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Kommentar Die Pandemie ist eine Chance für die Verkehrswende

Bevor die Rückkehr in das öffentliche Leben kommt, müssen Städte für eine pandemietaugliche Mobilität sorgen. Das kommt der Verkehrswende zu Gute.
22.04.2020 - 15:36 Uhr Kommentieren
Auf dem Fahrrad können sich Menschen in der Pandemie sicher durch die Stadt bewegen. Quelle: dpa
Radwege

Auf dem Fahrrad können sich Menschen in der Pandemie sicher durch die Stadt bewegen.

(Foto: dpa)

Ausgerechnet die Coronakrise macht sie möglich: zusätzliche, zunächst temporäre Radspuren in New York, der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá, in Berlin und Brüssel. Mehrere Metropolen schaffen in Rekordzeit neue Fahrradstreifen, um Menschen zum Radfahren zu bewegen, das öffentliche Nahverkehrssystem zu entlasten und so das Ansteckungsrisiko mit dem Virus zu minimieren.

Während in den vergangenen Wochen das öffentliche Leben nahezu stillstand, viele Menschen von zu Hause aus arbeiteten, waren Bus und Bahn weniger frequentiert, das Ansteckungsrisiko war geringer. Doch jetzt, wo erste Lockerungen aus dem Shutdown beschlossen wurden, Geschäfte wieder öffnen und bald auch Schulen wieder starten, könnte das Fahrrad zumindest für diejenigen, die über kein Auto verfügen, eines der wenigen Fortbewegungsmittel sein, mit dem man sich ohne größere Infektionsgefahr bewegen kann.

Treibt also die Coronakrise die viel beschworene, aber zumindest in Deutschland noch gar nicht richtig begonnene Verkehrswende und die Diskussion über die Stadt der Zukunft voran? Stadtentwickler sehen genau hier eine Chance: dass das Virus Bund, Länder und Städte dazu zwingt, sich vom Klein-Klein der vergangenen Jahre zu lösen und ambitionierter zu denken.

So geht es nicht nur darum, für die nächsten Monate eine pandemietaugliche Mobilität zu entwickeln, sich also zu überlegen, wie sich die Menschen möglichst ansteckungsfrei bewegen können, solange es noch keinen Impfstoff oder Medikamente gegen das Virus gibt. Die Überlegungen müssen weit darüber hinausgehen. Wie wollen Menschen in Zukunft leben?

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    Wie wollen sie sich künftig bevorzugt bewegen? Per Auto, womit lange Staus und ein Verkehrskollaps vorprogrammiert wäre, übrigens auch in Coronazeiten? Per Bus und Bahn? Dann wäre es erforderlich, den konsequenten Ausbau des Schienen- und Busverkehrs anzugehen.

    Zudem gilt es, in der nächsten Zeit dafür Sorge zu tragen, dass die Fahrgäste auch in Stoßzeiten die staatlich verordneten Abstandsregeln einhalten können. Oder macht es nicht tatsächlich auch Sinn, zumindest in den größeren Städten, das Radfahren deutlich stärker als in der Vergangenheit zu fördern?

    Manche hoffen, manche fürchten, dass die Coronakrise das vorzeitige Ende der autogerechten Stadt bedeuten könnte. Beides scheint ein wenig voreilig zu sein. Und doch kann die Coronakrise eine Chance sein, über Fragen nachzudenken, die bislang gern ausgeklammert werden. Verkehrswende bedeutet mehr als kleine Verbesserungen bei Bus und Bahn, einige zusätzliche Radspuren, die dauerzugeparkt sind, und der Umstieg von Verbrennern auf Elektrofahrzeuge.
    Mehr: Bevor die Rückkehr in das öffentliche Leben weiter Fahrt aufnimmt, wird über eine „pandemietaugliche Mobilität“ diskutiert. Was steckt dahinter?

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