutschen.

Anders als VW-Chef Herbert Diess nimmt Zipse das Wort Tesla gar nicht in den Mund. Dabei sind in München alle Anstrengungen darauf ausgerichtet, den lange unterschätzten Rivalen in Schach zu halten. Der erste Anlauf ist BMW nicht geglückt: Der 2013 eingeführte „i3“ war eine Kopfgeburt, die Karosserie aus Kohlefaser ein teures Abenteuer ohne Nutzen für den Kunden. Tesla konzentrierte sich auf Batterie und Software und eroberte den Markt. In einem extrem hierarchisch gesteuerten Unternehmen wie BMW gesteht man solche Fehler nicht offen ein. Man korrigiert sie stillschweigend.

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    Dafür aber konsequent. Solitäre wie den „i3“ wird es nicht mehr geben. Als Produktionsvorstand hat Zipse dafür gesorgt, dass künftig alle BMW-Fabriken flexibel Verbrenner und Elektroautos bauen können. Gleichzeitig hat BMW Elektromotoren und Batterietechnik deutlich weiterentwickelt und auf zwischenzeitliche Schnellschüsse wie die Konkurrenten Mercedes und Audi verzichtet. Der Nachteil: Tesla konnte sich in der Zwischenzeit endgültig als die führende Elektromarke etablieren und ist jetzt der Hauptkonkurrent.

    Anders als bei der Einführung des „i3“ ist die Elektromobilität keine exotische Spielwiese mehr. Sie ist Kerngeschäft. BMW braucht die Stromer nicht nur für seine Klimabilanz. Mit der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin ist der Rivale nun direkt vor der Haustür.

    Ab 2021 kommt es zum Duell, wenn BMW mit dem „i4“ und dem „iNext“ seine ersten ernst zu nehmenden Tesla-Rivalen auf den Markt bringt und in Grünheide die Produktion des Models „Y“ anläuft. Zipse weiß: Der zweite Anlauf im Strommarkt muss sitzen. Davon hängt seine Ära ab.

    Mehr: Stromstöße aus Niederbayern: BMW startet die Tesla-Jagd.

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